Nachfrage bleibt schwach

EU-Neuzulassungen September 2021: Der Trend zeigt weiter abwärts
Der europäische Neuwagenmarkt kommt auch im Februar nicht in Schwung. Mit nur knapp 770.000 Neuzulassungen liegt das Minus zum Vorjahr bei 19,3 Prozent.
Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Handelsbeschränkungen diktieren auch im Februar 2021 das Geschehen auf dem europäischen Neuwagenmarkt. Insgesamt fanden in der EU nur 771.486 neue Pkw einen Käufer. Im Vorjahresvergleichsmonat waren es noch 19,3 Prozent mehr. Im Ex-EU-Mitgliedsstaat Großbritannien brach der Neuwagenabsatz gar um 35,5 Prozent auf nur noch 51.312 Pkw ein.
Volumenmärkte verlieren kräftig
Wie aus den Zahlen des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA hervorgeht, gingen die Neuzulassungen in Deutschland um 19 Prozent auf 194.349 Neuwagen zurück. Frankreich meldet minus 20,9 Prozent und 132.637 Neuzulassungen. Italien kommt unter den EU-Volumenmärkten mit einem Minus von 12,3 Prozent und 142.998 Neuzulassungen am glimpflichsten davon. Spanien trifft es am härtesten. 58.279 Neuzulassungen münden in ein Minus von 38,4 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf bleiben die Pkw-Neuzulassungen in der EU damit um 21,7 Prozent unter dem Vorjahr. Insgesamt wurden bislang nur 1.498.116 Autos neu zugelassen. Großbritannien trägt ergänzend mit 141.561 Neuwagen auch nur 38,1 Prozent weniger Fahrzeuge bei als noch im Vorjahr.
VW Konzern vor Stellantis
Entsprechend dem schrumpfenden Gesamtmarkt müssen auch nahezu alle Marken mit sinkenden Absatzzahlen zurecht kommen. Unter dem Strich kann der Volkswagenkonzern mit einem Marktanteil von 25,8 Prozent seine Dominanz gegenüber dem Vorjahr sogar noch ausbauen. Einzig echter Konkurrent ist der neu gegründete Stellantis-Konzern, der mit seinen Marken auf einen Anteil von 24,4 Prozent kommt.
11,3 Prozent Marktanteil weist auch im Februar VW als stärkste Einzelmarke aus. Peugeot folgt mit einem Marktanteil von 8,1 Prozent. Die dritte Kraft bildet Renault mit 6,0 Prozent. Auf den weiteren Rängen stehen Toyota (5,9 %), Skoda (5,7 %), BMW (5,4 %), Mercedes (5,1 %) sowie Audi und Fiat gleichauf mit jeweils 4,9 Prozent Marktanteil. Ebenfalls auf Augenhöhe liegen Citroën und Ford, die jeweils 4,8 Prozent vom Kuchen für sich verbuchen können. Opel listet die ACEA mit einem Marktanteil von 4,2 Prozent. Es folgen Kia (3,6 %), Hyundai (3,5 %), Seat (3,4 %) und Dacia (3,3 %) sowie Volvo (2,5 %) und Nissan (2,0 %). Alle anderen Marken bleiben unter dieser Schwelle.