Eura Mobil Neuheiten 2019

Nach dem Topmodell bringt Eura Mobil seine Volumenbaureihen
Integra Line und Profila auf Trab, mit neuem Look und besserer
Technik.
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Nach dem Topmodell bringt Eura Mobil seine Volumenbaureihen Integra Line und Profila auf Trab, mit neuem Look und besserer Technik.

© Christian Hass
05.07.2018 - 14:23 Uhr von Jürgen Bartosch

Nach dem Topmodell bringt Eura Mobil seine Volumenbaureihen Integra Line und Profila auf Trab, mit neuem Look und besserer Technik.

  • Integra Line 720 QB
  • Profila T 695 EB

Vor einem Jahr präsentierte Eura Mobil mit dem Integra eine komplett neugestaltete Spitzenbaureihe. Dabei setzte der Hersteller aus dem rheinhessischen Sprendlingen zwar weiter auf die bewährten Marken-Tugenden – hochwertige Aufbautechnik mit Doppelboden, hohe Funktionalität sowie Wintertauglichkeit –, hüllte das Ganze aber zudem in ein dynamisch-modernes und insgesamt stimmiges Designkleid.

Integra Line im neuen Look

Nachteil der neugestalteten Spitzenbaureihe Integra: Damit sah der günstigere Integra Line daneben schon ein wenig alt aus. Höchste Zeit also, den seit der Einführung Ende 2012 optisch nur wenig veränderten Mittelklasse-Integrierten zur neuen Saison einer sichtbaren Erneuerung zu unterziehen. Dem Entwicklerteam um Frank Lessmann gelang es dabei, die markanten Gesichtszüge des Integra auch dem kleinen Bruder zu vererben und ihm dennoch einen eigenständigen Charakter zu verleihen, etwa durch einen höheren Kühlergrill mit weniger Chromzierrat.

Der Wiedererkennungseffekt erfolgt vor allem über die „Augen“, also die Scheinwerfer, die der gleichen Grundform folgen, aber etwas einfacher ausgestattet sind – LED-Hauptscheinwerfer gibt es beim Integra Line nur gegen Aufpreis. Nach ähnlichem Muster verlief auch die Umgestaltung des Hecks. Die Formgebung des Leuchtenträgers, die gewinkelten Rückleuchten und der Dachspoiler sprechen die Integra-Sprache. Die Lauflicht-Blinker bleiben aber ebenso ein exklusives Designmerkmal der Topbaureihe wie die im Ganzen als GfK-Formteil ausgeführte Heckwand. Der Integra Line setzt weiter auf eine plane Sandwich-Rückwand mit aufgesetzten Tiefziehteilen.

Von der Neugestaltung der Heckwand profitieren genauso auch die Teilintegrierten-Baureihen Profila T und RS, die konstruktiv eng verwandt sind mit dem Integra Line. Bei der übrigen Aufbautechnik bleibt man der hochwertigen, holzfreien Bauweise treu. Die Sandwichplatten hüllen sich außen und innen in GfK. Dach, Wände und Boden werden über spezielle Aluprofile über die komplette Kantenlänge miteinander verklebt, was sowohl Dichtigkeit als auch Stabilität verspricht.

Der Integra Line basiert wie alle Mobile von Eura auf dem Fiat Ducato. Den Höhenversatz zwischen Original-Flachrahmen und Fahrerhaus nutzt man für einen kleinen Doppelboden mit elf Zentimeter lichter Höhe. Darin kommen vor allem die Bordtechnikinstallationen unter, aber es gibt auch Fächer für kleine Gepäckstücke und Küchenvorräte. Für die Wassertanks ist der Doppelboden jedoch zu flach, deshalb residiert der 140-Liter-Frischwassertank in der Sitztruhe. Der Abwassertank mit 100 Liter Volumen hing bislang unterflur – und war nur optional frostgeschützt.

Neue Konstruktion für die Wintertauglichkeit

Das passte nicht so recht zum Wintertauglichkeitsanspruch der Marke. Für die zweite Integra-Line-Generation hat man sich darum eine neue Konstruktion einfallen lassen. Der Abwassertank kuschelt sich nun in eine isolierte Wanne, die hinter der Hinterachse aus dem beheizten Doppelboden unten herausragt. Auch der Ablassschieber liegt innerhalb der frostgeschützten Hülle und ist – alles andere als selbstverständlich für diese Preisklasse – serienmäßig elektrisch zu bedienen. Das bedeutet, es ist kein Bücken mehr nötig, um nach einem Griff zu fahnden, der irgendwo hinter der Seitenschürze versteckt liegt und in aller Regel schmutzig und darum oft auch schwergängig zu betätigen ist. Linke Garagentür öffnen, Knopf drücken, fertig.

Es hätte der Marke allerdings gut zu Gesicht gestanden, bei dieser Gelegenheit auch gleich die übrige Bordtechnik neu zu ordnen und die Bedienelemente an einer zentralen Stelle zusammenzuführen, so wie es andere Hersteller vormachen. Beachtlich bleibt dagegen die ganze Reihe von Optionen – wie Warmwasserheizung oder doppelverglaste Cockpit-Seitenscheiben –, mit denen der Integra Line für Wintereinsätze optimiert werden kann.

