Medien: Spieler-Revolte auf Schalke gegen Gross

Medien: Spieler-Revolte auf Schalke gegen Gross
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Medien: Spieler-Revolte auf Schalke gegen Gross

 © SID

Der drohende Abstieg reißt beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 immer mehr Gräben auf.

Gelsenkirchen (SID) - Berichten mehrerer Medien zufolge sollen Führungsspieler des Schlusslichts nach der 0:4-Heimpleite im Derby gegen Borussia Dortmund bei Sportvorstand Jochen Schneider und Teammanager Sascha Riether die Ablösung von Trainer Christian Gross gefordert haben. Allerdings ließ die sportliche Leitung der Königsblauen die Profis mit ihrer Kritik an dem Coach vor dem Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Aufsteiger VfB Stuttgart offenkundig abblitzen.

"Wir dementieren die Berichterstattung. Dass es speziell nach der Derby-Niederlage Frust gab, ist doch völlig klar. Dass dazu auch offene Gespräche und eine Aufarbeitung der aktuellen Situation gehören - daraus machen wir gar keinen Hehl. So etwas wie eine 'Revolte' oder 'Revolution' hat es jedoch nicht gegeben", erklärte Schalkes Kommunikationsdirektor Marc Siekmann auf SID-Anfrage.

Auch Gross gab sich ahnungslos. "Wenn es so gewesen ist - ich weiß es ja nicht", sagte er bei Sky über eine mögliche Revolte. Es sei kein Spieler auf ihn zugekommen, ergänzte er und betonte: "Ich erwarte grundsätzlich von den Spielern, dass sie direkt zu mir kommen, wenn sie etwas stört, und sagen: Trainer, ich sehe das anders, oder mir passt das nicht, oder Sie passen mir nicht. Das ist nicht passiert."

Vermeintlich hat die Mannschaft den Glauben an eine Trendwende mit Gross auf der Bank nach dem Revierderby weitgehend verloren. Angeblich beschwerten sich die Spieler über eine zu einseitige Trainingsgestaltung, unflexible Taktik, mangelndes Coaching während der Spiele und Verwechslungen von Spielernamen.

Tatsächlich haben sich Schalkes Hoffnungen auf einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf unter Gross bislang alles andere als erfüllt. In den neun Ligaspielen mit dem schon vierten Chefcoach in der laufenden Saison an der Linie holten die Knappen lediglich fünf Punkte (ein Sieg, zwei Remis und sechs Niederlagen). Seit dem Amtsantritt des 66-Jährigen vergrößerte sich Schalkes Rückstand auf den Relegationsplatz auf inzwischen neun Zähler.

Quelle: 2021 Sport-Informations-Dienst, Köln
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