Einrichtung eines neuen iPhones

Einrichtung eines neuen iPhones
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Einrichtung eines neuen iPhones

© IDG

Es wird immer einfacher, neue iPhones einzurichten. In unserem Guide zeigen wir Ihnen, wie Sie das Gerät ohne großen Aufwand aktivieren und bestimmte Funktionen einschalten.

iPhone einrichten in zehn Schritten:

  1. Schritt 1: Einschalten und Sprache wählen

    Wir haben diesen Guide für das aktuelle iPhone 13 geschrieben. Allerdings unterscheiden sich die Schritte nicht sonderlich vom iPhone 12 oder älteren Modellen. Schalten Sie also das iPhone zuerst mit dem Power-Button an der rechten Gehäuseseite ein. Wählen Sie dann die Region und Ihre Sprache aus. Haben Sie das Gerät in Deutschland gekauft, werden die richtigen Einstellungen schon getroffen sein. Andernfalls suchen Sie in der Liste die richtige Sprache aus.

  2. Schritt 2: Schnellstart

    Nicht zwingend muss dieser Schritt folgen: Seit iOS 11 bietet Apple für seine iPhones den Schnellstart an. Dies funktioniert immer dann, wenn Sie noch ein altes iPhone besitzen, das sich in der Nähe befindet. Das neue iPhone wird erkennen, dass das Smartphone neben Ihnen liegt, und Daten und Einstellungen gleich vom Vorgänger übernehmen.

    Sie müssen dazu allerdings die passende Apple ID angeben. Die weitere Authentifizierung erfolgt über einen QR-Code auf dem alten iPhone, der durch die Kamera am neuen Gerät erkannt und gelesen wird. Danach überträgt das alte iPhone alle relevanten Daten auf das neue Gerät. Auch bestimmte Konfigurationen - etwa in Bezug auf Siri - werden übernommen.

    Neu einstellen müssen Sie nur bestimmte Dinge: etwa Touch ID und Face ID. Diese sensiblen Daten werden nicht über das Internet synchronisiert. Ein Sonderfall ist auch die Corona Warn-App, da diese ebenfalls neu eingerichtet werden muss.

  3. Schritt 3: WLAN und SIM

    Falls Sie den Schnellstart nicht nutzen, geht es hier weiter. Nach Einschalten des iPhones wählen Sie das WLAN-Netzwerk aus, mit dem Sie sich verbinden möchten. Falls noch keine SIM-Karte enthalten ist, wird das Smartphone Sie bitten, eine einzulegen. Dies betrifft vor allem Nutzer aus den USA, da dort das iPhone 13 immer ohne SIM ausgeliefert wird.

  4. Schritt 4: Passwörter, Face ID und Touch ID

    Nun richten Sie Touch ID und Face ID ein und legen einen Passcode fest. Nehmen Sie sich etwas Zeit und legen Sie Touch ID oder Face ID als Vorgabe zum Freischalten fest. Dies erhöht die Sicherheit Ihres iPhones beträchtlich. Die beiden biometrischen Zugänge werden anschaulich durch einen Assistenten dargestellt, falschmachen können Sie so gut wie nichts.

    Beim Passcode sollten Sie nicht den Standard übernehmen, sondern auf "Codeoptionen" klicken. Dort entscheiden Sie sich für "Eigener numerischer Code". Wählen Sie dann eine Ziffernkette aus, die aus mindestens zehn Ziffern besteht. Um sie sich merken zu können, wählen sie vielleicht eine Kombination aus für Sie bedeutsamen Zahlen. Mit jeder zusätzlichen Ziffer erhöht sich die Komplexität des Passwortes um den Faktor Zehn, was bedeutet, dass Sie es Angreifern ab einer bestimmten Ziffernmenge unmöglich machen, das iPhone zu knacken.

    Alphanumerische Passcodes - also mit Buchstaben - erhöhen die Sicherheit weiter, aber machen das Passwort auch für Menschen nicht mehr nachvollziehbar. "k0#iQK83-9!)z" wäre zwar ein sehr sicheres Passwort, aber Menschen werden es sich nur schwer merken können. Lange Ziffern hingegen sind möglich und erzielen fast denselben Effekt.

  5. Schritt 5: Datenübertragung von alten Geräten

    Neues iPhone, alte Daten: Je nach Nutzungsgewohnheiten haben Sie jetzt unterschiedliche Optionen.