Nicht selbstverständlich ist zudem auch die Wahlmöglichkeit zwischen zwei Holzdekor-Linien für die Möblierung. Standard ist das helle, rustikale Dekor, das aus dem Chalet-Mobil-Sondermodell seinen Weg in die Serie fand. Daneben gibt es für Freunde des gediegeneren Looks auch noch – aufpreisfrei – eine deutlich dunklere Holzvariante (Navarra) und zudem eine breite Auswahl an Polsterstoffen und Lederbezügen. Großzügig ist weiterhin auch die Grundrissauswahl. Vier Modelle bleiben unter sieben Meter Länge, eines knapp darüber und vier weitere erreichen 7,41 Meter. Wer Einzelbetten bevorzugt, kann unter vier Varianten auswählen, darunter auch ein Modell mit großem Bad quer im Heck.

Drei Grundrisse setzen auf Queensbetten. Im hier vorgestellten 720 QB ergibt sich aus Schlafzimmer, Bad und Dusche ein geräumiger Ankleidebereich. Das Bett ist serienmäßig mit manuell betriebenen Hydraulikzylindern höhenverstellbar und macht so wahlweise einen einfachen Einstieg oder eine 1,25 Meter hohe Garage möglich – dann wird der Bettzugang allerdings zur Kletterpartie. Am Ziel angekommen, stellt man die Drahtesel also besser nach draußen.

Mit dem 725 QB bietet Eura Mobil zudem ein Modell mit Waschtisch am Fußende des Queensbetts. Bei dieser Variante ist die Liegefläche von beiden Seiten bequem zugänglich, auch wenn das Bett ganz nach oben gekurbelt wurde. In der zweiten Generation bleibt der Integra Line also seinem Grundkonzept treu, zeigt sich aber optisch attraktiver. Die Grundpreise sollen nur um wenige hundert Euro steigen.

Eura Mobil Integra Line 720 QB

Preis: ab ca. 75.500 Euro Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Vorderradantrieb, ab 96 kW/130 PS Gesamtgewicht: 3500 kg Länge/Breite/Höhe: 7407/2322/2880 mm Empfohlene Personenzahl: 2–4 Baureihe: Die Integra-Line-Reihe zeichnet sich durch einen Funktionsdoppelboden aus. Neun Grundrisse stehen zur Wahl, darunter vier Einzel- und drei Queensbett-Modelle.

Die Verwandten Profila T und RS

Die Verbesserungen am Integra Line kommen auch den Teilintegrierten der Profila-Baureihen zugute. Allerdings nicht ganz so augenfällig, denn äußerlich betrifft dies nur die neugestaltete Heckpartie mit dem dreiteiligen Leuchtenträger im Integra-Stil mit gewinkelten Rückleuchten und dem Dachspoiler. An der Ducato-Front und den Formteilen am Übergang zum Aufbau bleibt es dagegen beim bisherigen Look. Ebenso ändert sich am Baureihenkonzept zur neuen Saison nichts. Basis ist der Original-Fiat-Flachrahmen, dessen Stufe zum Fahrerhaus durch einen Funktionsdoppelboden mit elf Zentimeter lichter Höhe ausgeglichen wird.

Auch beim Profila erweitert nun eine abgesenkte Wanne hinter der Hinterachse das Kellergeschoss und bietet damit dem 100-Liter-Abwassertank bereits serienmäßig ein isoliertes und beheiztes Plätzchen an. Selbst bei der günstigsten Baureihe im Eura-Mobil-Angebot ist nun sogar der Ablassschieber ohne Aufpreis bequem elektrisch zu bedienen. Damit macht der Teilintegrierte sowohl funktional als auch bei der Wintertauglichkeit einen Schritt nach vorn. Unverändert bleibt dagegen die Aufteilung der Profila-Reihe in die elegant flachen T-Modelle für zwei Personen und die sogenannten „Roof Sleeper“-Varianten mit erhöhtem Dach, die sich mit integriertem Hubbett als Vier-Personen-Mobile anbieten. Allen gemein ist dabei die holzfreie Aufbautechnik mit Sandwichplatten, die sich außen und innen in GfK hüllen und an den Kanten über Aluprofile miteinander verklebt werden.

Mit acht Profila-RS-Modellen bleibt die Grundrissauswahl weiterhin fast so umfangreich wie in der größten Baureihe Integra Line. Von zwei sehr ähnlichen 6,99-m-Einzelbetten-Varianten steht hier allerdings nur die eine ohne raumhohen Kleiderschrank, dafür mit größerem Kühlschrank zur Verfügung. Sieben der RS-Grundrisse sind auch im flachen T-Modell wählbar, darunter drei Einzel- und vier Doppelbetten-Layouts verschiedener Anordnung. Nur das kürzeste von drei Queensbett-Modellen, der 695 QB, ist nicht dabei. Die Preise sollen sich zum neuen Modelljahr nur moderat erhöhen und starten dann bei knapp über 60.000 Euro.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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