Kauf-Tipp günstige Campingbusse (2021): 21 Marken mit Modellen unter 40.000 Euro

Welche Marken bringen 2021 Campingbusse unter 40.000 Euro?
Beispielsweise Adria: Beispielsweise Ahorn Camp mit dem Van 630. Ab
37.700 Euro bietet die Handelsmarke den Van auf Basis des Renault
Master.
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Welche Marken bringen 2021 Campingbusse unter 40.000 Euro? Beispielsweise Adria: Beispielsweise Ahorn Camp mit dem Van 630. Ab 37.700 Euro bietet die Handelsmarke den Van auf Basis des Renault Master.

© Bartosch

Von Adria bist Weinsberg – für weniger als 40.000 Euro bekommt man bereits einen Campingbus. promobil stellt 21 Marken vor, die Modelle auf Fiat, VW, Citroën und Co. zum Schnäppchen-Preis bieten. Plus: Tipps, worauf Sie achten müssen.

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Ein Campingbus für unter 40.000 Euro – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Wir zeigen 21 Marken, die günstige Kastenwagen-Ausbauten mit Bad bieten und Kompaktcamper in Bulliformat mit oder ohne Aufstelldach. Allerdings müssen Sie eines beachten: Bei den genannten Summen handelt es sich um Grundpreise.

Zu dem günstigen Preis der Fahrzeuge kommen (häufig) unvermeidliche Extras: Pakete, die wichtige Ausstattung wie etwa die Klimaanlage fürs Fahrerhaus enthalten, ein Sechs-Meter-Basisfahrzeug mit 130 PS samt 3,5 Tonnen Gesamtgewicht sowie die Frachtkosten bis zum Händler.

Unser Tipp: Ein detaillierter Vergleich lohnt sich! Die Preise für die oben genannten Posten fallen zum Teil sehr unterschiedlich aus. Rabattschlachten wie im Pkw-Handel darf man bei den gefragten Campingbussen übrigens nicht erwarten.

21 Marken mit günstigen Campingbussen

Eine Auswahl der günstigsten ausgebauten Kastenwagen, die es derzeit auf dem Markt gibt:

  1. Adria

    Adria darf sich zu den Pionieren dieser Kategorie zählen. Mit den 2021er Modellen Twin Axess All-In Edition kommen die bisher günstigsten Campingbusse der Marke auf den Markt. Der 5,40 Meter lange Twin basiert auf einem Citroën Jumper, was ausschlaggebend für dessen niedrigen Preis ist. Das Fahrzeug ist mit einem 140 PS starken Motor ausgestattet und hat ein Gesamtgewicht von 3,3 Tonnen. Das "All-In" in der Modelbezeichnung steht für die neue Serienausstattung, die unter anderem eine Klimaanlage, Markise und Solaranlage enthält. Der Grundpreis für den 5,40 Meter langen Twin Axess liegt bei 35.713 Euro.

    Tipp: Wer mehr als zwei Schlafplätze im Fahrzeug benötigt, kann ab dem Modelljahr 2021 bei den 6,36-Meter-Adria-Campingbussen ein Aufstelldach dazubestellen.

  2. Ahorn Camp

    Der 4,99-Meter-lange Campervan Ahorn Camp Van City wurde für 2021 generalüberholt. Auf dem überarbeiteten Renault Trafic, auf dem er basiert, hat Ahorn Camp gleich das komplette Fahrzeug erneuert. Es verfügt jetzt über eine verschiebbare Sitzbank, die sich einfach zum Bett umbauen lässt. Außerdem neu für den Van City 2021 ist das Aufstelldach mit integrierten Bügeln, die das Flattern des Zeltbalgs im Wind verhindern sollen. So soll das Dach auch ein einfachere einklappbar sein. Den kompakten Camper gibt es ab 38.894 Euro.

