10 unterschätzte Reiseziele in Deutschland: Geheimtipps für Wohnmobil-Touren fern vom Trubel

Natur pur, Seen ohne Ende und sehenswerte Städte: Die Oberpfalz
in Bayern gehört zu den unterschätzten Reisezielen in
Deutschland.
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Natur pur, Seen ohne Ende und sehenswerte Städte: Die Oberpfalz in Bayern gehört zu den unterschätzten Reisezielen in Deutschland.

© Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald/Thomas Kujat

Der Urlaub im eigenen Land ist dieses Jahr so beliebt wie nie – das merkt man auch in den Alpen und an Nord- und Ostsee. Um Orte voller Touristen zu vermeiden, hat promobil 10 Geheimtipps für den Wohnmobil-Urlaub in Deutschland gesammelt.

Deutschland ist bei Reisemobilisten und Campern schon lange im Kommen. Es gibt viele Orte, die sehr beliebt sind und eine gute Tourismus- und Stellplatz-Infrastruktur haben – auch fernab der 0815-Ziele. Wir zeigenen einige Regionen, die unserer Meinung nach stark unterschätzt sind. Unsere 10 "Geheimtipps" als Inspiration für die nächste Wohnmobil-Tour:

1. Oberpfalz, Bayern

Bayern ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland, was aktuell besonders in der Alpenregion zu spüren ist. Deutlich ruhiger geht es hingegen in der Oberpfalz zu: Die Region an der Grenze zur Tschechischen Republik hat nicht nur Natur, Seen und Wälder zu bieten, sondern beeindruckt auch mit historischen Städten.

Dabei spielt Regensburg eine zentrale Rolle: Die Stadt an der Donau kann nicht nur mit geschichtsträchtigen Bauwerken wie dem St. Peters Dom punkten, sondern auch mit mediterranem Ambiente im Sommer. Auf der berühmten Steinernen Brücke lassen sich die Straßenmusikanten nieder, in den Biergärten und auf den Plätzen wird gemütlich beisammengesessen und bei heißen Temperaturen lässt man sich in der Donau treiben.

Ein Hingucker etwas außerhalb von Regensburg, in Donaustauf, ist außerdem die Walhalla oberhalb der Donau. Dabei handelt es sich um einen klassizistischen Tempel, der als Gedächtnisort im 19. Jahrhundert errichtet wurde und sowohl innen als auch außen beeindruckt: walhalla-regensburg.de

Weitere Tipps für die Region rund um Regensburg und weitere Stellplätze gibt es hier.

2. Spreewald, Brandenburg

Gurken und Wasser: Das sind meist die ersten Worte, die beim Spreewald in den Sinn kommen. Doch die Region in Brandenburg ist viel mehr als das: Ein schier endloses Wasserlabyrinth, ein Paradies für Aktivurlauber und eine Kulisse wie aus einem Märchen. Mit seinem rund 1.500 Kilometer langen Fließnetz hat es der Spreewald zum UNESCO Biosphärenreservat geschafft, das Besucher direkt in seinen Bann zieht. Nirgendwo sonst lässt sich die Natur und Umgebung so gut auf einer Kanu- oder Bootstour kennenlernen.

Auch das Fahrradnetz ist hervorragend ausgebaut und ermöglicht eine ganz neue Perspektive auf die Fließen. Wer mehr über die Bewohner der Region erfahren will, besucht am besten die kleinen Städte vor Ort. Im geschäftigen Lübbenau entdeckt man eine neue Seite des Spreewaldes beispielsweise auf der große Kahnhafen Gurkenmeile, der Spreeinsel oder der Spreewald-Therme: www.spreewald-therme.de

Im Stadteil Lehde, das als "Lagunendorf des Spreewalds" bekannt ist, reist man im Freilandmuseum zurück ins 19. Jahrhundert.

Noch mehr gute Gründe für eine Wohnmobil-Reise in den Spreewald finden Sie hier.

3. Fischland-Darß-Zingst, Mecklenburg-Vorpommern

Selbst an der beliebten Ostsee gibt es noch ein Fleckchen Erde, was als wild und ursprünglich bezeichnet werden kann: die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gelegen, werden Gäste hier Zeugen von Hirschen am Strand, einer unendlichen Schar Kranichen in den Lüften und einzigartiger Natur zu Land und zu Wasser.

Der südlichste Teil der ehemaligen Inseln nennt sich Fischland. Die aufregende Natur aus zerklüftelten Steilufern und flachen Stränden wird vom künstlerischen Zentrum Ahrenshoop ergänzt, wo seit 2013 ein Kunstmuseum zu finden ist.