    - iPhone-Nutzer
    Wenn Sie ein wenig Zeit mitbringen, können Sie über iCloud alle Dokumente, Fotos, Musik oder auch Daten in Apple Music übertragen. Dann sollten Sie "Clean Install" wählen, also keine Datenübertragung. Das bedeutet, dass Sie bei Inbetriebnahme alle Apps aus dem Store neu herunterladen müssen. Die darin enthaltenen Daten - meist sind diese nicht wichtig - gehen vielleicht verloren, falls die Entwickler keine iCloud-Backups nutzen. Der Vorteil ist jedoch, dass die saubere Installation jeglichen Datenmüll entfernt. Bei einer Datenübertragung werden auch die ganzen Altlasten mitgenommen, bei der Synchronisation über iCloud hingegen nicht.
    - Android-Nutzer
    Falls Sie bislang ein Android-Smartphone verwendet haben, nutzen Sie am besten die App

    Wenn Sie diese App auf dem alten Smartphone installieren, wird das iPhone so gut wie alle Daten mitnehmen. Das sind beispielsweise Kontakte, Verläufe, Fotos, Videos, Musik, E-Mail-Konten, Kalender und Favoriten im Browser. Sollte es eine App für sowohl Android als auch iOS geben, wird diese aus dem neuen App Store gleich heruntergeladen. Bestimmte Dinge - wie WhatsApp-Nachrichten - werden nicht übermittelt. Möchten Sie Daten dieser Art übertragen, benötigen Sie Drittanbieter-Apps wie iMazing.

    Zuletzt haben Sie noch die Option, Daten über iTunes bzw. Finder als Backup zu sichern oder iCloud zu verwenden. Falls Sie sich für das verschlüsselte iTunes-Backup entscheiden, werden so gut wie alle Daten auf das neue iPhone mitgenommen. Daten, die fehlen, sind unter anderem Inhalte direkt aus dem iTunes Store oder PDF-Dateien, die in Apple Books geladen sind. Außerdem fehlen im Finder synchronisierte Inhalte wie MP3s, Videos, Bücher und Fotos. Verzichten müssen Sie auch auf Einstellungen für Face ID und Touch ID sowie Apple Pay und Apple Mail. Bestimmte gesundheitsbezogene Daten, wie Aktivitätsaufzeichnungen, fehlen ebenfalls.

    iCloud-Option

    Das iCloud-Backup existiert seit Herbst 2011 und wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut. Wenn Sie diese Option für eine Datenwiederherstellung wählen, werden bestimmte Daten übertragen und andere auf dem alten Telefon gelassen. Unsere Übersicht schafft Klarheit:

    - Übertragene Daten
    Übertragen werden alle App-Daten, Geräteeinstellungen, Fotos und Videos, der Home-Bildschirm und die Anordnung Ihrer Apps, Nachrichten wie SMS, MMS und iMessage, Einkaufsstatistiken, Klingeltöne und auch das Passwort für Visual Voicemail, falls Sie diesen Dienst nutzen.
    - Fehlende Daten
    In einem iCloud-Backup werden bestimmte Daten nicht gesichert, darunter Apple Mail, Apple Day, Face ID und Touch ID, Musikmediatheken für iCloud, Inhalte in App Stores sowie bestimmte Daten, die ohnehin über iCloud synchronisiert werden. Darunter Kontakte, Kalender, Notizen, SMS und MMS und ähnliche Informationen.

    Wenn Sie aufgepasst haben, werden Sie bemerken, dass WhatsApp-Nachrichten in einem iCloud-Backup sehr wohl enthalten sind. Dazu müssen Sie in WhatsApp aber selbst aktiv werden. Gehen Sie dazu in die Einstellungen der App und dann auf "Chats" und "Chat-Backup". Dort können Sie auch angeben, wie häufig WhatsApp Backups anfertigen soll, also vielleicht täglich oder monatlich. Videos können Sie aus dem Backup ausschließen, was sinnvoll ist, wenn Sie nicht zu viel Datenverkehr erzeugen möchten.

  6. Schritt 6: Apple ID

    Jetzt müssen Sie entweder eine komplett neue Apple ID anlegen oder sich mit einer bestehenden Apple ID anmelden. Haben Sie schon eine solche ID, melden Sie sich einfach mit Ihren bestehenden Daten an. Dies sollte kurz und schmerzlos verlaufen. Eine komplett neue Apple ID können Sie ebenfalls erstellen, dafür müssen Sie dann nicht gleichzeitig eine neue E-Mail-Adresse generieren.

