WLAN-Eindringlinge finden und aussperren
Eindringlinge im WLAN identifizieren und aussperren
An mancher Netzstörung oder Verlangsamung des Internets sind möglicherweise Spione oder Eindringlinge schuld. Mit diesen Tipps entdeckst und entfernst Du sie.
Haushalte entwickeln sich immer mehr zu einem Netzwerk aus miteinander kommunizierenden Geräten. Selbst die Kaffeemaschine ist mittlerweile Teil des WLAN-Netzes. Eindringlinge fallen hier nicht so schnell auf. Nervig wird es allerdings, wenn die Geräte plötzlich langsamer reagieren. Internetfunktionen laufen nur noch im Schneckentempo, manche versagen sogar den Dienst. Spätestens dann solltest Du überprüfen, ob sich Unbefugte Zugang zum Heimnetz verschafft haben. Es gibt ein paar einfache Tricks, mit denen Du herausfinden kannst, ob sich Eindringlinge in Dein Heimnetzwerk eingeschlichen haben.
Eindringlinge im WLAN identifizieren und aussperren
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So machen sich Eindringlinge verdächtig
Das heimische WLAN-Netz sollte so gut gesichert werden wie der eigene Rechner oder Laptop. Eindringlinge verlangsamen nicht nur das heimische Netz, im schlimmsten Falle stehlen sie sogar sensible, private Dateien oder schleusen Malware ein. Zudem kannst Du für die Vergehen, die ein fremder Nutzer mit Deinen Geräten verübt, haftbar gemacht werden. Bei illegalen Downloads machst Du Dich ebenfalls als Anschlussinhaber strafbar. Aus diesen Gründen solltest Du Dein Heimnetz immer gegen Eindringlinge absichern.
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Eindringlinge erkennst Du unter anderem an einer gedrosselten Geschwindigkeit, etwa bei langsam ladenden Streams oder Videos. Sprunghafte Geschwindigkeitseinbußen können immer wieder auftreten, bei dauerhaften Verlangsamungen solltest Du aber misstrauisch werden. Neue und unbekannte Geräte im Heimnetz sind ein sicheres Zeichen. Wenn Geräte sich plötzlich anschalten, könnte das ebenfalls auf einen Eindringling hinweisen. Eine hohe Auslastung des Routers, welche sich nicht durch die Bewohner des Haushalts erklären lässt, könnte auf die Nutzung durch Fremde zurückzuführen sein.
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Eindringlinge identifizieren
Am schnellsten identifizierst Du Eindringlinge anhand der Benutzeroberfläche Deines Routers. Diese rufst Du auf, indem Du den Browser eines Geräts im Netzwerk öffnest und hier die Adresse des Routers eingibst. Bei vielen Geräten wäre das 192.168.0.1 oder 192.168.1.1. Bei einem AVM-Router reicht dafür die Eingabe von fritz.box aus. Im Anschluss gibst Du das Passwort des Routers ein. Das findest Du auf der Unterseite des Routers, es sei denn, Du hast ein eigenes Passwort vergeben.
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Dann suchst Du die Option „Heimnetz“, gefolgt von „angeschlossene Geräte“ oder „Übersicht“. Diese Option sollte alle Geräte im Netzwerk anzeigen, zusammen mit den Namen, den IP-Adressen sowie den MAC-Adressen. Bei Letzterem handelt es sich um eine eindeutige Geräteerkennung. Notiere Dir am besten, welche Geräte hier angeschlossen sind.
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Eindringlinge aussperren
Sollte sich innerhalb des Netzwerks ein verdächtiges Gerät befinden, dann gehe zunächst die Geräte in Deinem Haushalt durch. Manchmal versteckt sich hinter dem merkwürdigen oder unbekannten Namen nur eine smarte Steckdose, die Du vergessen hast. Zweifel lassen sich dadurch ausräumen, indem Du Geräte vom Netzwerk trennst und dann die aufgelisteten Teilnehmer überprüfst.
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Im Router kannst Du Geräte für das Netzwerk sperren und ihnen dauerhaft den Zutritt verweigern. Wo Du sie im Router findest, ist je nach Hersteller unterschiedlich. In der Fritzbox findest Du die Funktion in „Netzwerk“, dann in „Zugangsprofil“. Andere Hersteller bieten diese Option häufig über die „MAC-Filter“ oder über „Kindersicherung“.
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Auf jeden Fall solltest Du im Anschluss das Passwort zum Heimnetzwerk ändern. Auch bei einem bloßen Verdacht solltest Du auf Nummer sicher gehen. Nur vertrauenswürdige Personen des Haushalts und gut gesicherte Geräte sollten das neue Passwort bekommen. WPA2- und WPA3-Verschlüsselung sollte standardmäßig aktiviert sein. Das Passwort sollte mindestens 12 bis 16 Zeichen aufweisen, darunter auch Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen. Wenn Du immer noch das Hersteller-Passwort verwendest, dann ändere es sofort. Um die Übersicht zu behalten und die Passwörter effektiv zu schützen, bietet sich der Einsatz eines Passwortmanagers an.
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Heimnetzwerk effektiv überwachen
Verschiedene zusätzliche Tools und Anwendungen helfen bei der Überwachung des Heimnetzwerks. Das Öffnen der Router-Benutzeroberfläche ist dann nur im Ernstfall notwendig. Zu den nützlichen Tools zählt unter anderem WiFiman für Adroid- und iOS-Smartphones. Diese App überwacht die Geräte im Netz und liefert ebenfalls Daten zur Signalqualität. Fing lässt sich ebenfalls auf dem Smartphone nutzen. Das Tool listet Geräte mit Namen, Hersteller, IP- und MAC-Adressen auf.
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Wenn Du professionelle Funktionen bevorzugst, dann bietet sich Wireshark für PC und Mac an. Darüber hinaus stellen Hersteller ihre eigenen Anwendungen zur Verfügung. Bei AVM wäre das AVM Fritz, für TP-Link die gleichnamige App und bei Asus nennt sie sich ASUS Router.
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Zusammenfassung: Das Heimnetz effektiv schützen
Dauerhafte Geschwindigkeitseinbußen lassen schnell den Verdacht aufkommen, es befände sich ein Eindringling im Netzwerk. Mit der Router-Benutzeroberfläche lassen sich die Netzwerke nicht nur überprüfen, Du kannst hier auch Eindringlinge aussperren. Die Integrität des Netzwerks solltest Du nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn Unbefugte können schwere Schäden anrichten.