Die beste Drohne für jeden Einsatzzweck

Die beste Drohne für jeden Einsatzzweck
Es gibt unzählige Drohnen: Wir zeigen Ihnen, welche Drohne für welchen Nutzer-Typ am besten geeignet ist.
Bild 1 von 34

Die beste Drohne für jeden Einsatzzweck

Es gibt unzählige Drohnen: Wir zeigen Ihnen, welche Drohne für welchen Nutzer-Typ am besten geeignet ist.

© DJI
20.09.2017 - 10:33 Uhr

Multicopter beziehungsweise Drohnen gibt es unzählige auf dem Markt. Wir schaffen Übersicht und klären auf, welche Modelle es überhaupt gibt und wo die Unterschiede liegen.

Lange Zeit waren unbemannte Flugobjekte eine Domäne des Militärs. Mittlerweile sind Drohnen aber auch ein Thema für den Massenmarkt und für Firmen, allerdings in kleinerem Maßstab als im militarisierten Sektor. Das Interesse ist nachvollziehbar, Multicopter sind vielseitig. Sie überwachen das Firmengelände, entdecken Baufehler an Gebäuden, ersetzen Helikopterflüge in Filmproduktionen und sparen somit Geld. Hinzu kommt: Das Fliegen bereitet schlichtweg Vergnügen, vor allem aufgrund der kinderleichten Steuerung per Smartphone oder Tablet.

Multicopter für Profis und Einsteiger

  1. Einsteiger

    Im Hobby-Bereich finden sich vor allem Quadcopter, also Drohnen mit vier Rotoren. In der Mitte, in einer Art Pilotenkapsel, sitzen der Akku und die restliche Technik mit Prozessoren, Sensoren und Antennen. Teurere Geräte verfügen meist auch über eine leistungsstärkere Technik als günstigere Modelle.
    Solche einfachen Fluggeräte sind bereits zu Preisen zwischen 30 und 70 Euro erhältlich. Sie sind nicht größer als ein Handteller und wiegen bis zu 100 Gramm. Viele Extras sollten Sie nicht erwarten, hier geht es um den reinen Spaß am Fliegen. Die Geräte lassen sich zu allen Seiten bewegen, manche Modelle beherrschen auch Loopings. Auch LEDs für eine bessere Sichtbarkeit sind bei zahlreichen Drohnen vorhanden. Die Energie der Akkus reicht jedoch für bestenfalls neun Minuten Flugzeit. Hersteller sind beispielsweise ACME, Hubsan und JJRC.
  2. Luftaufnahmen

    Teurer aber vielseitiger sind Drohnen mit integrierten Kameras. So lassen sich faszinierende Luftaufnahmen erstellen, selbst Einstiegsvarianten im Miniformat sind dazu in der Lage - ist keine Cam vorhanden, lässt sich diese oft nachrüsten.
    Kameradrohnen sind ab etwa 100 Euro erhältlich. Sie nehmen Videos bis HD-Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Hochauflösende Videos in HD sind teurer, bis zu 500 Euro kosten auf diese Weise ausgestattete Drohnen. Einen guten Namen hat sich in diesem Bereich die Firma Parrot gemacht. Das Modell "Bebob Drone" nutzt hochwertige Sensoren und eine Full-HD-Cam. Sie lässt sich per Smartphone und Tablet steuern. Das Livebild der Drohnenkamera wird ebenfalls übertragen. Noch brillanter werden Videos mit der 4K-Kamera des Copter DJI Phantom 3 Professional. Dazu kommen alle Sensoren für ein ruckelfreies Bild. Die Professional-Version kostet im Gegenzug auch 1.400 Euro.
  3. Actioncam-Einsatz

    Wenn die Qualität der integrierten Kameras nicht ausreicht, sollte eine Drohne mit nachrüstbarer Cam auf der Wunschliste stehen. Hier gibt es ebenfalls Modelle aus der Phantom-Reihe von DJI. Diese Drohnen besitzen eine Aufhängung für Actioncams wie die GoPro. Dabei befindet sich die Kamera unter der Drohne. Zwei Bügel sorgen dafür, dass die Cam keinen Schaden nimmt. Bilder werden auf das steuernde Mobilgerät gestreamt und natürlich auch gespeichert.
  4. First Person View