    Klicken Sie dazu etwas weiter unten auf "Passwort vergessen oder noch keine Apple ID?". Tippen Sie darauf und Sie werden weitergeleitet. Dort geben Sie dann typische Details wie Namen und Geburtsdatum an. Bei "E-Mail" gehen Sie hingegen auf "Gratis E-Mail von iCloud". Dort denken Sie sich jetzt einfach eine beliebige E-Mail-Adresse aus, sofern diese noch nicht vergeben ist. Dann sind Sie fertig und haben eine neue Apple ID angelegt. Loggen Sie sich anschließend darüber in Ihrem neuen Konto ein.

  7. Schritt 7: Einstellungen und Updates

    Jetzt sollen Sie angeben, ob neue iOS-Updates automatisch nachts heruntergeladen und installiert werden sollen oder nicht. Sie können dies theoretisch auch nachträglich noch einstellen. Allerdings sparen Sie Zeit, wenn Sie alles jetzt angeben und sich danach nicht mehr darum kümmern müssen.

    Falls Sie das Gerät für bestimmte, sehr wichtige Aufgaben nutzen, sollten Sie automatische Updates eventuell deaktivieren. Privatanwender profitieren jedoch in der Regel von automatischen Updates.

    Geben Sie nun noch an, ob Sie bestimmte Daten mit Apple teilen möchten oder nicht. Die Entwickler nutzen diese Daten, um iOS zu verbessern. Im Interesse der Privatsphäre lassen Sie diese Option deaktiviert. Falls Ihnen dies nicht wichtig ist, schalten Sie die Option ein.

  8. Schritt 8: Apple Pay, Siri & Co.

    Typische Apple-Dienste wie Apple Pay, Siri und der Schlüsselbund von iCloud sind jetzt an der Reihe. Zumindest Siri und den Schlüsselbund sollten Sie sofort aktivieren. Letzterer spart sehr viel Zeit dabei, wenn Sie sich auf Webseiten oder in Apps einloggen möchten. Bei Apple Pay müssen Sie selbst entscheiden. Nutzen Sie den Dienst überhaupt nicht, müssen Sie ihn natürlich nicht einschalten. Dies gilt auch für Siri, wenngleich ein Großteil der iPhone-Nutzer auch Siri für die eine oder andere Aufgabe verwendet.

  9. Schritt 9: Anzeige

    Nun werden Sie gebeten, bestimmte Einstellungen für die Anzeige vorzunehmen. Im aktuellen iPhone 13 mit neuestem iOS sind dies beispielsweise Settings wie True Tone oder auch Vergrößerungen für Menschen mit Sehbehinderungen. Zusätzlich können Sie sich dazu entscheiden, die Bildschirmzeit zu messen und anzuzeigen. Dies soll dazu dienen, Nutzern zu zeigen, wie viel Zeit sie mit dem Smartphone täglich verbringen. Einen zu intensiven Gebrauch können Sie damit eindämmen. Diese Einstellungen können Sie auch nachträglich noch ändern.

  10. Schritt 10: Einige Apps als Sonderfälle

    Bestimmte Apps werden niemals synchronisiert. Die wichtigen Einstellungen für diese Anwendungen werden hingegen in der Secure Enclave, einer Art abgeschottetem Bereich des iPhones, gesichert. Dies betrifft etwa biometrische Daten, die für Face ID und Touch ID genutzt werden. Aus diesem Grund müssen Sie diese Daten beim Gerätewechsel immer neu angeben.

    Bestimmte Banking-Apps verwenden diese Technik ebenfalls. Aus diesem Grund müssen Sie auch diese Anwendungen auf einem neuen iPhone neu einrichten. Nicht bei jeder Bank ist dies der Fall, aber bei den meisten. Dasselbe gilt für die Warn-App gegen Corona: Einstellungen für Kontaktverfolgungen werden nicht übernommen. Diese müssen Sie in den Einstellungen der App erst neu einschalten.

    Aufgrund der Angelegenheit mit den Banking-Apps raten wir Ihnen dazu, das alte iPhone zuerst noch zu behalten und die Migration der Apps an das neue iPhone vollständig abzuschließen. Verkaufen oder verschenken Sie das alte iPhone erst, wenn dieser Schritt vollständig abgeschlossen ist. So können Sie sichergehen, dass Sie das alte Gerät garantiert nicht mehr benötigen. Zwar gibt es auch andere Methoden, doch diese bedeuten dann meist eine Kontaktaufnahme mit der Bank, was eine gewisse Zeit dauern kann.

Quelle: In Zusammenarbeit mit Macwelt
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