Mieter oder Vermieter? Wer Reparaturen zahlen muss

Laut dem Gesetz ist der Vermieter grundsätzlich für große und kleine Reparaturen, wie beispielsweise für einen tropfenden Wasserhahn, in Mietshäusern oder Wohnungen zuständig.
Bild 1 von 5

Laut dem Gesetz ist der Vermieter grundsätzlich für große und kleine Reparaturen, wie beispielsweise für einen tropfenden Wasserhahn, in Mietshäusern oder Wohnungen zuständig.

© Imago/ Photothek
13.03.2018 - 08:00 Uhr

Mieter oder Vermieter? Die Frage, wer Reparaturen zahlen muss, führt oft zu Streitigkeiten. Wir klären auf!

Vermieter muss Instandhaltung der Wohnung gewährleisten

In §535 des BGB (Bürgerlichen Gesetzbuches) ist die Verpflichtung des Vermieters geregelt, die Nutzbarkeit der Wohnung, für die er Miete bekommt, zu erhalten. Laut dem Gesetz ist der Vermieter also grundsätzlich für große, sowie auch für kleine Reparaturen in Mietshäusern oder Wohnungen zuständig.

Voraussetzung ist, dass die Reparaturen notwendig und nicht durch die Schuld des Mieters entstanden sind. Außerdem darf es sich um keine Modernisierungsmaßnahmen, sondern nur um die Erhaltung des Mindeststandards handeln.

Reparaturklausel im Mietvertrag

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass in einer Klausel im Mietvertrag vereinbart wurde, dass die Beseitigung von Bagatellschäden vom Mieter gezahlt werden müssen.

Ist eine solche Klausel in ihrem Mietvertrag enthalten, müssen für ihre Gültigkeit laut dem Deutschen Mieterbund folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es muss sich tatsächlich um die Beseitigung eines Kleinst- bzw. Bagatellschadens handeln.
  • Die Reparatur darf inklusive Mehrwertsteuer nicht mehr als 75 Euro kosten.
  • Die Kosten aller Kleinreparaturen eines Jahres dürfen nicht mehr als 150-200 Euro, beziehungsweise acht Prozent der Jahresmiete betragen.
  • Klauseln die den Mieter verpflichten sich anteilig an Reparaturen zu beteiligen und diese selbst in Auftrag zu geben sind unwirksam.

Die Reparatur selbst muss sich außerdem auf Teile des Mietobjekts beziehen, die dem direkten und häufigen Zugriff des Mieters unterliegen.

Darunter fallen Bagatellschäden wie ein tropfender Wasserhahn, Schäden an der Gegensprechanlage, Duschköpfen, Lichtschaltern, Fenster- oder Türverschlüssen, Steckdosen, Jalousien, Markisen usw.

Quelle: freenet.de
Kommentare
Top-Themen
Neues Jahr – neue Regeln! Jedes Jahr müssen die Bürger in Deutschland zahlreiche Gesetzesänderungen beachten – so auch ...mehr
Der Warnstreik bei der Bahn am Montag hat Millionen Kunden hart getroffen. Nun wird wieder verhandelt. Für die ...mehr
Es geht um Prozente, Laufzeiten und Einmalzahlungen - wie viel Geld die Eisenbahner künftig bekommen, darum wird noch ...mehr
Anzeige
Video
Börse
DAX
Name Letzter %
DAX    
MDAX    
TecDAX    
Nikkei 225    
Anzeige
Anzeige
Top-Artikel
Beim Einkauf lässt sich viel Geld sparen, wenn man günstige Discounter Angebote sucht und Preise vergleicht.mehr
Was ist eigentlich erlaubt, wenn man aus Krankheitsgründen doch einmal zu Hause bleiben muss? Strikte Bettruhe oder ist auch der Gang an die frische Luft möglich?mehr
Es gibt Dinge, die gibt es gar nicht. Und so müssen sich auch die deutschen Gerichte oft mit Fällen beschäftigen, die sich Hollywood wohl kaum besser hätte ausdenken können. Die ...mehr
Arbeitszeugnis-Quiz
Ein Arbeitszeugnis steckt voller versteckter Bewertungen. In unserem Test können Sie prüfen, ob Sie Ihr Zeugnis richtig einschätzen können.mehr
Tipptrainer
Eine wichtige Zusatz-Qualifikation: Lernen Sie schnell und einfach das Zehn-Finger-Tippsystem!mehr
Anzeige