Hyper-Limo von Staubsaugerhersteller
Mit dem Kosmera Nebula 1 betritt ein neuer Spieler das Elektro-Hypercar-Terrain. Hinter dem Projekt steht ein chinesischer Staubsaugerroboter-Hersteller.
Der chinesische Elektronikkonzern Dreame Tech ist international vor allem durch seine Staubsaugerroboter und Smart-Home-Elektrogeräte bekannt. Jetzt wagt sich das Unternehmen in den Automobilbereich. Nach diversen Teasern im Vorfeld der Elektronikmesse CES in Las Vegas wurde jetzt in der Spielermetropole das Tuch von einem ersten Prototyp gezogen.
Der Nebula 1, der unter dem neuen Dreame-Markenlabel Kosmera antritt, ist ein viertüriges Elektromodell, das im Zuschnitt eher einem Hypercar, denn einer Limousine entspricht. Offizielle Informationen zum Nebula 1 gibt es kaum.
Viertüriges Hypercar
Beim Chassis mixen die Chinesen Strukturen aus dem 3D-Drucker mit einem Carbon-Monocoque. Die Federelemente setzen auf Linearmotoren, was ein aktives Fahrwerk mit extrem breiter Spreizung verspricht.
Die komplett aus Kohlefaserlaminat geformte Karosserie duckt sich tief auf die Straße. Die Silhouette entspricht bis auf den für die viertürige Konfiguration obligatorischen, etwas längeren Radstand der eines Supersportwagens. Auch die Aeroanbauteile, die aktiv ausgelegt sein sollen, könnten direkt von einem solchen stammen. An den Seiten fallen die großen Sechs-Speichen-Räder und die leuchtend gelben Bremssättel ins Auge. Türgriffe sucht man am Prototyp vergeblich. Das Heck zeichnet sich durch durchgehende Rückleuchten, einen großen feststehenden Flügel und einen markanten Diffusor aus.
Blicke in den Innenraum gewährt die CES-Studie nicht. Dreame spricht aber von Steer-by-Wire-Lenkung, einem KI-gestützten Fahrertraining sowie Augmented-Reality-Head-up-Displays.
E-Antrieb mit 1.900 PS
Der rein elektrische Antrieb setzt auf vier Elektromotoren – einer je Rad – mit einer Gesamtleistung von 1.399 kW (rund 1.900 PS). Der Allradler soll damit in unter zwei Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen.
Kommen könnte der Nebula 1 als Serienversion bereits 2027 – so lautet zumindest die aktuelle Dreame-Planung.
