Skoda Enyaq iV (2021): Elektro-Skoda auch im Sportline-Outfit

Skoda Enyaq iV (2021): Elektro-Skoda auch im
Sportline-Outfit
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Skoda Enyaq iV (2021): Elektro-Skoda auch im Sportline-Outfit

© Skoda Auto Deutschland GmbH

Skodas neues Familien-E-Auto kommt im Februar 2021 zu den Händlern. Etwas später folgt die Dynamik-Version mit Sportfahrwerk, großen Rädern und speziellen Design-Elementen innen und außen.

Beim Kampf ums erste raumfunktionale Elektroauto im VW-Konzern hat Skoda die Nase vorne. Anders als sein Technik-Zwilling VW ID.4 will der Skoda aber kein Kompakt-SUV sein, sondern wirkt eher wie die elektrifizierte Version des Skoda Octavia Scout. Eine Art Crossover-Kombi. Dazu passt auch, dass dem Enyaq die eckigen Radhäuser fehlen, die formal alle Skoda-SUV charakterisieren. Lediglich das "Q" im Namen weist noch auf eine gewisse SUV-Verwandtschaft hin. Die große Heckklappe mit dem tief platzierten Kennzeichen und die Dachreling verstärken den Kombi-Look. Den Rest besorgt der extrem große Dachkantenspoiler, der wichtige Zehntel bei der Aerodynamik ( cW-Wert 0,27) bringt, gleichzeitig aber auch den Eindruck erweckt, der Enyaq hätte eine relativ flache Heckscheibe. Hat er aber gar nicht.

Nur wenig kürzer als ein Kodiaq

Wie alle Elektro-Modelle aus dem VW-Konzern, die in den nächsten Monaten an den Start gehen, basiert auch der Enyaq auf dem Modularen Elektro-Baukasten MEB. Der trägt die Batterie zwischen den Rädern und ermöglich sehr geräumige Innenräume. Abgesehen von der Kopffreiheit versprechen sie bei Skoda für den Enyaq ein sehr großzügiges Raumgefühl. Mit einer Länge von 4,65 Metern sortiert sich der Großraum-Stromer knapp hinter dem Skoda Kodiaq (4,69 Meter) und dem ebenfalls 4,69 Meter langen Octavia Kombi ein. Der Name leitet sich übrigens vom irischen Wort "enya" ab und steht für "Quelle des Lebens".

Founders Edition und vRS kommt später

Zum Produktionsstart Anfang Oktober stehen zunächst die regulär bestellbaren Modelle im Fokus. Die sollen dann ab Februar 2021 aus Mlada Boleslav zu den Händlern kommen. Die auf 1.895 Fahrzeuge limitierte Founders Edition, die auf das Skoda-Gründungsjahr (1895) verweist, wird später ausgeliefert, aber auf jeden Fall noch 2021, verspricht Skoda. Die Fahrzeuge der Founders Edition sind als Enyaq 60 iV und als Enyaq 80 iV mit den 21-Zoll-Leichtmetallrädern Aquarius sowie in den Metallic-Farbtönen Black-Magic und Arctic-Silber erhältlich. Sie verfügen serienmäßig über den spektakulär beleuchteten LED-Kühler, der bei Skoda offiziell "Crystal Face" heißt, sowie eine sportlich gestaltete und lackierte Front- und Heckschürze. Im Innenraum gibt's Dekorleisten in Klavierlack und eine zweifarbige Instrumententafel. Die Sitze sind mit braunem oder schwarzen Leder bezogen. Ebenfalls noch etwas Geduld brauchen sportlich orientierte E-Fahrer. Der erst bei 180 km/h eingebremste (sonst 160 km/h) Enyaq vRS iV kommt frühestens Ende 2021.

Bis dahin lässt sich die Zeit mit einem Enyaq iV in der Sportline-Ausstattung überbrücken. Diese Modellversion verfügt ab Werk über ein Sportfahrwerk, das den Elektro-Skoda vorne um 15 und hinten um zehn Millimeter tieferlegt. Zu erkennen gibt sich die Sportline-Version durch ihre speziell gestaltete Frontschürze, Seitenschweller in Wagenfarbe und Sportline-Embleme an den vorderen Kotflügeln. Hinzu kommen glanzschwarze Design-Merkmale an Frontgrill, Fensterrahmen, Dachreling und Diffusor. Auch der Marken-Schriftzug und die Plaketten an der Heckklappe erscheinen in der dunkelsten aller Farben. Glanzgedrehte Leichtmetallräder im 20- oder 21-Zoll-Format sowie aufpreisfreie Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer runden die Neugestaltung des Exterieurs ab.

