Hyundai und Canoo

Canoo, vormals Evolzity, hat innerhalb von 19 Monaten einen
Elektro-Van entwickelt, der ausschließlich zum Teilen da ist.
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Canoo, vormals Evolzity, hat innerhalb von 19 Monaten einen Elektro-Van entwickelt, der ausschließlich zum Teilen da ist.

Erst Rimac, dann Arrival, nun Canoo: Hyundai will zusammen mit der kalifornischen Firma eine Skateboard-Architektur für künftige Elektroautos entwickeln.

Hyundai stellt sich in Bezug auf seine künftigen Elektroauto-Aktivitäten möglichst breit auf. Im Mai letzten Jahres gaben die Koreaner eine 80 Millionen Euro teure Kooperation mit dem kroatischen Startup Rimac Automobili bekannt ( lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen). Mitte Januar 2020 gab es dann die Ankündigung, 100 Millionen Euro in eine Zusammenarbeit mit dem britischen Unternehmen Arrival zu investieren ( weitere Informationen dazu gibt es hier). Und nun gibt es die dritte Nachricht dieser Art: Hyundai tut sich mit dem kalifornischen Startup Canoo zusammen.

Canoo soll Skateboard-Plattformen entwickeln

Die Absicht hinter den Engagements ist jeweils vergleichbar: Wie mit Arrival auch wollen die Koreaner zusammen mit Canoo Plattformen für künftige vollelektrische Fahrzeuge der Marken Hyundai und Kia entwickeln. Dabei soll es sich um sogenannte Skateboard-Plattformen handeln. Skalierbare Elektro-Chassis also, die alle relevanten Antriebs-Komponenten bereits enthalten und mit Karosserien und Aufbauten verschiedenster Art kombiniert werden können.

Hyundai soll von der Kooperation in Form standardisierter und damit einfacher sowie kostengünstiger Entwicklungsprozesse profitieren. Auch die Produktion soll auf diese Art simpler gestaltet werden, wodurch die Koreaner schneller auf sich ändernde Marktanforderungen und Kundenwünsche reagieren wollen. Der Konzern möchte auf Basis der Canoo-Plattform vom kleinen, massentauglichen Elektroauto bis zu Sonderanfertigungen allerlei E-Autos aufbauen. Außerdem soll das Skateboard die Voraussetzungen für autonome Fahrfunktionen bieten.

Canoo wurde von BMW-Managern gegründet

Wie viel Geld Hyundai die Kooperation kostet, ist bisher nicht bekannt. Der Konzern unterstreiche damit aber sein jüngstes Bekenntnis, in den nächsten fünf Jahren 87 Milliarden US-Dollar (knapp 80 Milliarden Euro) in Zukunfts-Technologien investieren zu wollen, heißt es in einer Mitteilung.

Canoo hatte im April 2019 angekündigt, 200 Millionen Dollar (etwa 183 Millionen Euro) an frischem Kapital auftreiben zu wollen. Damals hieß es, Verträge mit Zulieferern und Lieferanten stünden kurz vor der Finalisierung. Im Spätsommer stellte das Startup sein erstes Modell vor: Einen elektrisch angetriebenen Van, der jedoch nicht gekauft, sondern nur monatsweise gemietet werden kann und 2021 auf den Markt kommen soll ( mehr dazu in diesem Artikel). Hinter Canoo stehen die ehemaligen BMW-Manager Ulrich Kranz als Vorstandvorsitzender und Stefan Krause als Aufsichtsrat. Auch Ex-Opel-Chef Karl-Thomas Neumann war zeitweise an Bord.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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