Hamilton über Probleme in Katar: "Müssen als Sport drüber sprechen"

Hamilton über Probleme in Katar: "Müssen als Sport drüber
sprechen"
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Hamilton über Probleme in Katar: "Müssen als Sport drüber sprechen"

 © SID

Können Sportevents die Menschenrechtslage in einem Gastgeberland beeinflussen? Sollte die Formel 1 in Katar fahren?

Doha (SID) - Vor allem Weltmeister Lewis Hamilton hat sich vor dem Großen Preis vor den Toren Dohas auf Fragen dieser Art eingelassen.

"Wenn es in den Ländern, die wir besuchen, Probleme gibt, dann müssen wir als Sport darüber sprechen", sagte der Mercedes-Pilot am Donnerstagabend am Losail Circuit: "Es gibt viel schlauere Leute, die im Hintergrund für Veränderungen kämpfen. Aber wir können für das Rampenlicht sorgen, das den Wandel beschleunigen kann."

Hamilton sprach auch über das missbräuchliche Kafala-System, das in vielen Ländern des Nahen Ostens für die Ausbeutung von Arbeitsmigranten sorgt: "Sie versuchen, das hier zu verbessern, das geht nicht über Nacht, es ist noch ein weiter Weg."

Sebastian Vettel vermied eine kritische Einordnung indes. Es handele sich um "schwierige" Fragen, sagte der Aston-Martin-Pilot. "Es ist keine Frage nur für mich persönlich, sondern eine, die uns als Sport angeht, eine, die jeder große Sport für sich beantworten muss", so Vettel weiter: "Wir Fahrer fahren unsere Autos überall auf der Welt. Einige Kulturen, die wir dabei sehen, sind unserer sehr nah, andere eher nicht."

Vor wenigen Wochen hatte der Deutsche im Interview der New York Times noch ausführlicher Stellung bezogen und mit Blick auf Formel-1-Standorte wie Katar gesagt: "Wir reisen in viele Länder, und vieles von dem Geld, das wir dort bekommen, ist vielleicht nicht besonders rein."

Dass diese Rennen trotzdem veranstaltet würden, sei aus moralischer Sicht "falsch". Mit Blick auf die Geschäftszahlen mache der Katar-Deal, der der Königsklasse wohl etwa 70 Millionen Euro einbringt, indes durchaus Sinn.

Quelle: 2021 Sport-Informations-Dienst, Köln
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