    Die FPV, First Person View, ist stark im Kommen aber eher für Profis interessant. Die Kamera an der Drohne überträgt das Bild in Echtzeit auf ein Endgerät wie ein Smartphone. Noch interessanter wird es zusammen mit einer VR-Brille, mit der der Pilot sich fühlt wie im Cockpit der Drohne. Die Phantom 3 überträgt sogar in HD, ältere Modelle konnten nur in SD übermitteln. Hinzu tritt eine hohe Reichweite von bis zu 1.6 Kilometern.

Drohne per Smartphone steuern

Neben der klassischen Fernsteuerung lassen sich viele Drohnen auch via WLAN vom Smartphone oder Tablet aus kontrollieren. Zum Steuern wird das Mobilgerät, wie bei einer Spiele-App, in die gewünschte Richtung geneigt, die Drohne kopiert diese Bewegung. Bekannte Modelle sind die AR Drones von Parrot. Zur Steuerung werden Apps wie AR.FreeFlight oder FreeFlight genutzt, deren Bedienung sich als sehr einfach erweist. Die Drohne wird per Fingertipp gestartet und steht dann quasi selbständig in der Luft.

Das Ausbalancieren der Drohne und das Justieren der Rotationsstärke passiert automatisch, die einfache Steuerung erleichtert Flugmanöver wie Loopings.

Ausblick: Nutzdrohnen in der Zukunft

Nicht nur Hobbyflieger freuen sich über den Trend zur Drohne. So glauben Amazon, DHL und UPS an ihre Zukunft als Paketlieferant. Sie forschen bereits an der Lieferung per Drohne und wollen so entlegene Gebiete erschließen und eilige Produkte wie Medikamente schnell zum Kunden bringen.

In den USA darf Amazon seit März 2015 offiziell Drohnen testen. Allerdings dürfen die Drohnen maximal 160 km/h schnell und maximal 120 Meter hoch fliegen. Zudem muss der Pilot sie ständig im Sichtfeld haben. Der Dienst soll Amazon Prime Air heißen, das Paket soll im Idealfall 30 Minuten nach der Bestellung beim Kunden ankommen. Amazon nutzt Octocopter mit acht Propellern und 16 Kilometern Aktionsradius. Der Start des Dienstes kann aber noch einige Jahre benötigen.

Nicht viel schneller dürfte es bei der Deutschen Post DHL gehen. Auch dort wird bereits an Paketdrohnen geforscht, es existiert sogar schon eine Eil- und Notfallversorgung vom Festland zur Nordseeinsel Juist.

Französische Unternehmen entwickeln mit dem Strato Bus hingegen eine Mischung aus Satellit und Drohne. Das Flugobjekt soll in etwa 20 Kilometer Höhe die Erde umrunden und dabei Überwachungsfunktionen etwa von Staatsgrenzen übernehmen. Zudem kann die Drohne GPS-Netzengpässe überbrücken. Energie erzeugt der Strato Bus aus Solarzellen, er ist darauf ausgelegt, fünf Jahre in Betrieb zu bleiben.

Miet-Drohnen: Die Macher des Projektes "Gofor" planen Drohnen zum Mieten. Sie wünschen sich Begleitung in einem dunklen Teil der Stadt oder wollen kurz nachsehen, ob der Strand voll ist? Mit Gofor sollen Sie sich zukünftig einfach eine Drohne per Smartphone rufen können. Ungeklärt sind bislang jedoch Fragen zur Genehmigung und Sicherheit. Lange dürfte es aber nicht mehr dauern, bis Drohnen alltägliche Dienstleister sind.

