Mit B-Waren Schnäppchen machen

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Ein Tablet zu einem Bruchteil des Preises? Wer mit kleinen Schönheitsfehlern leben kann, kann mit B-Ware im Internet ein echtes Schnäppchen machen.
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Ein Tablet zu einem Bruchteil des Preises? Wer mit kleinen Schönheitsfehlern leben kann, kann mit B-Ware im Internet ein echtes Schnäppchen machen.

18.07.2017 - 10:00 Uhr von MR

B-Ware, Demoware oder generalüberholt - es kursieren viele Begriffe im Internet, die den Zustand eines heruntergesetzten Produkts erklären wollen. Die Preise verlocken zum Kauf. Doch was steckt hinter diesen Begriffen und welche Vor- oder Nachteile können sich aus dem Kauf von diesen Produkten ergeben?

Was bedeutet B-Ware?

Als “B-Ware” oder “Waren zweiter Wahl” werden solche Waren bezeichnet, die oft einen äußeren Mangel aufweisen, jedoch technisch und funktionell einwandfrei sind. Oftmals handelt es sich bei den kleinen Mängeln um beschädigte oder fehlende Originalverpackungen oder optische Fehler. Es kann sich dabei um Neuware als auch um Gebrauchtware handeln. Es ist daher besonders wichtig sich die Produktbeschreibungen im Detail anzusehen, um Rückschlüsse auf den tatsächlichen Zustand des Produktes ziehen zu können. Wer mit kleinen optischen Fehlern leben kann, spart mit dem Erwerb von B-Ware häufig eine Menge Geld.

Verschiedene Arten von B-Ware

Bei Verpackungsschäden, die durch den Transport, die Lagerung oder andere äußere Einflüsse entstanden sind, verkaufen Händler diese Produkte häufig vergünstigt. Sie werden dann in der beschädigten Verpackung oder in einer sogenannten “White Box” verkauft, einer alternativen Verpackung.

Eine häufige Quelle von B-Ware sind zurückgeschickte Produkte von Kunden. Es kann sich dabei um Produkte handeln, die schlicht im Rahmen des gesetzlichen Widerrufsrechts zurückgeschickt wurden. Diese Produkte wurden häufig nur einmal ausgepackt und weisen in der Regel kaum bis keine Gebrauchsspuren auf.

Es kann sich jedoch auch um generalüberholte Ware handeln, die gerne auch als “refurbished” gekennzeichnet wird. Dies sind Rücksendungen, bei denen dem Kunden ein technischer oder optischer Mangel aufgefallen ist. Die Ware wird dann auf alle Mängel hin geprüft und überarbeitet, sodass sie so gut wie neu sind und keine technischen oder optischen Mängel mehr aufweisen.

Auch Demoware oder Ausstellungsstücke werden häufig als B-Ware verkauft. Diese wurden in einem Laden oder für eine Messe ausgepackt, um als Dekoration, Ausstellungsstück oder als Demoware dem Kunden präsentiert zu werden. Sie können Gebrauchsspuren aufweisen, sind technisch jedoch einwandfrei. Diese Ware wird professionell gereinigt und aufbereitet verkauft.

Warum ist B-Ware so günstig?

Wie bei der B-Ware auf Allyouneed schnell zu erkennen ist, sind die angebotenen Waren signifikant günstiger als Neuwaren. Das Portal der Deutschen Post AG zählt mit 3.000 Händlern zu einem der größten Verbraucherportale. Gerade im Bereich Technik und Elektronik gibt es eine große Auswahl an B-Ware, bei der Einsparungen bis zu 70% gegenüber der Neuware möglich sind. Die günstigen Preise erklären sich aus der Schwierigkeit, optisch auch nur leicht beeinträchtigte Produkte und gebrauchte Produkte zu verkaufen. Händler verzichten daher gerne auf einen Großteil der Marge, um die Produkte dennoch loszuwerden.

Umtausch und Gewährleistung bei B-Ware

Als Käufer von B-Ware muss man sich bei Händlern jedoch keine Sorge machen. Auch hier gilt das gesetzliche Widerrufsrecht. Innerhalb von 14 Tagen kann die Ware ohne Nennung von Gründen zurückgegeben werden, wie auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in ihrer Untersuchung festgestellt hat. Auch die Gewährleistung, die in diesem Fall jedoch auf 12 Monate statt 24 Monate heruntergesetzt werden kann, muss dem Kunden von den Händlern eingeräumt werden.

Anders sieht es bei Käufen von privaten Anbietern aus. Hier muss auf die Ware keine Gewährleistung gegeben werden.

Worauf muss ich bei B-Ware achten?

Wie auch bei allen anderen Käufen im Internet, sollte die Produktbeschreibung genau gelesen werden. In der Regel finden sich hier genaue Angaben und Hinweise auf die möglichen Mängel, die das Produkt aufweist. Um nicht die sprichwörtliche “Katze im Sack” zu kaufen, sollte vorab erwogen werden, in welchem Zustand sich das Produkt befindet. Fehlt die Originalverpackung oder ist sie beschädigt, ist dies ein Umstand, der unter Umständen leichter zu verkraften ist, als starke Gebrauchsspuren, bei denen es sich auch zum Beispiel um Kratzer auf dem Display eines Smartphones handeln kann.

Es sollte zudem auch kontrolliert werden, zu welchen Preisen und Konditionen das Produkt derzeit neu am Markt erhältlich ist. Es kann dazu kommen, dass sich die Preisgestaltung des neuen Produktes dahingehend verändert hat, dass der Preis der B-Ware keine große Ersparnis bringt.

Allgemein gilt, sich über die angebotenen Produkte gut zu informieren, da auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Bezeichnungen für die verschiedenen Mängel kursieren, die nicht eindeutig oder verbindlich bestimmt sind. Dadurch werden die Produkte häufig schlecht vergleichbar, wie die oben genannte Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW feststellt.

B-Ware im Sinne der Umwelt

Wer gezielt nach B-Ware oder generalüberholter B-Ware sucht, profitiert nicht nur von günstigen Preisen. Er handelt auch gleichzeitig ganz im Sinne der Umwelt. Mit dem Erwerb dieser Geräte oder Produkte werden wertvolle Ressourcen geschont, die für die Herstellung neuer Produkte notwendig wären. Gerade im Bereich der Technik und Elektronik werden seltene Rohstoffe verwendet, die durch den Kauf eines Generalüberholten Produkts weiter- beziehungsweise länger verwendet werden.

B-Waren können also in der Tat eine gute und vor allem günstige Alternative zu neuen Produkten darstellen. Wer sich auf die Suche macht, Produktbeschreibungen genau liest und gründlich vergleicht, kann mit minimalen Kompromissen schöne Schnäppchen machen.

Quelle: freenet.de
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