Grill-Tipps fürs Lagerfeuer

Wer sitzt nicht gerne am Lagerfeuer und röstet Marshmallows? Wir
haben einige Rezepte für ein ganzes Menü zusammengestellt.
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Wer sitzt nicht gerne am Lagerfeuer und röstet Marshmallows? Wir haben einige Rezepte für ein ganzes Menü zusammengestellt.

© promobil

Im Sommer gibt es nichts Besseres, als mit guten Freunden ums Lagerfeuer zu sitzen. Von Würstchen und Stockbrot über Aufläufe bis zum Kuchen – wir haben ausprobiert, was sich alles am Lagerfeuer zubereiten lässt.

  • Tipps rund ums Feuer
  • Grillen ohne Grillrost
  • Stockbrot
  • Reis & Auflauf
  • Grillpäckchen
  • Muffins

Tipps rund ums Feuer

Wer am Lagerfeuer kochen will, braucht zunächst eine Feuerstelle und ein Feuer. Mit diesen Tipps zum Feuermachen klappt's.

Wo darf ich Feuer machen?

Illegales Feuermachen ist teuer. In Brandenburg beispielsweise gibt es Strafen bis zu 20 000 Euro. Außerhalb offizieller Feuerstellen erkundigen Sie sich vorher beim Ordnungsamt Ihrer Gemeinde. Offene Feuer mit weniger als 100 Meter Abstand zum Waldrand sind verboten, im Wald sowieso. Lassen Sie genügend Platz von der Feuerstelle zu Gebäuden und brandgefährdeten Materialien. Die Obergrenze für Höhe und Durchmesser des Brennstoffhaufens ist ein Meter. Beaufsichtigen Sie das Feuer, bis die Glut völlig erlischt, oder löschen Sie es vorher.

Wie mache ich Feuer?

Am besten wie die Indianer: Mit einem Feuer-Tipi.

  • In die Mitte kommt der Zunder, leicht brennbares Material wie trockene Birkenrinde oder Holzwolle.
  • Um den Zunder herum stapelt man das Anzündholz, sprich dünne Äste oder kleine Holzscheite.

Mit einem Streichholz den Zunder entflammen, der dann das Anzündholz anfeuert. Wenn das Holz richtig lodert, geben Sie größere Scheite Brennholz darauf – nicht zuviel, sonst erstickt es. Falls nötig, pusten. Halten Sie für den Ernstfall einen Eimer Wasser oder Feuerlöscher griffbereit.Wann ist das Feuer gut?

Ein Heizfeuer ist groß, ein Kochfeuer eher klein, niedrig und hat eine kräftige Glut. Wenn sich die Flammen verziehen, das glühende Holz als Glutbett auf der Feuerstelle verteilen. Ohne Garstein oder Rost stellt man die Kochutensilien auf die Glut, so verbrennen hochlodernde Flammen das Essen nicht.

Was für Werkzeug ist nötig?

Wer mit dem Feuer spielt, läuft immer Gefahr, sich zu verbrennen. Die richtigen Utensilien sorgen dafür, dass man sich am Feuer nicht verletzt. Die besten Freunde eines Grill-Feuerteufels sind daher Grillzangen und lange Stöcke zum Dirigieren der Glut. Schweißerhandschuhe aus Leder sind ein Muss, um heiße Töpfe und Pfannen aus dem Feuer zu holen. 

Grillen ohne Grillrost

Ab aufs Feuer: Fernab vom Standard-BBQ oder Schwenkgrill schmeckt das Grillgut nach Abenteuer! Es gibt drei verschiedene Methoden, wie man ohne Grillrost am Lagerfeuer grillen und sogar kochen kann.

1. Einfach & SpiessigDas Grillgut aufspießen und an die Flamme oder über die Glut halten. Besonders schön, wenn man sich dafür einen langen Ast sucht und zurechtschnitzt. Wichtig: Den Spieß nicht in sondern an die Flamme halten, sonst verbrennt das Grillgut. Die Erfahrung lehrt: Geduld braucht man vor allem bei Stockbrot oder Würstchen im Schlafrock (Blätterteig), damit sie nicht ankokeln.

2. Raffiniert & BilligGrillpäckchen sind eine tolle Möglichkeit, um ohne Geschirr am offenen Feuer zu kochen. Dafür die Zutaten (Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Käse) je nach Gusto würzen und sorgfältig in Alufolie wickeln. Die Päckchen dann ins Feuer werfen oder in die Glut legen. Wichtig ist es, den richtigen Zeitpunkt abzupassen und immer wieder den Garvorgang zu überprüfen. 

