Kühn nach Blackout: "Ich war mental am Ende"

Kühn nach Blackout: "Ich war mental am Ende"
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Kühn nach Blackout: "Ich war mental am Ende"

 © SID

Biathlet Johannes Kühn hat die viel kritisierte Aufgabe nach seinem Sprint-Blackout erstmals öffentlich erklärt.

München (SID) - "Ich war mental am Ende. Ich war extrem enttäuscht und verärgert über meine miserable Leistung", sagte der 29-Jährige der Passauer Neuen Presse. Er habe Probleme mit der Scheibenhöhe gehabt, dadurch sei eine Trefferverlagerung nach oben entstanden.

Kühn hatte beim Weltcup-Sprint in Nove Mesto am Samstag im Stehendanschlag alle fünf Scheiben verfehlt und war danach frustriert ausgestiegen. Beim zweiten Teil des Weltcups in Tschechien darf sich Kühn ab Donnerstag rehabilitieren. Er und auch Roman Rees "können zeigen, dass sie mehr können. Das können sie in der kommenden Woche unter Beweis stellen", sagte Bundestrainer Mark Kirchner.

Kühn war für seinen Ausstieg kritisiert worden. "Es sind alles Vorbilder und es gehört einfach dazu, dass man weiterläuft, wenn man nicht schwer verletzt ist. Man läuft ins Ziel, auch wenn es langsam ist", sagte ZDF-Experte Sven Fischer. Der ehemalige Weltklasse-Biathlet sprach von einer "Kurzschlusshandlung".

Bei den deutschen Männern kehrt beim vorletzten Weltcup des Winters Philipp Horn für Philipp Nawrath ins Aufgebot zurück. Bei den Frauen ersetzt Anna Weidel Vanessa Voigt, die in Nove Mesto ein durchwachsenes Weltcup-Debüt gab. Mit Denise Herrmann als Zweite der Verfolgung, Arnd Peiffer als Dritter im Sprint und der deutschen Männer-Staffel, die erstmals nach mehr als vier Jahren wieder gewonnen hatte, gelangen dem Deutschen Skiverband (DSV) bei Teil eins der Veranstaltung drei Podestplätze. - Das deutsche Aufgebot:

Frauen: Maren Hammerschmidt (Winterberg), Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Janina Hettich (Schönwald), Vanessa Hinz (Schliersee), Franziska Preuß (Haag), Anna Weidel (Kiefersfelden)

Männer: Benedikt Doll (Breitnau), Johannes Kühn (Reit im Winkl), Erik Lesser (Frankenhain), Philipp Horn (Frankenhain), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld), Roman Rees (Schauinsland)

Quelle: 2021 Sport-Informations-Dienst, Köln
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