Insgesamt wird es den Enyaq mit drei Akkugrößen und fünf Leistungsstufen von 109 bis 225 kW, sowie Heck- oder Allradantrieb geben. In der Kombination mit dem größten Akku verspricht Skoda eine WLTP-Reichweite von bis zu 510 Kilometern. Die Anhängelast liegt bei bis zu 1.400 Kilo. Statt klassischer Ausstattungslinien gibt es beim Enyaq so genannte " Design Selections", die für ein fix und fertig konfiguriertes Interieur stehen, Die individuelle Konfiguration des restlichen Fahrzeugs soll damit deutlich schneller gehen. Neben Paketen für zehn Themenbereiche sind aber auch einige Einzeloptionen verfügbar, die für alle Varianten zur Verfügung stehen.

Was fehlt, kann digital nachbestellt werden

Die Einrichtung des Enyaq verzichtet auf allzu viele Effekte. Manuelle Instrumente gibt es nicht mehr, vor dem Lenkrad befindet sich ein 5,3 Zoll großes Display, über das sich Geschwindigkeit, Fahrdaten, Navigation und Assistenzsysteme im Blick behalten lassen. Das Armaturenbrett wird vom Lenkrad und dem 13 Zoll großen Touchscreen dominiert. Wer die Basis-Version 60 mit dem kleinen Akku ordert, blickt allerdings nur ein Zehn-Zoll-Display. Egal ob großes oder kleines Display: Die Navigations-Option kostet für alle Modelle (außer Founders Edition) Aufpreis. Allerdings ist es kein Problem, den digitalen Pfadfinder nachträglich (kostenpflichtig) freischalten zu lassen. Da das Betriebssystem des Enyaq auf der ersten Version des neuen VW-Betriebssystems (VW OS) aufbaut, das auch im VW ID.3 zum Einsatz kommt, sind Over-the-Air-Updates kein Problem.

Das gilt natürlich auch für die Sportline-Version, die mit einer eigenen "Design Selection" aufwartet. Die schwarzen Sportsitze mit integrierten Kopfstützen tragen einen schwarzen Mikrofaser-Überzug und verfügen über graue Keder, die sich ebenso an den Fußmatten wiederfinden. Das Leder-Multifunktions-Sportlenkrad mit drei Speichen präsentiert einen Sportline-Schriftzug im unteren Bereich. Zusätzlich erhalten die Pedale Abdeckungen in Aluminiumoptik und trägt der Skoda Enyaq Sportline iV Schwarz im Bereich des Dachhimmels und des Armaturenbretts, das einen Überzug aus grauem Synthetik-Leder samt grauer Kontrastnähte aufweist. Dekorleisten in Karbon-Optik gibt es hier ebenso wie in den Türverkleidungen.

Eiskratzer muss sein

Natürlich kommt auch der Enyaq mit jeder Menge "Simply Clever"-Details, die inzwischen zu jedem Skoda dazugehören. So lassen sich in der Ablagebox in der Mittelkonsole gleich zwei Smartphones gleichzeitig laden, in den Sitztaschen der Vordersitze finden die Font-Passagiere eigene Ablagetäschchen für Mobiltelefone. Der obligatorische Eiskratzer wandert beim Enyaq in den Rahmen der Heckklappe, in den beiden vorderen Türen sind jeweils ein Regenschirm und ein kleiner Besen verstaut, mit dem sich Schnee oder Laub vom Auto kehren lässt. Zwei Gimmicks sind neu, weil speziell für Elektroautos erdacht: Eine Gummiabdeckung, mit der sich der Lade-Anschluss beim Laden vor Eis und Regen schützen lässt und ein kleines Gummi-Döschen mit innenliegenden Schwämmchen, mit dessen Hilfe sich schmutzige Ladekabel säubern lassen. Alles natürlich ordentlich verstaut im doppelten Ladeboden. Nichts soll die Nutzbarkeit des 585 Liter großen Kofferraums schmälern.

Basis ab 33.800 Euro

Serienmäßig ist der Enyaq iV mit LED-Scheinwerfern und -Heckleuchten ausgerüstet, optional sind Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer und Voll-LED-Heckleuchten erhältlich.Die Basisversion ist bis 50 kW Schnellladefähig. Die größeren Batterien schaffen 125 kW. Serienmäßig ist ein Einphasen-Lader (bis zu 3,7 kW) an Bord. Die Dreiphasen-Option kostet Aufpreis. Thema Preise: da hält Skoda sich noch bedeckt. Was die Founders Edition kostet, ist noch nicht bekannt. Lediglich der Preis der Basis-Version steht schon fest: 33.800 Euro. Damit rückt der Enyaq, abzüglich der E-Auto-Kaufprämie, ins attraktive 25.000-Euro-Segment. Die Basisausstattung des Enyaq 50 iV bietet unter anderem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein Multifunktions-Lederlenkrad, Keyless-Go, digitalen DAB-Radioempfang, Apple Carplay und Android Auto, sowie LED-Scheinwerfer.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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