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    Elektromotorrad Novus aus „Die Höhle der Löwen“: 80 kg leicht, 30 kW stark und 35.000 Euro teuer

Elektromotorrad Novus aus „Die Höhle der Löwen“: 80 kg leicht, 30 kW stark und 35.000 Euro teuer

Elektromotorrad Novus aus „Die Höhle der Löwen“: 80 kg leicht,
30 kW stark und 35.000 Euro teuer
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Elektromotorrad Novus aus „Die Höhle der Löwen“: 80 kg leicht, 30 kW stark und 35.000 Euro teuer

© Novus

Das Novus One ist ein handgefertigtes Vollkarbon-Motorrad mit beeindruckenden Eckdaten und stolzer Preisansage. Jetzt ist das E-Motorrad serienreif und kann vorbestellt werden. Die Auslieferungen sollen ab Oktober 2022 erfolgen.

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Seine Premiere feierte das Novus One als Prototyp auf der CES 2019 in Las Vegas. Nun ist es auch dem deutschen TV-Publikum bekannt: In der Investoren-Show "Die Höhle der Löwen" hatte es am Montag (20. September 2021) einen Auftritt zur besten Sendezeit. Entwickelt wurde das Novus E-Bike von Marcus Weidig und René Renger zusammen mit ihrem Team in Braunschweig. Es kombiniert einen rein elektrischen Antrieb mit einem futuristischen Design.

Der Hinterradnaben-Elektromotor soll eine Spitzenleistung von 30 kW (entspricht in der herkömmlichen PS-Währung knapp 41) und bis zu 200 Nm Drehmoment abgeben. Damit sind bis zu 130 km/h Spitzengeschwindigkeit sowie eine Spurtzeit von zwei Sekunden auf Tempo 50 km/h drin. Die Reichweite im Stadtverkehr soll bei 130 Kilometern liegen, dann muss die 4,8 kWh große, fest verbaute Lithium-Ionen-Batterie wieder ans Netz. Eine 80-Prozent-Ladung soll in 30 Minuten möglich sein. Der Antrieb lässt sich aber auch per Knopfdruck auf elf kW drosseln, um in die Leichtkraftradklasse zu passen. Die Höchstgeschwindigkeit sinkt dann auf 110 km/h. Ebenfalls abrufbar ist eine Leistungsstufe mit nur noch sieben kW und einer Vmax von dann nur noch 90 km/h.

Nur 80 Kilogramm schwer

Für ein Motorrad ist das Novus E-Bike aber sehr kompakt und leicht. Die Länge liegt bei 1,84 Metern, die Breite bei 76 Zentimetern und die Höhe bei 94 Zentimetern. Inklusive Batterie soll das Gesamtgewicht bei schmalen 80 Kilogramm liegen. Die Zuladung des Einsitzers wird mit 120 Kilogramm angegeben.

Großen Anteil am Fliegengewicht haben die vielen Kohlefaserbauteile – Rahmen, Schwinge, 18-Zoll-Räder, Telegabel. Nahezu sämtliche Baugruppen sind aus dem ultraleichten Werkstoff geformt. Das Federelement der Gabel sitzt wie bei einem Mountainbike direkt im Lenkschaftrohr. Der Federweg vorn beträgt 100 Millimeter. Das voll einstellbare Zentralfederbein an der Karbon-Hinterradschwinge setzt auf eine Umlenkung und 120 Millimeter Federweg. Der nur knapp sieben Kilogramm schwere Karbonfaser-Monocoque-Rahmen ist gleichzeitig tragendes Skelett und gestaltgebende Außenhaut. Er verzichtet komplett auf zusätzliche Verkleidungen, integriert aber unsichtbar die komplette Technik sowie den knapp 20 Kilogramm schweren Akku.

Voll digitalisiert

Geboten werden ein schlüsselloses Fahrberechtigungssystem, drei Leistungsmodi – Base, Super, God – sowie die obligatorische App-Vernetzung, mit der sich alle Daten, Einstellungen und Statistiken überwachen lassen. Auch die Navigation ist hier integriert. Das Smartphone lässt sich zudem am Cockpit adaptieren. Integriert zeigt sich auch der LED-Frontscheinwerfer sowie das LED-Zentraldisplay, das im Lenker sitzt. Das komplette Betriebssystem lässt sich Over-the-Air aktualisieren.

Ein Monoblock-Bremssattel greift am Vorderrad in eine 230 Millimeter große Bremsscheibe. Am Hinterrad kann der Elektromotor aktiv und passiv rekuperieren. Aktiv, indem über den linken Bremsgriff der Motor gezielt zum elektrischen Verzögern gebracht wird. Passiv, indem über die App verschiedene Modi definiert werden, bei denen das Motorrad, wenn kein Gassignal verarbeitet wird, permanent elektrisch bremst und so auch Energie zurückgewinnt.

Preis ab 35.581 Euro

Ab sofort kann das Novus in fünf Farben in einer auf 500 Einheiten limitieren Founders Edition ohne Anzahlung reserviert werden. Kommt es dann wirklich zum Kauf, werden 35.581 Euro fällig. Ausgeliefert werden sollen die handgefertigten Novus-Bikes dann ab Oktober 2022. So der Zeitplan denn auch ohne zusätzliches Geld zu halten ist: Einen Investoren-Deal haben Marcus Weidig und René Renger in "Die Höhle der Löwen" nämlich nicht bekommen.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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