Fragen und Antworten zur 105. Tour de France

Fragen und Antworten zur 105. Tour de France
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Fragen und Antworten zur 105. Tour de France

 © SID

Am Samstag startet die 105. Tour de France mit einer 201 km langen Flachetappe in der Vendee. Hier gibt's Antworten auf die wichtigsten Fragen.

La Roche-sur-Yon (SID) - Was liegt an?

Am Samstag startet die 105. Tour de France. Der Startschuss erfolgt mit einer 201 km langen Flachetappe in der Vendee, an deren Ende ein Sprinter ins Gelbe Trikot fahren dürfte. 3351 km und 21 Etappen liegen vor den 176 Fahrern aus 22 Teams. Das wichtigste Radrennen der Welt endet am 29. Juli traditionell auf den Champs-Elysees in Paris.  

Was machen die deutschen Fahrer?

Elf Deutsche greifen ins Renngeschehen ein, fünf weniger als im Vorjahr, als der Grand Depart der Tour in Düsseldorf gastierte. Die Aussichten auf Etappensiege sind gut, mehr aber auch nicht. Andre Greipel und Marcel Kittel sind zwei der weltbesten Sprinter, am Samstag winkt ihnen sogar der Sprung ins Gelbe Trikot. Allerdings präsentierte sich das Duo im bisherigen Saisonverlauf nicht in Bestform. Auch Klassiker-Spezialist John Degenkolb hat Chancen auf Tageserfolge, Zeitfahr-Ass Tony Martin wird dagegen vor allem eine Helferrolle einnehmen. Das Profil des einzigen Einzelzeitfahrens kommt dem viermaligen Weltmeister nicht entgegen.

Wer sind die Favoriten?

Der Gesamtsieg führt auch in diesem Jahr wieder über Christopher Froome. Der Brite darf nach seinem Freispruch in der Asthmamittel-Affäre starten und peilt den historischen fünften Gesamtsieg in Frankreich an. Allerdings steckt dem Sky-Kapitän der Giro d'Italia in den Knochen, den er im Mai gewann. Die Konkurrenz wittert darin ihre Chance. Der Franzose Romain Bardet (AG2R La Mondiale), Ex-Tour-Sieger Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida), der Australier Richie Porte (BMC Racing Team), der Vorjahreszweite Rigoberto Uran (EF Education First-Drapac) und dessen kolumbianischer Landsmann Nairo Quintana (Movistar) zählen zu den härtesten Rivalen.

Welches sind die Höhepunkte der Tour 2018?

Der Kurs ist für alle Starter gleichermaßen herausfordernd. Im Kampf um den Gesamtsieg dürften fünf Etappen besonders einflussreich sein: Das Mannschaftszeitfahren am Montag um Cholet, die Kopfsteinpflasterpassagen auf dem Weg nach Roubaix, der legendäre Anstieg nach L'Alpe d'Huez, der 65 km lange Bergsprint in der Schlusswoche und das bergige Zeitfahren der vorletzten Etappe.

Was ist in diesem Jahr neu?

Das Regelwerk der Tour de France 2018 ist im Vergleich zum Vorjahr an manchen Stellen modifiziert worden. Die entscheidendste Änderung gab es bei der Teamgröße: Nur noch acht statt bisher neun Fahrer gehen in jeder der 22 Mannschaften an den Start, die Größe des Feldes reduziert sich entsprechend von 198 auf 176 Fahrer. Wieder eingeführt werden Zeitgutschriften von 3, 2 und 1 Sekunden bei den Zwischensprints der ersten neun Etappen - das Mannschaftszeitfahren ist ausgenommen.

Wo kann man die Tour de France im Fernsehen verfolgen?

Eurosport überträgt jede Etappe der Tour de France 2018 live und mit Start des internationalen Signals in voller Länge im Free-TV auf Eurosport 1 sowie im Livestream. Das Erste steigt zumeist am Nachmittag in die Live-Übertragung ein, auf sportschau.de und dem Sender One zeigt die ARD zudem das gesamte Rennen.

Was gibt es zu gewinnen?

Im Vergleich zu anderen Sportarten wie Tennis und Golf fallen die Preisgelder beim bedeutendste Radrennen der Welt relativ aus, für Radsport-Verhältnisse sind die finanziellen Anreize aber enorm. Wer in Paris im Gelben Trikot auf dem Podium steht, erhält eine Siegprämie von stolzen 500.000 Euro. Die Differenz zu den anderen Trikotwertungen ist gewaltig. Die Gewinner des Grünen und Gepunkteten Trikots müssen sich mit jeweils 25.000 Euro begnügen. Der beste Jungprofi im Weißen Trikot erhält 20.000 Euro. Ein Etappensieg bringt 11.000 Euro. 50.000 Euro gibt es für den Sieg in der Mannschaftswertung, 20.000 Euro erhält der kämpferischste Fahrer der gesamten Tour.

Wie ist die Lage in Sachen Doping?

Der Fall Christopher Froome war letztlich kein Dopingfall - so entschied der Weltverband UCI kurz vor der Tour. Der britische Titelverteidiger, der bei der Vuelta 2017 überhöhte Werte des Asthmamittels Salbutamol im Blut hatte, wurde nach quälend langem Verfahren vom Verdacht eines Vergehens freigesprochen. Aber gerade durch die Causa Froome steht die Tour in Sachen Doping nun besonders unter Beobachtung. (SID)

Quelle: 2018 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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