3. Für Gourmets & AngeberWer Eindruck schinden will, benutzt feuerfestes Grillgeschirr wie etwa eine gusseiserne Pfanne. Damit kann man auf der Glut braten oder Nachos mit Käse als Vorspeise reichen. Mit Auflaufformen wie Römertöpfen oder anderen Tongefäßen kann man richtige Menüs zaubern. Sogar eine Orangenschale kann als Backgeschirr dienen: Siehe weiter unten unser Schokoladenkuchen-Nachtischrezept.

Die besten Rezepte fürs Lagerfeuer

Vom Stockbrot bis zum Auflauf oder Kuchen – das sind unsere Lieblingsrezepte.

Stockbrot à la Antonella

  • 1 kg Mehl
  • 2 Würfel frische Hefe oder 1 Beutel Trockenhefe
  • 300 ml Wasser
  • 200 ml Milch
  • 1 EL Zucker
  • 4 EL Salz
  • 4 EL Öl

Alles miteinander verkneten und eventuell mit Gewürzen verfeinern, zum Beispiel gepresste Knoblauchzehen und italienische Kräuter oder getrocknete Tomaten. Teig mindestens 30 Minuten gehen lassen.

Reis & Auflauf

Reis und Tomaten zu einem Drittel in eine leere Konservendose füllen und komplett mit Brühe begießen. Mit Alufolie umwickeln und in die Glut stellen. Eventuell nach 15 Minuten nochmals Brühe nachgießen. 

Aufläufe können Sie in feuerfesten Tontöpfen direkt auf der Glut kochen. Mit dem Römertopf hatten wir trotz Wässern keinen Erfolg: Die Lasagne schmeckte rußig, und die Tonform ist nach dem Abkühlen zersprungen. Der Diable-Kartoffeltontopf für Kartoffelgratin mit Brühe hat sehr gute Dienste geleistet. Die Kartoffeln haben wir oben fächerartig eingeschnitten und nur unten zusammengelassen, damit sie dort nicht so schnell garen. Nicht ausprobiert, aber ebenfalls eine Möglichkeit: Auf dem Feuer kochen wie in Tausend-und-einer-Nacht kann man mit einer Tajine aus Lehmerde. Genauso: Ein gusseiserner Dutch-Oven lässt sich in die Glut stellen, um darin zu garen.

Pack & Back

Alle Zutaten in Alufolie wicken und dann in die Glut legen. Die unteren Schichten bekommen mehr Hitze ab: Päckchen deshalb als Hitzeschutz unten mit dicken Scheiben Zwiebeln oder Kartoffeln ausstaffieren. Und immer schön (Oliven-)Öl dazu, damit nichts anklebt.

  • Feta-Fete: Fetakäse, Frühlingszwiebeln, Peperoni, getrocknete italienische Kräuter.
  • Pack-den-Champion-aus: Champignons, Balsamico, Salz, Pfeffer.
  • Hühner-Freak: Kartoffeln, Zwiebeln, Mais oder Erbsen, Hühnerfleisch, Schmelzkäse, grüner Spargel, Sahne, Salz, Pfeffer.
  • Mexican Cowboy: Zwiebeln, Kartoffeln, rote oder schwarze Bohnen, Tomaten, Rindfleisch, Salz, Pfeffer, BBQ-Soße.
  • Ratt-A-Packa: Zwiebeln, Aubergine, Zucchini, Tomate, Paprika, Brühe, Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence.

Schokoladen-Muffins

Orangenhälften aushöhlen, Teig in eine Hälfte füllen, obere daraufsetzen, in Alufolie wickeln, ab ins Feuer. Wir haben veganen Muffinteig verwendet, damit uns kein Salmonellen-Unheil geschieht: 

  • 150 g Mehl
  • 50 g Kakao
  • 2 EL Stärke
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Natron
  • ½ TL Salz
  • 180 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • 240 ml Sojamilch
  • 80 ml Sonnenblumenöl
  • 1 TL Weißweinessig

Alle Zutaten vermengen, in eine Orangenschale füllen und in der Glut garen. Die Schale gibt ihr Orangenaroma an den Kuchen ab und sorgt für einen frischen Twist.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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