In Darß hingegen heißt das Motto Natur pur. Dort ist nicht nur die Prerower Bucht als einer der schönsten Strände Deutschlands zu finden, sondern auch der markante Leuchtturm am Darßer Ort, dessen Besichtugung sich mit dem Besuch des Meeresmuseums verbinden lässt: www.natureum-darss.de

Zingst hingegen überzeugt mit traditionellem Charme. Auf allen drei ehemaligen Inseln spürt man die maritime Vergangenheit mit vielfältigen Traditionen, wie Buddelschiffe oder die bunten Darßer Haustüren, die bis heute Bestand haben.

Noch mehr Informationen über die Halbinsel, Reise-Tipps und Stellplätze gibt es hier.

4. Lausitzer Seenland, Sachsen

Eine Region der besonderen Art ist das Lausitzer Seenland. Einst war das Gebiet alles andere als ein Touristenparadies: Früher wurde hier Braunkohle abgebaut. Seit dem Ende des Tagebaus entsteht ein künstlich angelegtes Seengebiet, das aktuell mehr als 30 Seen umfasst und in den nächsten Jahren zum größten künstlichen Wasserrevier Europas ausgebaut werden soll.

Langeweile kommt hier weder für Familien noch für Alleinreisende auf: Die Seen laden zum Angeln, Baden, Surfen, Segeln und auch Wasserwandern ein. Wer die Gegend gerne vom Wasser aus bestaunen will, kann auf einem der vielen Ausflugsschiffe mitfahren.

Auch Fahrradfahrer kommen voll auf ihre Kosten: Sie finden ein umfangreiches Radroutennetz mit Fern-, Themen- und Rundwegen vor. Doch die industrielle Vergangenheit soll nicht vergessen werden: Verschiedenste Routen und Originalschauplätze können besucht werden, unter anderem das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld: www.f60.de

Noch mehr Inspiration und Tipps für die Wohnmobil-Tour im Lausitzer Seenland finden Sie hier.

5. Ostfriesland, Niedersachsen

Die Nordsee als unterschätztes Reiseziel zu bezeichnen, mag wohl nicht ganz zutreffend sein. Doch am westlichsten Rand der deutschen Nordsee versteckt sich eine Region, die mehr Beachtung verdient hat: Ostfriesland. Hauptsächlich für den ostfriesischen Tee und Fischbrötchen bekannt, gibt es dort neben maritimer Atmosphäre, Wasser ohne Ende und Fischkuttern viel zu entdecken. Ein absolutes Highlight in der Nähe von Leer ist der Fluss Ledo mit seiner Pünte, einer der letzten von Hand gezogenen Wagenfähren.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Seehundestation Nationalpark-Haus Norddeich, wo verletzte oder verwaiste Seehunde und Kegelrobben vorübergehend aufgenommen werden. Im dazugehörigen Nationalparkhaus erfahren Besucher außerdem viel Interessantes über das Wattenmeer: www.seehundstation-norddeich.de

Nicht verpassen sollte man außerdem die deutsche Fehnroute, die besonders für Radfahrer ein Muss darstellt. Hinter dem Deich gibt es gerade und schiffbare Kanäle mit Klappbrücken zu entdecken. Diese werden meist von historischen Fehnhäusern und Windmühlen gesäumt.

Noch mehr Tipps für die Wohnmobil-Tour durch Ostfriesland gibt es hier.

6. Teutoburger Wald, Nordrhein-Westfalen

Als "Heilgarten Deutschlands" wird der geschichtsträchtige Teutoburger Wald in Ost-Westfalen-Lippe gerne bezeichnet. Das verwundert nicht, wenn man die vielen Heilbäder und Kurorte mit Mooren, Mineralen und Meeresbrise besucht.

Die Region in Nordrhein-Westfalen ist jedoch nicht nur für Wellnessfans geeignet, sondern auch für Naturliebhaber und Wanderer. Dabei sind natürlich auch die Externsteine als besondere Sehenswürdigkeit zu nennen. Dabei handelt es sich um 13 senkreich stehende Felsen, von denen fünf freistehen. Zwei der Steine können sogar über Treppenstufen begangen werden.

Auch sonst hat der Teutoburger Wald eine Vielzahl von Wanderzielen zu bieten. Der Rundwanderweg Niesetalweg führt über naturnahe Pfade. Als einer der beliebtesten Wanderwege in Deutschland sind auch die Hermannshöhen ein einmaliger Tipp: Der Eggeweg und Hermannsweg geben einen Einblick in die Region, kombiniert mit atemberaubenden Aussichten über den Wald.

Was der Teutoburger Wald sonst noch zu bieten hat und weitere Stellplätze finden Sie hier.

7. Nord-Schwarzwald, Baden-Württemberg

Im Schwarzwald in Baden-Württemberg wird jeder Urlauber fündig: Entspannte Kurorte, ein weitläufiger Nationalpark und actiongeladene Sehenswürdigkeiten ersticken Langeweile bereits im Keim. Besonders viel Abwechslung erlebt man dabei im Nord-Schwarzwald mit seinen Wäldern, Tälern, Hochmooren und Bergen. In den vielen Kurorten wird Entspannung groß geschrieben , unter anderem Bad Herrenalb, Bad Liebenzell, Bad Teinach oder Bad Wildbad. Dort gibt es Thermen mit eigenen Stellplätzen – perfekt für regnerische Tage.

