Alieno Arcanum: E-Sportwagen mit 5.200-PS-Ansage

Alieno Arcanum: E-Sportwagen mit 5.200-PS-Ansage
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Alieno Arcanum: E-Sportwagen mit 5.200-PS-Ansage

© Alienohypercars

Vier Leistungsstufen, bis zu 24 Motoren und bis zu 5.200 PS: Der bulgarische Hypersportwagen wurde bereits 2018 angekündigt. Jetzt liefern die Macher weitere Infos zum ultimativen Elektrorenner.

Hypersportwagen mit Elektroantrieb und gigantischen Leistungsdaten ploppen beinahe täglich aus dem Automobil-Dschungel hervor. Der Alieno Arcanum sticht aber auch unter diesen Superlativen noch klar hervor. Der Elektro-Sportwagen aus Bulgarien soll es auf bis zu 5.221 PS bringen und dazu bis zu 24 Elektromotoren einspannen. Den ersten Aufschlag hatten die Bulgaren bereits 2018 gemacht; jetzt gibt es neue Lebenszeichen.

Mindestens 2.610 PS, maximal 24 Motoren

Optisch wirkt der 5,24 Meter lange, knapp 2,18 Meter breite und nur rund 1,20 Meter hohe Alieno Arcanum wie ein mit vielen Spoilern und Luftleitelementen gedopter Lamborghini Aventador – kein Wunder, steckt doch das Wort Alien (italiensich: Alieno) im Markennamen der Bulgaren. Obligatorisch sind da auch die Schmetterlingstüren. Beim Antriebskonzept gehen die Bulgaren aber eigene Wege. Vier Antriebsversionen sind verfügbar, die sich jeweils aus mehreren Radnabenmotoren zusammensetzen. Drei pro Rad sind es in der Basis, dann wird gesteigert auf 4, 5 oder sechs – bis sich beim Topmodell eben 24 davon versammeln.

Der Nomenklatur RP2, RP3, RP4 und RP5 folgend steht die Zahl jeweils für die PS-Angabe in Tausend – wobei die echte Leistung jeweils höher liegt. RP2 kommt auf 2.610 PS, RP3 auf 3.481 PS, RP4 auf 4.351 PS und RP5 schließlich auf 5.221 PS. Das maximale Drehmoment klettert analog: 4.440 Nm, 5.920 Nm, 7.400 Nm und 8.880 Nm. Bei der Höchstgeschwindigkeit lautet die Angabe unisono über 488 km/h. Jedes Modell ist zudem in einer Race-, einer Track- oder einer Straßenvariante zu haben.

Das Chassis besteht aus Kevlar, Karbon und Aluminium in Verbundbauweise. Die Karosserie entsteht – wie auch nahezu alle Interieur-Strukturen – aus einem Kevlar-Karbonmix. Für optimalen Abtrieb unter allen Fahrbedingungen sorgen aktive Aero-Elemente in Form von Flügeln, Luftklappen und Unterbodenelementen.

Über 1.000 km Reichweite und bis zu 2.700 kW-Ladeleistung

Superkondensatoren und Graphen-Batterie bilden die Basis für die Energiespeicherung. Die kleinste Einheit kommt auf eine Kapazität von 60 kWh, die mittlere auf 120 kWh, das große Paket bündelt 180 kWh. Die Reichweiten-Angaben liegen bei 340, 680 und 1.020 Kilometer. Hyper wie das ganze Auto sind auch die Ladeoptionen. Wer eine Quelle mit 2.700 kW Leistung findet, hat in nur knapp drei Minuten die Energiespeicher wieder zu 80 Prozent gefüllt. Wer sich mit nur 350 kW-Ladeleistung zufrieden geben muss, muss zwischen acht und 14 Minuten ausharren. Ach ja, der bordeigene Lader schafft nur 22 kW – Ladezeiten hierzu gibt es nicht.

Die Batteriepakete schlagen auch voll auf das Gewicht durch. Die Kombination aus kleinstem Antrieb plus kleinste Batterie liegt bei knapp 1,6 Tonnen. Mit dem dicksten Antrieb und der größten Batterie wird der Alieno Arcanum zum 2,9-Tonnen-Geschoss.

Hinter den vorn 20 und hinten 21 Zoll großen Karbon-Felgen stecken Karbon-Keramik-Stopper mit Zehnkolben-Zangen und vier Zentimeter starken sowie 440 Millimeter im Durchmesser messenden Scheiben.

Bildschirme, Bildschirme, Bildschirme

Im Innenraum erwartet die Piloten eine in Alcantara und Leder gehüllte Display-Landschaft. Wo andere Autos Applikationen tragen, besitzt der Arcanum Touchscreens – also quasi überall. Viele Funktionen lassen sich auch per Sprache steuern. Die Ambientebeleuchtung illuminieren variabel einstellbare LEDs. Wer mehr als zwei Cupholder benötigt, kann auf vier aufstocken. Auf Wunsch auch beheizt oder gekühlt.

Auf den Geschmack gekommen? Bestellbar ist der Alieno Arcanum bereits seit geraumer Zeit. Die Wartezeit auf das Hypercar beträgt ab Bestelldatum und je nach Version zwischen 18 und 30 Monate. Zeit genug, um zwischen 750.000 und 1,5 Millionen Euro anzusparen. Wobei. Wenn Sie für solche Beträge sparen müssen, gehören Sie vermutlich sowieso nicht zur Zielgruppe des bulgarischen Sportwagenherstellers.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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