Auf den Straßen besteht Lebensgefahr
Autofahrer müssen sich ab Donnerstag (8.1.2026) auf deutlich schwierigere Fahrbedingungen einstellen. Schnee, Eisregen und starker Wind treffen auf gefrorene Fahrbahnen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor erhöhter Unfallgefahr und massiven Behinderungen – besonders auf Autobahnen und Landstraßen.
"In Hamburg, Schleswig-Holstein, Ostdeutschland und Niedersachsen erwartet uns regelrechter Dauerschneefall mit fünf bis zehn, vereinzelt sogar fünfzehn Zentimetern Neuschnee innerhalb von sechs Stunden. Das ist eine Extremlage", sagte Karsten Brandt vom Wetterdienst Donnerwetter.de der "Bild". Außerdem werde mit Eisregen gerechnet, der zusammen mit Schneeverwehungen für gefährliche Glätte sorge. Brandt riet, Fahrten möglichst zu vermeiden: "Planen Sie um, bleiben Sie zu Hause. Auf den Straßen besteht am Donnerstag und am Freitag Lebensgefahr."
Gefrorene Straßen schon vor dem Schneesturm
Bereits in den Nächten vor dem Unwetter sinken die Temperaturen in vielen Regionen deutlich unter null Grad. Straßen sind dadurch schon jetzt glatt, teilweise mit festgefahrenem Schnee bedeckt. Besonders gefährlich ist Reifglätte auf Brücken, in Kurven oder an Steigungen, wo die Fahrbahn schneller auskühlt.
Auch tagsüber bleibt es frostig. Selbst wenn Streufahrzeuge unterwegs sind, können feuchte Fahrbahnen innerhalb kurzer Zeit wieder anfrieren. Viele Autofahrer unterschätzen das Risiko – vor allem bei scheinbar trockenem Asphalt.
Eisregen als größtes Risiko für Autofahrer
Ab Donnerstag zieht das Tiefdruckgebiet über Deutschland hinweg. Im Norden fällt weiter Schnee, im Westen und Süden geht der Schneefall teils in gefrierenden Regen über. Für Autofahrer bedeutet das: Die Straße kann sich schlagartig in eine glatte Eisfläche verwandeln. Bremswege verlängern sich massiv, Lenkbewegungen verlieren an Wirkung.
Auch moderne Fahrassistenzsysteme helfen in dieser Situation nur eingeschränkt. ABS und ESP können physikalische Grenzen nicht aufheben – wer zu schnell fährt, verliert schnell die Kontrolle.
Autobahnen werden zur Staufalle
Auf Autobahnen reichen schon kleinere Unfälle oder liegen gebliebene Fahrzeuge aus, um lange Staus auszulösen. Steigungen, Auffahrten und Baustellen gelten als besonders kritisch. Der Schwerverkehr verschärft die Lage, wenn Lkw ins Rutschen geraten oder querstehen.
Räum- und Streufahrzeuge kommen bei starkem Schneefall nur langsam voran. Teilweise müssen Fahrspuren kurzfristig gesperrt werden, weil die Schneemengen oder die Glätte zu groß werden.
Schneeverwehungen und Wind verschlechtern die Sicht
Neben Eis und Schnee sorgt auch der Wind für zusätzliche Probleme. In offenen Regionen können Schneeverwehungen die Fahrbahn zusetzen. Die Sichtweite sinkt dann binnen Sekunden. Besonders auf Brücken und freien Flächen droht Seitenwindgefahr – vor allem für Transporter, Anhänger und Wohnmobile.
Auch in den Städten bleibt die Lage angespannt. Kreuzungen, Kreisverkehre und Nebenstraßen können selbst nach Räumarbeiten wieder glatt werden. Der Winterdienst stößt bei Dauerfrost und Eisregen schnell an Grenzen.
Keine schnelle Entspannung in Sicht
Zum Wochenende bleibt die Wetterlage wechselhaft. Neue Niederschläge und Wind können die Situation regional weiter verschärfen. Erst wenn mildere Luftmassen einsetzen, ist mit einer leichten Entspannung zu rechnen – das ist laut Meteorologen aber noch unsicher.
