DTM-Testfahrten am Nürburgring: Kubica muss lernen

Die DTM ist zurück. Am Nürburgring testet die Tourenwagenserie
für vier Tage. Hier bekommt Mike Rockenfeller in seinem Audi RS 5
die Freigabe.
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Die DTM ist zurück. Am Nürburgring testet die Tourenwagenserie für vier Tage. Hier bekommt Mike Rockenfeller in seinem Audi RS 5 die Freigabe.

© Audi

Die DTM ist nach einer monatelangen Pause zurück auf der Rennstrecke. Audi und BMW bereiten auf dem Nürburgring ihre Autos für die kommende Saison vor. Wir zeigen die Bilder.

Es ist geschafft. Die DTM ist nach einer langen Pause zurück auf der Rennstrecke. Am gestrigen Montag (8.6.2020) starteten die offiziellen Testfahrten vor dem geplanten Saisonauftakt im August. Acht Fahrer legten zusammen 1.379 Runden zurück. Was auf der Kurzanbindung des Nürburgrings einer Distanz von mehr als 5.000 Kilometern entspricht.

Die Beteiligten zeigten sich erleichtert. Endlich dürfen Fahrer, Mechaniker und Ingenieure wieder ihrer gewohnten Arbeit im gewohnten Umfeld nachgehen. Die Turbomotoren lärmen wieder. Da kann man auch mit den Einschränkungen leben, die aufgrund der Corona-Krise gemacht werden müssen.

Eigentlich hätten die Testfahrten bereits im März steigen sollen. Doch dann kam die Pandemie. Die DTM hat in der Rennpause ein strenges Infektionsschutzgesetz erarbeitet, das neben Abstands- und Hygieneregeln auch eine reduzierte Personenanzahl an der Rennstrecke vorsieht. Alle Beteiligten werden täglich auf mögliche Krankheitssymptome getestet. So werden Gefahren minimiert. Die neue Realität sieht das Tragen eines Mundschutzes vor. In der Garage, an der Boxenmauer und in der Boxengasse. Die Beteiligten werden sich daran gewöhnen.

Eng mit Bestzeit, Kubica Letzter

Zu Beginn der viertägigen Testfahrten spielte das Wetter mit. Audi-Pilot Robin Frijns sprach von einer Rennstrecke in "Top-Zustand". So spulten die Fahrer nicht nur viele, sondern auch schnelle Runden ab. Die Bestzeit am ersten Tag sicherte sich BMW-Pilot Philipp Eng in 1:19.204 Minuten. Das ist mehr als vier Zehntelsekunden schneller als Champion René Rast bei seiner Pole-Position im ersten Lauf im Vorjahr.

Den neunten und letzten Platz belegte Robert Kubica. Der Pole, der sich mit seinem BMW M4 DTM und den Abläufen noch vertraut machen muss, war 1,3 Sekunden langsamer als die Spitze. Die Zeiten sind wie üblich bei Tests mit Vorsicht zu genießen. Neben Eng und Kubica waren am ersten Testtag ansonsten Robin Frijns (Audi), Ferdinand von Habsburg (Audi), Mike Rockenfeller (Audi), René Rast (Audi), Sheldon van der Linde (BMW), Marco Wittmann (BMW) und Fabio Scherer (Audi) im Einsatz.

Die beiden Hersteller und ihre Einsatzteams müssen an den vier Testtagen ein großes Programm bewältigen. Im Vorfeld hatten Audi und BMW bereits dutzende Simulationen durchgeführt. Jetzt gilt es, Simulation und Realität abzugleichen. Federn, Dämpfer, Spur, Sturz gehören zu den Fahrwerksoptionen, die überprüft werden.

Dazu widmen sich Fahrer und Teams dem Verhalten der Hankook-Reifen, experimentieren mit Reifendrücken, schauen nach der passenden Getriebeübersetzung, kümmern sich um Turbomotor, Elektronik und Aerodynamik.

Im letzten Punkt gibt es eine größere Änderung. Die Heckflügelhalterungen sind sichtbar gewachsen. Die DTM setzt 2020 ein sogenanntes HYLO-Device ein – "High Yaw Lift off". Die größere Oberfläche und das stärkere Profil der Flügelhalterung soll beim Ausbrechen des Autos einen größeren Rückstelleffekt erzeugen. Abhebe-Effekte bei Drehern mit sehr hoher Geschwindigkeit und die damit verbundene Möglichkeit für Unfälle sollen verringert werden.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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