Bei Sonnenschein lockt die Natur. Für Fahrrad- und E-Bike-Fahrer gibt es nicht nur eine Vielzahl an Wegen, sondern auch ein umfangreiches Netz an Werkstätten, Verleih- und Ladestationen. Wer die Natur aus der Vogelperspektive betrachten möchte, besucht am besten den Baumwipfelpfad oder die Hängebrücke Wildline in Bad Wildbad.

An heißen Tagen empfiehlt sich der Besuch der Schwarzenbach-Talsperre in Forbach. Der Stausee ist zwar kein ausgewiesener Badesee, der Sprung ins kalte Nass wird jedoch geduldet.

Im Schwarzwald gibt es noch viel mehr zu sehen. Zu den Highlights geht's hier.

8. Monschau in der Eifel, Nordrhein-Westfalen

Nahe der belgischen Grenze versteckt sich ein mittelalterliches Städtchen, das wie aus dem Märchenbuch wirkt: Monschau in der Eifel. Der historische Ort mit liebevoll erhaltenen Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflaster versetzt Besucher zurück in vergangene Zeiten.

Hoch über der Stadt thront die imposante Burg Monschau, in der Altstadt prägen prachtvolle Bürgerhäuser das Bild, allen voran das Rote Haus. Das Rote Haus stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde einst als Fabrikationsstätte für die Wolltuchproduktion genutzt. Heute ist das Bürgerhaus nicht nur ein Museum mit der Originalausstattung von vor 250 Jahren, sondern auch das Wahrzeichen Monschaus.

Doch nicht nur Monschau, sondern auch der nahegelegene Nationalpark Eifel lädt zum Erkunden ein. Die abwechslungsreiche Landschaft aus Vulkankegeln, Seen und Wald bietet für jeden etwas. Abkühlung verspricht außerdem der Rursee mitten im Nationalpark, der zum Baden, Angeln, Wasserwandern und zu Schiffsfahrten einlädt: www.monschauerland.de

Sehenswürdigkeiten, Freizeit-Tipps und Stellplätze für die Eifel finden Sie hier.

9. Zittauer Gebirge, Sachsen

An der sächsisch-böhmischen Grenze ist Deutschlands kleinstes Mittelgebirge zu finden: Das Zittauer Gebirge in der Oberlausitz. Südlich von Zittau und Löbau liegt das kleine Juwel, das von Sandsteinfelsen, Basaltkuppen vulkanischen Ursprungs und verschiedensten Wäldern geprägt wird. Durch die besonderen geologischen Bedingungen ist es ebenso ein Eldorado für Kletterer als auch für Wanderer. Dabei sind die beeindruckenden Sandsteingebilde, wie zum Beispiel der Töpfer, beliebte Wanderziele.

Auch die verschiedenen Orte in der Region sind nicht zu verachten: Die Barockstadt Zittau lockt mit einer liebevollen Altstadt und historischen Gebäuden, während in den Kurorten Jonsdorf und Ovbin alles im Zeichen der Entspannung steht. Die drei Orte können am einfachsten und spannendsten mit der Zittauer Schmalspurbahn besucht werden, die nacheinander in allen drei Städten hält: www.zittauer-schmalspurbahn.de

10. Feengrotte Saalfeld, Thüringen

Unser last-but-not-least Geheimtipp ist die einstige Residenzstadt Saalfeld. Sie zählt nicht nur zu den ältesten Städten Thüringens, sondern punktet mit vielen Sehenswürdigkeiten. Außerdem liegt sie am Thüringer Schiefergebirge, sodass Wanderungen, Stadtbesichtigungen und der Besuch der vielen Stauseen in der Umgebung ganz unkompliziert miteinander verbunden werden können.

Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit in Saalfeld ist die Feengrotte, auch als "Thüringens Wunder tief im Berg" bekannt. Das ehemalige Bergwerk kann heutzutage im Rahmen einer Führung besucht werden, die einen Einblick in die damaligen Bergbau, das Leben der Bergleute und die Entstehung der farbenfrohen Grotten gibt. Neben den Grotten in der Tiefe umfasst die Feengrotte Saalfeld noch einen Park mit Schatzsuch-Stationen, Wald-Erlebnis-Pfad und Abenteuerspielplatz, sowie das Erlebnismuseum Grotteoneum. Dort kommen Kinder an Mitmach- und Wissensstationen voll auf ihre Kosten und können den Geheimnissen der Seengrotte auf den Grund gehen: www.feengrotten.de

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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