Harting nur Zuschauer, Jasinski peilt nächsten Diskus-Coup an

Harting nur Zuschauer, Jasinski peilt nächsten Diskus-Coup
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Harting nur Zuschauer, Jasinski peilt nächsten Diskus-Coup an

 © SID

Olympiasieger Christoph Harting ist nur Zuschauer, aber dafür plant der Rio-Dritte Daniel Jasinski (Wattenscheid) den nächsten Diskus-Coup.

Tokio (SID) -  "Ich bin bereit", sagte der 31-Jährige: "Mal schauen, was rauskommt." Jasinski, der vor fünf Jahren im Schatten von Harting überraschend Bronze gewonnen hat, gehört auch bei Olympia in Tokio wieder zu den insgesamt wenigen Medaillenanwärtern des deutschen Leichtathletik-Teams. 

Der Sportsoldat legt gleich am ersten Wettkampftag los, in der Nacht zu Freitag steht die Qualifikation (2.45 Uhr MESZ) für das große Finale (Samstag, 13.15 Uhr MESZ) an. "Ich denke, das einiges möglich ist", sagte Jasinski, der seine Bestleistung in diesem Jahr auf 67,47 m gesteigert hat und damit die Nummer acht der Meldeliste ist: "Physisch bin ich so stark wie nie und hoffe, dass ich das technisch auch umsetzen kann." 

So habe er etwa zwei Wiederholungen mit 195 Kilogramm im Bankdrücken geschafft, berichtete Jasinski. Als Topfavoriten gelten Weltmeister Daniel Stahl (71,40/Schweden) sowie der Newcomer Kristjan Ceh aus Slowenien (70,35). Harting hatte sich nicht für Tokio qualifizieren können. 

Neben Jasinski gehen auch Goldfavorit Johannes Vetter (Speer), Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo, Speerwerferin Christin Hussong und Hindernis-Ass Gesa Felicitas Krause sowie Zehnkämpfer Niklas Kaul mit realistischen Medaillenchancen an den Start.  

Der DLV-Vorstandsvorsitzende Idriss Gonschinska zitierte im Trainingslager in Miyazaki Box-Legende Muhammad Ali, um seinen Athleten noch einmal Mut zu machen. "Wenn mein Kopf es ausdenken kann, wenn mein Herz daran glauben kann, dann kann ich es auch erreichen", sagte Gonschinska. Und Chefbundestrainerin Annett Stein meinte: "Unser Ziel muss es sein, zu performen, wenn es darauf ankommt."

Die deutschen Leichtathleten hoffen natürlich, in Tokio besser abzuschneiden als 2016 in Rio, als neben Harting und Jasinski noch Thomas Röhler (Speer) Gold gewann. 2012 gab es insgesamt acht Mal Edelmetall für die DLV-Asse, vier Jahre zuvor in Peking nur Silber durch Christina Obergföll (Speer).

Quelle: 2021 Sport-Informations-Dienst, Köln
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