CBD-Öl: Was der Wirkstoff aus dem Hanf alles kann

CBD-Öle werden über natürliche Extraktionsverfahren aus Hanfpflanzen gewonnen.
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CBD-Öle werden über natürliche Extraktionsverfahren aus Hanfpflanzen gewonnen.

© rexmedlen / Pixabay
12.02.2019 - 10:00 Uhr von freenet

Seit der Lockerung der Gesetze zu medizinischem Marihuana werden die Cannabispflanze und deren Öle immer beliebter. Ganz ohne Rezept und mit ähnlich hohem medizinischem Potential sind CBD-Öle in vielen unterschiedlichen Zusammensetzungen im Handel frei erhältlich.

Was ist CBD-Öl?

Bei dem CBD-ÖL handelt es sich um ein Gemisch aus einem Öl und Cannabidiol (CBD), welches aus Hanfpflanzen gewonnen wird. Das Öl wird als Lösemittel gebraucht, da reines CBD bei Raumtemperaturen einen weißen Feststoff bildet. Im Handel sind CBD-Öle mit einem CBD-Gehalt von 1 bis 20 Prozent erhältlich, wodurch auch die Wirkung der unterschiedlichen Öle variiert.

Zwar ist das CBD mit dem psychogenen THC chemisch verwandt, jedoch ruft der Konsum keine Rauschzustände hervor, weswegen CBD-Öle legal im Handel erhältlich sind.

CBD-Öl hat großes Medizinisches Potential

In der Naturheilkunde weiß man schon lange über die positiven Effekte der Cannabispflanze Bescheid. Nach und nach entdeckt nun auch die Schulmedizin das Potential des CBD.

  • Wirkung bei chronischen Schmerzen

CBD hilft bei chronischen Schmerzen, hierbei bindet es an Immun- und Nervenzellen und lindert die Schmerzen sowie Entzündungserscheinungen. Besonders bei Arthritis und Arthrose ist CBD-Öl zu empfehlen.

Das Cannabidiol wirkt krampflösend und hilft besonders gut bei Krampfanfällen von Menschen mit Multipler Sklerose. Zusätzlich wirkt das CBD auch hier als betäubendes Mittel gegen den Schmerz.

  • Begleittherapeutikum zur Chemotherapie

Eine Chemotherapie geht oft mit starken Nebenwirkungen einher. Kein Wunder, basiert das Wirkprinzip darauf, dass die Krebszellen durch Vergiftung abgetötet werden, wodurch jedoch auch gesunde Körperzellen in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Nebenwirkungen sind unter anderem Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schmerzen. Die Einnahme von CBD fördert hier den Appetit, hilft bei der Übelkeit und lindert Schmerzen.

  • Epilepsie

2018 wurde CBD in den USA zur Behandlung zweier Formen der Epilepsie im Jugendalter zugelassen. Hierbei handelt es sich um das Lennox-Gastaut-Syndrom und das Dravet Syndrom.

  • Depression

Das CBD bindet an spezielle Rezeptoren von Nervenzellen und kann dadurch deren Kommunikation beeinflussen. Gerade bei Patienten mit depressiven Episoden ist die Kommunikation unter Nervenzellen gestört und kann über die Wirkung des CBD verbessert werden.

  • Angstzustände

Auch bei Angstzuständen und Panikattacken kann das CBD die Nervenzellen positiv beeinflussen und diese beruhigen.

  • Reduziert das Wachstum von Tumorzellen

Die Wirkung des CBD auf die Immunzellen hat neuesten Studien zufolge auch Einfluss auf das Wachstum von Tumorzellen. CBD verlangsamt und reduziert das Wachstum der Tumorzellen.

Hat CBD Nebenwirkungen?

Cannabidiol ist bei gewissenhafter Handhabung unbedenklich, jedoch können bei zu hoher Dosierung, wie bei allen anderen Dingen auch, Nebenwirkungen auftreten. Darüber hinaus beschäftigt sich die Schulmedizin erst seit kurzem mit den Effekten des Cannabinoids, weswegen Langzeiteffekte bisher wenig erforscht worden sind.

  • Zu hohe Dosierung

Eine zu hohe Dosierung kann Schläfrigkeit, Durchfall und Appetitlosigkeit verursachen, daher ist es wichtig, eine Eigenmedikation stets mit geringen Dosen zu beginnen, um die eigene Verträglichkeit auf den Wirkstoff zu testen.

  • CBD sollte bei Schwangerschaften vermieden werden

CBD kann auch in niedrigen Dosen die Funktion der Plazenta beeinflussen und sollte daher bei der Schwangerschaft gemieden werden. Dies gilt für fast alle medizinisch wirksamen Stoffe.

  • Beeinträchtigt CBD die Fahrtüchtigkeit?

Es ist erlaubt, Kraftfahrzeuge auch nach dem Konsum von CBD-Ölen zu führen. Problematisch kann es werden, wenn große Mengen eingenommen worden sind, da die meisten CBD-Öle auch spuren von THC enthalten. Wird ein Mindestwert des THC überschritten, kann ein Führerscheinentzug drohen.

  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

CBD kann zwei Enzyme hemmen, die in der Leber für den Abbau von unterschiedlichen Medikamenten verantwortlich sind. Über die Wechselwirkungen zu CBD und der Einnahme von Medikamenten gibt es jedoch noch keine vernünftigen Studien, weswegen der Arzt bei der Behandlung einer Krankheit unbedingt über die zusätzliche Einnahme von CBD-Öl informiert werden sollte.

CBD-Öle haben ein hohes medizinisches Potential und kaum Nebenwirkungen, daher ist damit zu rechnen, dass die Beliebtheit des Cannabidiols in Zukunft noch weiter steigen wird.

Quelle: freenet.de
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