Ferrari- und Mercedes-Sportwagen von Toto Wolff: F1-Teamchef verkauft seine Supercars

Obwohl das Supercar-Quartett eine illustre Besetzung aufweist,
ist das Highlight klar zu identifizieren: der LaFerrari Aperta.
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Obwohl das Supercar-Quartett eine illustre Besetzung aufweist, ist das Highlight klar zu identifizieren: der LaFerrari Aperta.

© Tom Hartley Jnr.

Toto Wolff, Boss des Mercedes-F1-Rennstalls, hat keine Verwendung mehr für einige seiner Sportwagen. Ein illustres Quartett steht zum Verkauf oder wird versteigert.

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Rein rechnerisch befindet sich Toto Wolff fast jedes zweite Wochenende des Jahres auf irgendeinem Grand-Prix-Kurs. Auch für die Zeit zwischen den Formel-1-Rennen dürfte der Terminkalender des Mercedes-Teamchefs gut gefüllt sein. Entsprechend wenige Gelegenheiten hat Wollf, um seinen Hobbys nachzugehen. "Ich habe einfach nicht mehr genug Zeit für diese Autos", benennt der Ex-Rennfahrer den Hauptgrund, warum er vier Exemplare aus seiner Supercar-Sammlung veräußern möchte. Er sei diese Autos schon lange nicht mehr gefahren.

Eines davon wird demnächst versteigert, die drei anderen warten beim Luxus-Autohändler Tom Hartley Jnr. auf einen Käufer. Und wenn man sieht, wie das Quartett zusammengestellt ist, wird einem Wolffs weiterer Beweggrund klar: "Es sieht nach außen einfach nicht besonders gut aus, wenn ich in einem Ferrari sitze", sagt der Mercedes-Teamchef, der nun komplett auf Elektrofahrzeuge aus dem Portfolio seines Arbeitgebers wechseln wird.

Ferrari LaFerrari Aperta

Obwohl das Supercar-Quartett eine illustre Besetzung aufweist, ist das Highlight klar zu identifizieren: der LaFerrari Aperta, bei dem es sich um die offene Version des Hybrid-Supercars aus Maranello handelt. Wolff hat das Auto mit der Fahrgestellnummer 230938 – eines von nur 210 gebauten Exemplaren – 2018 neu gekauft, war demnach der bisher einzige Besitzer. Bei der Ausstattung hat sich der Österreicher nicht lumpen lassen: Der Aperta weist selbst an entlegenen Ecken Karbon-Details auf (das Targa-Dach etwa besteht aus dem Leichtbau-Material), eine Abgasanlage mit mattschwarzen Endrohren oder ein Kamera-Kit, mit dem sich zum Beispiel Rennstrecken-Runden aus mehreren Perspektiven aufzeichnen lassen. Einen Preis nennt Verkäufer Tom Hartley Jnr. nur auf konkrete Kundenanfrage.

Ferrari Enzo

Der Enzo steht in einer Ahnenreihe mit dem 288 GTO, F40, F50 oder eben dem LaFerrari. Toto Wolff dürfte die Unterschiede zwischen Vorgänger und Nachfolger genau kennen, denn auch dieser V12-Bolide befindet sich (noch) in seinem Besitz. Der F1-Teamchef kaufte das 2003 gebaute Auto im Jahr 2014 und fuhr Verkäufer Tom Hartley Jnr. zufolge seitdem nur 350 Kilometer damit. Die meisten davon bei einer denkwürdigen Gelegenheit: Und zwar im Rahmen einer Ausfahrt durch die Alpen mit seiner Ehefrau, der Ex-Rennfahrerin Susie Wolff, und der 2019 verstorbenen Formel-1-Legende Niki Lauda.

Der Gesamt-Tachostand dieses Autos beträgt 1.478 Meilen, umgerechnet 2.379 Kilometer. Im Gegensatz zum LaFerrari verfügt der Enzo über keine besonders reichhaltige Sonderausstattungs-Liste – schlicht deshalb, weil für ihn kaum Extras angeboten wurden. Wie sein Markenbruder wird dieser Ferrari mit der Fahrgestellnummer 132653 mit kompletter Dokumentation, allen Handbüchern und Rechnungen sowie den nötigen Ferrari-Zertifikaten veräußert.

Mercedes SL 65 AMG Black Series

Zu diesem Auto hat Toto Wolff eine besondere Beziehung, denn bevor es auf den Markt kam, half er als Testfahrer – unter anderem auf der Nürburgring-Nordschleife – bei dessen Entwicklung mit. Gegenüber dem normalen SL 65 AMG kommt der Black Series in jeder Hinsicht extremisiert daher: Leichter, breiter, härter und natürlich stärker, schließlich verfügt der Sechsliter-V12 über vergrößerte Turbos und bessere Ladeluftkühler. Mit 670 PS und maximal 1.000 Newtonmetern war der Black Series seinerzeit das stärkste je gebaute AMG-Modell. Exklusiv ist es obendrein: Nur 350 Exemplare wurden produziert, wobei Wolffs 2009 gebautes und in Obsidianschwarz lackiertes Auto die Fahrgestellnummer 158356 trägt.

Mercedes-AMG GT R

Im Vergleich zu den bereits vorgestellten Supercar-Legenden kommt der Mercedes-AMG GT R, der Anfang Juli vom Dorotheum versteigert wird, ziemlich unscheinbar daher. Aber damit tut man dem in Mattgrau lackierten Auto Unrecht, schließlich handelt es sich dabei um einen Hardcore-Ableger der Sportwagen-Baureihe, den sport auto-Redakteur Christian Gebhardt 2017 in 7:11 Minuten über die Nordschleife gejagt hat. Schneller war im Rahmen des Supertests bis dahin kein Serienfahrzeug in der Grünen Hölle.

Auch hier ist Toto Wolff der Erstbesitzer: Gebaut wurde der GT R im April 2018, im darauffolgenden Juni wurde er ausgeliefert und auf eine seiner Firmen zugelassen. Ein besonderes Detail ist eine Plakette auf der Mittelkonsole, die Wolffs Autogramm zeigt. Der Kilometerzähler des 585 PS starken und mit großem Heckspoiler versehenen V8-Biturbo-Sportlers zeigt gerade einmal die Zahl 2.500 an. Der Schätzpreis liegt bei 190.000 bis 250.000 Euro.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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