Die Koch-Oase von heute. Weniger Trends, aber klare Entwicklungen

Wer eine Sitzgelegenheit in die Küche integriert, spricht eine Einladung aus: für Gäste und Familienmitglieder.
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Wer eine Sitzgelegenheit in die Küche integriert, spricht eine Einladung aus: für Gäste und Familienmitglieder.

© pixabay.com © Skittterphoto (CC0 Public Domain)
08.11.2018 - 09:00 Uhr von freenet

In vielen Lebensbereichen folgen die Menschen den aktuellen Trends. Das funktioniert vergleichsweise gut bei Kleidung, denn nicht jedes Jahr muss die komplette Garderobe ausgetauscht werden, um up-to-date zu sein. Vieles schleicht sich von Jahr zu Jahr erneut ein. Der Denim-Style ist ein Beispiel dafür, dass die Jeans zwar Jahr für Jahr Ihren Schnitt punktuell ändert, aber im Grunde doch immer der allseits beliebte Klassiker bleibt. Blickt man durch die Brille der neuesten Trends in das persönliche Wohnumfeld, so kann eine rasche Anpassung mitunter ganz schön umständlich und schwierig sein. Dekoartikel auszutauschen, ist dabei noch leicht umsetzbar. Jedes Jahr neues Mobiliar anzuschaffen, ist hingegen fast nicht möglich. Die gute Nachricht lautet: Die Trends im Wohn-, Ess- und Küchenbereich sind auch deutlich langlebiger. Worauf es in der Koch-Oase seit längerem ankommt, verrät ein Blick ins Plana Küchenland und auf die Entwicklungen rund ums Thema Kücheneinrichtung, die in diesem Beitrag Thema sind.

Die Raumstruktur ändert sich. Das Platzangebot steigt

Vor allem diejenigen, die sich für einen Neubau entschieden haben, genießen häufig ein großes Platzangebot, in dem vergleichsweise wenige Wände zu finden sind, die begrenzend und einengend wirken. Stattdessen darf die moderne Küche von heute als offene Küche geplant werden. Offen fungiert sie als Koch-Oase mit Blick auf den Essbereich, die eingeladenen Gäste oder auch die eigene Familie. Das bedeutet aber auch, dass in der modernen Küche von heute mehr gefragt ist als nur die Funktionalität. Es geht um die Optik und den einladenden Charakter der modernen Küche. Eine Einladung aussprechen, kann die Küche in vielerlei Hinsicht:

  • Barmodule laden Familienmitglieder und Gäste dazu ein, sich zum Koch zu gesellen. Gemeinsam kann dort das Essen zubereitet werden oder – während dem Wachen über das Essen – gemütlich geplauscht werden. Zum gemütlichen Plausch gehören auch ein Drink, ein Kaffee oder ein Glas Wein oder Bier. Ergo: Die Sitzgelegenheit muss in Verbindung mit einer Abstellmöglichkeit für Getränke in die Küche integriert werden.
  • Eine Einladung sprechen auch Regale und Schränke aus – wenn sie offen gehalten oder mit einer pfiffigen Technik zu öffnen und zu schließen sind. Optisch ansprechend sind dabei vor allem offene Fächer. Praktischer hingegen sind die Küchenregale und Schränke, die den Blick auf das Dahinter verbergen. An dieser Stelle ist natürlich der Stil der Küchenmöbel entscheidend. Zwischen Landhausstil und puristischem Küchenentwurf gibt es viel gestalterischen Spielraum.

Stichwort: Statussymbole. Das Auto bekommt Konkurrenz von der Küche.

Auch diese Entwicklung hat sich eher schleichend vollzogen. Nach wie vor ist das Auto ein wichtiges Status-Symbol. Doch die Küche bzw. die Ausgestaltung der Küche holt mächtig auf. Das zeigt sich bei der Einrichtung der Küche vor allem bei der Wahl der Materialien, der Wahl der Elektroartikel sowie dem Einsatz von smarter Technik.

Fronten: anderes Design, anderes Material

Allein schon die Auswahl der Front einer Küchenzeile hat weitreichende Folgen – und zwar nicht nur auf die Optik der Küche. So gibt es sogenannte Melaminfronten, die vor allem mit ihrer Vielzahl an Dekoren punktet. Auch mit Blick auf die Widerstandsfähigkeit und den Preis sind Melaminfronten, also in Harz getränkte Dekorpapiere, attraktiv. Dicker in der Aufbringung sind sogenannte Schichtstofffronten. Durch die Auftragung der verschiedenen Schichten wird die Front noch widerstandsfähiger und auch härter. Das fugenlose Verformen der Kanten ist ein weiteres Plus dieses Verfahrens. Zwei- und dreidimensionale Folienfronten sind ebenfalls fugenlos und halten den unterschiedlichen Einflüssen in der Küche gut stand. Die Fertigung ist dabei immer gleich: Die Folienfront entsteht durch das Verpressen von mehreren Folien.

Acryl, Lack und Glas sind weitere Materialien, aus denen Küchenfronten heute gefertigt werden. Acrylfronten sind günstiger als echte Glasfronten und machen in punkto Glanz kaum Abstriche. Möglich ist es auch, mit Acrylfronten einen metallischen Effekt zu erzeugen. Eine Glasplatte ist als Original deutlich widerstandsfähiger. Möglich ist es dabei auch, die Platte rückseitig zu lackieren. Lackfronten sind häufig eine Mischung aus mehreren Frontvarianten: Als Träger wird eine MDF-Platte genutzt. Auf der Rückseite befindet sich Melamin. Zum Füllen kommen Polyester- und Grundierlacke zum Einsatz. Die mit Abstand natürlichste Variante einer Küchenfront wird aus Echtholz gefertigt. Eine Echtholz-Front ist individuell, natürlich und zeitlos schön.

Technik in der Küche: Hoch komfortabel und mit jeder Menge HighTech

Die Technik, die in der Küche von heute verbaut wird, hat zwei Grundprämissen: Sie muss dem Nutzer bzw. Bewohner Komfort bieten und unterstreicht diesen Komfortgedanken häufig mit jeder Menge HighTech. Das heißt: Der große Side-by-Side-Kühlschrank ist längst nicht mehr für die Großküchen in US-amerikanischen Haushalten reserviert, sondern befindet sich auch in fast jeder neuen, europäischen Küche. Jede Menge Technik versteckt sich auch auf dem Herd: Die schnöde Dunstabzugshaube von anno dazumal hat mit dem vermehrten Einbau von Kochinseln ihren Rückzug angetreten. Stattdessen gibt es andere, optisch schönere Möglichkeiten, den Kochgeruch schnell abzusaugen. HighTech kommt spätestens dann ins Spiel, wenn das neue Heim mit SmartHome-Technologie ausgestattet wird. Diese verrät nicht nur, wie es um die Kühlschrankvorräte bestellt ist, sondern kocht auch dann Kaffee, wenn die Heimkehr des Eigenheimbesitzers ansteht.

Quelle: freenet.de
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