Auch Facebook und Google interessieren sich für Drohnen, sie wollen mit ihnen das Internet auch in entlegene Gebiete bringen. 2014 übernahm Google Titan Aerospace, einen Drohnenhersteller aus New Mexico. Auch Facebook war an diesem Unternehmen interessiert. Offenbar sind die gigantischen Drohnen des Herstellers interessant: Sie sind so groß wie eine Boeing 767 und zudem solarbetrieben. Facebook blieb die Übernahme von Ascenta, die ebenfalls solarbetriebene Drohnen entwickeln.

Selbstfliegende Drohnen und Multicopter

Nicht jede Drohne muss aktiv gesteuert werden, immer mehr Geräte fliegen vollkommen autonom. Intel zeigte den Hexacopter Firefly mit unzähligen Realsense-Kameras, hergestellt bei der deutschen Firma Asctec. Die Drohne analysiert die Daten der Kameras in Echtzeit, um etwa auf Objekte und Hindernisse reagieren zu können. So kann die Drohne autonom beispielsweise durch einen Wald fliegen und Bäumen ausweichen. Dank Realsense-Technik kann sie auch innerhalb geschlossener Räumen selbstständig fliegen.

Diese Technik würde sich perfekt für Selfie-Drohnen eignen, bislang benötigen Sie dafür einen etwas größeren freien Luftraum. Selfie-Drohnen sind Multicopter, die nicht von einem Menschen gesteuert werden und die Kamera ständig auf eine Person richten.

AirDog bietet einen gleichnamigen Selfie-Copter an, deren Position immer zu einem Objekt ausgerichtet ist. Besonders interessant sind beispielsweise Action-Aufnahmen von Radtouren in der Landschaft oder Wüstentouren mit dem Quad. In der Vorbestellung kostet der AirDog aktuell 1.295 US-Dollar.

Die Lily Camera versteht sich nicht als Drohne, sondern als fliegende Kamera. Sie kann nicht aktiv gesteuert werden, sondern wird einfach in die Luft geworfen. Dort fängt sie selbstständig an zu fliegen und richtet die 12-Megapixel-Kamera auf Sie. Videos werden in Full-HD aufgenommen. Für Vorbesteller kostete die Kamera 499 US-Dollar, regulär schlägt sie mit 999 US-Dollar zu Buche.

DrohnenRotatorenFlugzeitKameraFirst Person ViewGewichtPreisWebseite
DJI Phantom 3423 min12 MP / 4Kja1280g1399 Eurowww.dji.com
DJI Inspire 1418 min12,7 MP / 4Kja2935g3599 Eurowww.dji.com
Parrot Bebop411 min14 MP / Full-HDja400g499 Eurowww.parrot.com
Airdog410 - 20 minGoPro (nachrüstbar)nein1850g1295 USDwww.airdog.com
Hexo+613 minGoPro (nachrüstbar)nein980g1299 USDwww.hexoplus.com
LilyCamera420 min12 MP / Full-HDnein1300g499 USDwww.lily.camera


Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
Kommentare
Top-Themen
Im Laufe der Zeit füllt sich selbst die größte Festplatte mit Daten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie wieder Ordnung schaffen ...mehr
Streaming-Dienste haben die Musik-, Serien- und Filmwelt nachhaltig verändert. Ein Leben ohne Netflix, Maxdome und ...mehr
Apple wird in Deutschland die von einem Verkaufsverbot betroffenen älteren iPhone-Modelle 7 und 8 mit anderen Chips ...mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Gaming
Wie gewohnt geht es im Juli in Sachen Games deutlich gemütlicher zu, als im Frühjahr oder Herbst. Doch auch in den kommenden Wochen erscheinen einige vielversprechende Titel - so ...mehr
Highlights
WhatsApp feiert bald seinen 10. Geburtstag. Seitdem haben sich die Smartphones und deren Betriebssysteme massiv weiterentwickelt. Inzwischen hat die Messenger-App circa 1,2 ...mehr
Zahlreiche Funktionen in Android sind den meisten Anwendern unbekannt. Wir verraten Ihnen, welche nützlichen Tricks in Ihrem Android-Smartphone stecken.mehr
Anzeige