    Ab 37.300 Euro bietet die Handelsmarke einen großen Capingbus auf Basis des Renault Master. Der Ahorn Van 550 und der Ahorn Van 620 bringen in Serie 135 PS und ein Hochdach mit. Im Heck beherbergen sie entweder Querdoppel- oder Längseinzelbetten. Der Van stammt aus der Produktion des italienischen Herstellers Rimor. Anders als die aufgebauten Reisemobile lässt sich Ahorn Camp die Kastenwagen nicht in Italien, sondern in einem französischen Werk ausbauen. Die französischen Renault-Transporter als Basisfahrzeug gelten in der deutschen Reisemobilbranche als exotisch, dennoch kann der Renault in allen wichtigen Punkten mit dem gängigen Fiat Ducato mithalten. Beispielsweise hat der Campingbus einen modernen SCR-Katalysator mit AdBlue-Einspritzung. Den Ahorn Camp Van 620 haben wir hier ausführlich getestet.

    Tipp: Die Karosserie des Renault Master ist nicht ganz so gut für den Einbau von Querbetten geeignet. Die Liegefläche im Ahorn misst 1,91 Meter in der Länge und setzt Großgewachsenen daher gewisse Grenzen. Serienmäßig sind Kompressorkühlschrank und Dieselheizung.

  3. Alpin Camper

    Platz ist in der kleinsten Hütte – so könnte das Motto der Campingbusschmiede Alpin Camper lauten, die in Lenggries im bayrischen Voralpenland beheimatet ist. Gemütlich wie in einer Berghütte fühlt man sich beispielsweise im 2-Personen-Ausbau des Peugot Partner. Dach und Wände sind dabei mit grauem Filz ausgeschlagen. Die Sperrholzmöbel mit Schichtstoff-Oberfläche lassen sich je nach Gusto in verschiedenen Farben ordern, gerne auch unterschiedliche für Korpus und Fronten. Die Modelle heißen wie ihre Basisfahrzeuge. Den kleinsten auf Dacia-Dokker-Basis mit Campingausbau gibt es schon ab 18.499 Euro.

    Tipp: Weitere Ausbauten von Alpin Camper werden für den Nissan NV 300, Peugeot Partner und Expert sowie die VW Modelle Caddy und T6 angeboten. Allen gemein ist die Längsbank, die sich am Abend zum Doppelbett wandeln lässt. Anders als beim Nissan, Partner und Caddy steht beim T6 der Küchenblock im Heck, während rechts eine Durchlademöglichkeit bleibt, etwa für Fahrräder.

  4. Bürstner

    Mit der neuen Baureihe Campeo mischt Bürstner seit 2020 ebenfalls bei den günstigeren Campingbussen mit. Allerdings schaffen es nur die beiden kleineren Modelle unter die 40.000-Euro-Marke. Der 5,40 Meter lange Campeo 540 bietet einen bewährten Campingbuss-Grundriss mit Querbett im Heck und ist für einen Preis ab 38.300 Euro zu haben. Auch der etwas größere Campeo 600 bietet ein Querbett im Heck und kostet ab 39.470 Euro. Optional bietet Bürstner für alle drei Campingbusse ein Aufstelldach an, was sie zum praktischen Familiencamper macht.

    Tipp: Ganz knapp unter den 40.000 Euro liegt auch der neue Campervan von Bürstner: Copa. Er basiert auf einem Ford Transit Custom und bietet die klassische Küchenzeile sowie ein Aufstelldach. Dank eines Schienensystems kann der Bus ganz variabel genutzt werden, wahlweise mit Einzelsitzen oder einer Sitzbank.

  5. Campmobil Schwerin

    Eine Alternative zum Standardgrundriss mit Möbelzeile links kommt von Campmobil aus Schwerin. Der Hersteller baut VW Transporter aus, die vier Modellvarianten mit Winkelküche im Heck starten allerdings bei etwa 57.000 Euro. Neben VW-T6-Bussen bietet Campmobil Schwerin das Modell Tramp an, das auf dem Hochdachkombi VW Caddy basiert. Der Minicamper setzt auf eine Möbelzeile rechts, die eine kleine Küche, Staufächer und einen Klapptisch beinhaltet. Gegenüber sitzt man auf einer langen Längsbank, die für die Nacht zu einem Einzel- oder schmalen Doppelbett umgebaut werden kann.

