Das SID-Kalenderblatt am 13. April 2020: Woods erstmals Masters-Champion

Das SID-Kalenderblatt am 13. April 2020: Woods erstmals
Masters-Champion
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Das SID-Kalenderblatt am 13. April 2020: Woods erstmals Masters-Champion

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Am 13. April 1997 triumphiert Tiger Woods als erster dunkelhäutiger Golf-Profi beim Masters in Augusta.

Köln (SID) - Zwei Jahre zuvor hatte ein gewisser E.Woods seinen ersten Auftritt im Golf-Mekka Augusta. Als 19 Jahre alter Amateur und große amerikanische Hoffnung angepriesen. Der Newcomer schlug sich tapfer, landete auf Platz 41. Nur zwei Jahre später, am 13. April 1997, lag dem Messias bereits die Golf-Welt zu Füßen. Als erster dunkelhäutiger Profi gewann Woods in der Kathedrale des Golf. Aus E.Woods war inzwischen T.Woods geworden, aus E für Eldrick wurde T für Tiger. Ein Name, ein Programm.

Wie Tiger Woods an jenen vier Tagen im April 1997 nicht nur die Geschichte des US Masters umschrieb, gehört noch heute zu den größten Ereignissen seines Sports. Mit seinem Siegscore von 18 Schlägen unter Par (270) setzte er einen neuen Maßstab, löschte den gemeinsamen Rekord der Legenden Jack Nicklaus und Raymond Floyd. "Ich wollte diese Bestmarke auslöschen", sagte Woods. Gesagt, getan.

Seine zwölf Schläge Vorsprung auf den zweitplatzierten Landsmann Tom Kite sind auf der malerischen Anlage an der Magnolia Lane nach wie vor unerreicht. Kurzum, nach jenem Tag war im Golf nichts mehr, wie es vorher gewesen war.

Es war vor allem die Art und Weise, wie der Tiger den Platz auseinandernahm und den Rest des Feldes als Beute verschlang. Mit seiner gewaltigen Schlaglänge, seiner Präzision auf den Fairways und auf den extrem schwierigen Augusta-Grüns hievte er das Spiel mit dem kleinen weißen Ball auf ein neues Niveau.

Jener emotionale und nervenstarke Auftritt von Tiger Woods in Augusta war für viele junge Golfer die ausschlaggebende Inspiration. "Ich war neun Jahre alt, als ich das sah. Das war für mich die ganz große Motivation", sagte der spätere Weltranglistenerste Jason Day. Damit stand der Australier nicht alleine da.

Woods hatte den Sport verändert, wurde zum Topverdiener des Weltsports. Die US-Tour feierte den Kalifornier als Heilsbringer, mit dem sich prächtig verdienen ließ. Die Fernsehverträge schossen in die Höhe, für Sponsoren und Turnierveranstalter brach ebenfalls ein neues Zeitalter an.

Wer Tiger Woods haben wollte, musste kräftig zahlen. Sein Startgeld betrug pro Turnier rund zwei Millionen Dollar, Nike rüstete den Superstar mit einem hochdekorierten Vertrag aus. Refinanzierung war kein Problem.

Woods sollte später noch viermal in Augusta gewinnen, dreimal vor und einmal nach seinen zahlreichen persönlichen Krisen. Mit seinem fünften Masters-Triumph 2019 setzte Woods wieder einmal ein Zeichen und untermauerte seine Ausnahmestellung. Und es ist noch nicht vorbei: Weitere denkwürdige Auftritte dürften folgen.

Quelle: 2020 Sport-Informations-Dienst, Köln
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