Katar plant mit WM-Quartieren im Iran

Katar plant mit WM-Quartieren im Iran
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Katar plant mit WM-Quartieren im Iran

 © SID

Katar sorgt mit aufsehenerregenden Plänen für die Unterbringung der Teilnehmer-Mannschaften bei der Fußball-WM 2022 im Golf-Staat für Aufsehen.

Paris (SID) - WM-Chef Hassan al-Thawadi bestätigte am Montag der französischen Nachrichtenagentur AFP Überlegungen, dass Quartiere für einige WM-Teams in Absprache mit dem Weltverband FIFA auch im Iran installiert werden könnten. 

"Das ist Teil des operativen Plans", sagte al-Thawadi auf eine entsprechende Frage, "aber offensichtlich muss das von der FIFA geregelt werden. Das ist eine Diskussion, die mit größerer Zeitnähe zur WM entschieden werden wird."

Al-Thawadis Aussagen dürften nicht nur im Sport zu neuen Debatten über die Austragung des WM-Turniers in vier Jahren in dem Wüstenstaat führen. Iran gilt als Schlüsselstaat im Nahost-Konflikt. Erst vor wenigen Tagen setzten die USA trotz Kritik aus anderen westlichen Nationen wegen angeblicher Verstöße von Teheran gegen das internationale Atomwaffen-Abkommen neue Sanktionen gegen das Land in Kraft. 

Die Einbeziehung des Irans in die Quartierplanungen erscheint als eine Reaktion der WM-Macher auf die seit 2017 bestehende Blockade ihres Emirats durch die Nachbarstaaten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und Vereinigte Arabische Emirate wegen mutmaßlicher Unterstützung terroristischer Gruppierungen. Die Regierung in Doha bestreitet die Vorwürfe ihrer früheren Verbündeten, die zum Teil im Sinne einer von Katar propagierten Teilhabe der Golf-Region an dem WM-Spektakel ursprünglich auch als mögliche Standorte von WM-Quartieren in Betracht gekommen waren.

Zurückhaltend kommentierte al-Thawadi zuletzt erneut aufgekommene Spekulationen über eine Vergrößerung des WM-Turniers auf 48 Nationen schon ab 2022 und nicht erst vier Jahre später bei der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko. "Unsere Vorbereitungen laufen im Moment für 32 Mannschaften. Alle Vorbereitungen basieren darauf", sagte der Boss des katarischen WM-Organisationskomitees zu jüngst unklaren Aussagen von FIFA-Chef Gianni Infantino (Schweiz) über das Format des nächsten WM-Turniers.

Quelle: 2018 Sport-Informations-Dienst, Köln
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