    Tipp: Wem ein Hochdach-Kombi als Kompaktcampingmobil reicht, der kann mit dem Tramp schon ab 31.300 Euro Grundpreis einsteigen.

  6. Carado

    Routiniert gefertigte Serienprodukte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis erhält man von der Marke Carado aus der Erwin Hymer Group. Die vier Camper Vans auf Basis des Fiat Ducato sind dabei bis auf die Außen- und Innendekors identisch zu den Campingbussen der Schwestermarke Sunlight. Alle vier Klassiker vom kurzen Querbettmodell CV 540 bis zum langen Längsbettwagen CV 640 sind vertreten und bleiben unter der 40.000-Euro-Grenze.

    Der günstigste ist der kurze CV 540 mit 5,41 Metern Länge. Er kostet 35.999 Euro und setzt auf ein Doppelbett quer im Heck, wie einige der größeren Varianten. Dafür fallen andere Bereiche wie Bad und Küche etwas kompakter aus. Um komplett reisefertig zu werden, benötigt der Bus zumindest das Basic-Paket mit Duschausstattung, Fliegengittertüre und Drehplatte für die Tischerweiterung an der Sitzgruppe für 1.499 Euro und das Chassis-Paket für gut 2.000 Euro mit Tempomat, Fahrerhaus-Klimaanlage und Beifahrer-Airbag. Empfehlenswert ist auch der 140-PS-Motor für die Fiat-Basis mit 949 Euro Aufpreis.

    Tipp: Das besondere am Carado Camper Van ist, dass er nahezu ohne Besonderheiten auskommt und sich so äußerst mehrheitsfähig gibt. Praktisch sind die relativ großen Kleiderschränke, weniger geglückt ist die geringe Stehhöhe im Bad. Als Designalternative kommt der baugleiche Sunlight Cliff in Frage.

  7. Challenger/Chausson

    Die französischen Marken gehören zur Trigano-Gruppe, zu der auch Anbieter wie Roller Team und Mobilvetta, aber auch die deutschen Hersteller Karmann Mobil und Eura Mobil gehören. Beide Marken bieten fünf baugleiche Campingbus-Grundrisse auf Ducato-Basis an. Der kleinste ist ein 5,40 Meter langer Van mit einem Querbett im Heck. Darauf folgt ein weiteres Querbettenmodell auf einer Länge von 5,99 Metern sowieso ein ebenso langes Familienmodell mit Doppelstockbett. Außerdem gibt es noch zwei 6,36 Meter große Campingbusse. Eines ist mit einem extra breiten Doppelbett ausgestattet sowie einer Fahrradgarage und das andere mit Einzelbetten. Die Preise beginnen bei 35.490 Euro.

    Tipp: Bei Challenger und Chausson gibt es verschiedene Ausstattungspakete. Der Grundpreis bezieht sich immer auf das Basic-Paket mit Serienausstattung. Die VIP-Pakete bieten Komfort-Ausstattung mit mehr Annehmlichkeiten, wie beispielsweise Nebelscheinwerfer, chromeingefasste Armaturen, Lederlenkrad, Premiumarbeitsplatte und vieles mehr.

  8. Clever Van

    Clever Vans ist eine Marke der Pössl-Gruppe, die unter dem Namen Freizeit und Sport GmbH firmiert. Doch bei den Grundrissen, dem Marketing, dem Vertrieb und der Fertigung geht die Clever-Mannschaft weitgehend eigene Wege – was sie zu einer interessanten Pössl-Alternative macht. Obwohl die Marke wirtschaftlich mit Pössl verbunden ist, hat sie eine eigene Produktionsstätte in Ungarn. Diese Fertigung erlaubt eine für die Preisklasse enorme Individualität.

