Individualisierung von Faab Fabricauto und Citroën: Gefährlich viel Spielraum, mon Ami

Individualisierung von Faab Fabricauto und Citroën: Gefährlich
viel Spielraum, mon Ami
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Individualisierung von Faab Fabricauto und Citroën: Gefährlich viel Spielraum, mon Ami

© Citroën / Faab Fabricauto / Patrick Lang

Citroën bietet in Kooperation mit Faab Fabricauto Individualisierungen für den kleinen Ami an. Es gibt Design-Vorlagen, aber man kann als Kunde auch selbst ran.

Viele Hersteller haben längst erkannt: Einige Kombinationen aus Farben und Ausstattung sollten nicht angeboten werden. Knallroter Lack zum blauen Interieur? Bitte nicht. Doch ohnehin scheint der Farbfächer für viele Neuwagen aktuell nur noch sehr wenige Blätter zu haben. Die meisten angebotenen Töne bewegen sich in der wenig farbenfrohen Region mannigfaltiger Grau-Abstufungen. Frei nach dem Motto "Und führe mich nicht in Versuchung". Citroën ist da weniger bibeltreu und hat sich einen Kooperationspartner an Bord geholt, mit dem die Kunden bei Bedarf komplett eskalieren dürfen.

Komplettprogramm möglich

Bei Faab Fabricauto kann man sich als Käufer des kleinen Elektroflitzers Ami entweder eine von sieben Designvorlagen aussuchen, oder ein eigenes Design erstellen. Letzteres lässt sich dann mehr oder weniger dramatisch applizieren. Für 619 Euro gibt es das volle Programm: Was auch immer der Kunde aufgedruckt haben möchte, erstreckt sich über das Dach, beide Türen, die Schweller und die Front. Es lassen sich aber auch einzelne Sektionen zur Verschönerung buchen.

Da wir mittlerweile im Zeitalter der Internet-Memes leben, kann man sich vorstellen, wie es in Frankreich (dort gibt es den Citroën Ami zu kaufen) bald aussehen könnte. Überall Grumpy Cats, Rage Faces, Doges, Depressed Harolds, Overly Attached Girlfriends und Nyan Cats – großflächig auf kleine E-Autos gedruckt. Worauf wir hinauswollen: Viel Spielraum bietet eben auch viel Potenzial für wirklich schlimme Kreationen – und auch wenn man es heutzutage leicht glauben kann: Nicht jeder ist wirklich ein Designer, nur weil er schonmal einen Filter über ein Handyfoto gelegt hat. Am Ende ist es aber vor allem im Interesse des Herstellers selbst, dass die eigenen Produkte nicht verschandelt durch die Weltgeschichte gondeln. Ob Citroën da noch eine Kontrollinstanz eingebaut hat? Wir halten beim nächsten Frankreich-Besuch mal die Augen offen.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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