    Clever-Käufer können unter allen Karosseriefarben der Basisfahrzeuge sowie vielen unterschiedlichen Möbeldekoren und Polsterstoffen wählen. Hinzu kommen Sonderausstattungen, die weit über das übliche Maß hinausgehen.

    Der 5,40 Meter kurze Cleverly 540 bietet wahlweise ein Querbett mit Oberschränken darüber im Heck oder ein Doppelstockbett serienmäßig, was ihn auch für Familien attraktiv macht. Bad und Sitzgruppe fallen kompakt aus. Eine Küchenzeile hat es auch an Bord.

    Tipp: Der Clever Cleverly 540 auf Citroën-Jumper-Basis startet bereits ab 34.990 Euro. Die Modelle Move, Tour 540 und Celebration starten bei 39.990 Euro und schaffen es gerade so noch unter die 40.000-Euro-Marke.

  9. Forster

    Forster stellt mit der Serie "Livin-up" günstige Einsteiger-Fahrzeuge mit praxistauglicher Ausstattung vor. Drei Modelle gibt es für 2021 schon ab 33.900 Euro. Das kleinste Modell ist der Forster V 599 HB Livin'up mit einer Länge von 5,99 Metern und einem Querbett im Heck. Eine Besonderheit im Fahrzeug ist der beidseitig öffnende 70-Liter Kühlschrank an Bord. Im Forster V 599 VB Livin'up kommt im Heck ein Doppelstockbett unter. Etwas länger ist der Forster V 636 EB Livin'up mit Einzelbetten im Heck. Auch für diesen größten Bus der Baureihe startet der Grundpreis mit 36.290 Euro.

    Tipp: Die Sechs-Meter-Vans von Forster haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,3 Tonnen, nur der Längere hat ein Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Aufgrund der Zuladung ist vor allem das 636-Modell für eine vierköpfige Familie zu empfehlen.

  10. Globecar

    2004 wurde Globecar als Schwestermarke von Pössl ins Leben gerufen. Ihre Entstehung verdankt die Marke einer vertriebspolitischen Entscheidung. Denn die Globecar-Modelle sind nahezu baugleich zu den Produkten von Pössl. Mit zwei Marken war es aber möglich, zwei Händlernetze parallel aufzubauen. Unterscheiden lassen sich die Fahrzeuge praktisch nur an abweichenden Außen- und Innendekors und eventuell kleineren Differenzen bei der Serienausstattung. Die günstigsten Modelle starten bei 35.699 Euro (Summit 540).

    Zu den günstigeren Modellen unter 40.000 Euro zählen der Roadscout R und Globescout aus der D-Line. Beim Roadscout R handelt es sich um einen 5,40 Meter großen Querbetten-Grundriss aus Basis eines Citroën Jumper. Den Roadscout R gibt es ab 39.299 Euro, wer allerdings lieber einen Fiat als Basisfahrzeug wählt, schießt schon über die 40.000 Euro hinaus. Denselben Preis zahlt man für den 5,99 langen Globescout mit identischen Grundriss und Basisfahrzeug.

    Ebenfalls sehr günstig sind die Modelle der Baureihe Summit. Die Campingbusse mit Schwenkbad gibt es in verschiedenen Längen. Die 5,40 Meter großen Summit 540 und Summit 540 Prime (mit Skyroof) gibt es ab 35.699 bzw. 38.599 Euro auf Citroën-Basis.Eine Nummer größer ist der Summit 600 mit einem Grundpreis von 39.499 Euro.

    Tipp: Für einen Fiat Ducato als Basisfahrzeug zahlt man bei den Globecar Campingbussen nur 300 bzw. 400 Euro mehr. Je nach Modell bekommt man auch auf dieser Basis einen sehr günstigen Campingbus-Neuwagen.

  11. Pössl

    Peter Pössl hatte Mitte der 90er Jahre die Idee, Peugeot-Boxer-Kastenwagen günstig in Slowenien einzukaufen und gleich vor Ort ausbauen zu lassen. Damit konnte er Campingbusse mit praktisch konkurrenzlosem Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt bringen und hat den Campingbus-Markt einst revolutioniert. Dabei hat man immer wieder auch neue Lösungen eingeführt, die sich oft früher oder später bei vielen Campingbusmarken wiederfanden – etwa das Fliegengitter an der Schiebetür, das zusätzliche Aufstelldach oder die Dusche im Gang.

    Heute gliedert sich die Modellpalette von Pössl in zwei Baureihen. Die D-Line umfasst günstigere Modelle mit Original-Blechhochdach, die bei Dethleffs in Isny vom Band rollen. Etwas höher angesiedelt sind die H-Line-Modelle mit GfK-Schlafhochdach, die in der Manufaktur Heinrich ausgebaut werden – einem Betrieb, in dem einstmals die Campingbusse der Marke Concorde entstanden. Dort wird auch weiterhin der Pössl-Dauerbrenner Concorde Compact mit Hochdach gefertigt und über das Händlernetz vertrieben.

    Neu für die Saison 2021 sind der 2Win S Plus und Trenta 600 für einen Grundpreis von 39.999 Euro. In beiden Modellen setzt Pössl auf ein offenes Wohnraumkonzept mit freie Blickachse. Im 2Win S Plus verzichtet der Hersteller dafür auf raumhohen Kleiderschrank und Kühlschrank. Der neue Kühlschrank mit beidseitig öffnender Tür und einem Frostfach wandert an die Stirnseite der Küchenzeile. Der Trenta 600 bietet darüber hinaus ein besonderes Lichtkonzept.

    Tipp: Zu den günstigsten Campingbussen bei Pössl zählen die Modelle Roadcamp ab 37.699 Euro und Roadcamp R ab 38.699 Euro, 2 Win und 2Win R ab 38.699 bzw. 39.699 Euro. Summit 540 für 35.699 Euro und Summit 540 Prime für 38.599 Euro sowie Summit 600 ab 39.499 Euro.

  12. Reimo

    Seit Jahrzehnten finden Selbstausbauer bei Reimo ein breites Angebot an Ausbaumaterialien und Komponenten für ihre Campingbusausbauten in Eigenregie. Das Spektrum reicht dabei von einzelnen Möbelmodulen bis hin zu kompletten Ausbausätzen für verschiedenste Basisfahrzeuge.

    Auch wer lieber "schlüsselfertig" kauft, findet eine breite Modellauswahl – für den VW-Bus, VW Caddy und Crafter, Ford Transit Custom, Renault Trafic sowie Mercedes Vito und Sprinter. Preise unter 40.000 Euro bieten die beiden VW-Caddy-Ausbauten VW Caddy Active KR ab 22.990 Euro und der VW Camp Caddy Maxi ab 33.990 Euro, allerdings sind das noch die Preise von 2020. Für 2021 gibt es einen neuen VW Caddy und Reimo wird vermutlich die Preise noch einmal anpassen.

    Tipp: Einen VW T6.1-Ausbau ab 33.990 Euro bietet der Reimo Bike & Surf. Der Kombi mit kurzem Radstand ohne Aufstelldach hat ein Maxibett mit einer Liegefläche von 198 x 125/160 Zentimeter. Mit Modulen wie dem Textilschrank oder dem Küchenmodul cooky mit Kühlbox und Kocher wird das Fahrzeug zum vollwertigen Campingfahrzeug.

  13. Roadcar

    Die preisgünstige Tochtermarke von Pössl, die es seit 2015 gibt, stützt sich auf vier Modelle. Gefertigt werden die Fiat-Ducato-Ausbauten – trotz niedrigem Preisniveau – im sächsischen Capron-Werk, wo sonst vor allem Carado- und Sunlight-Modelle entstehen. Die Modelle sind auch auf Citroën Jumper erhältlich.

    Alle vier Modelle liegen unter der Preisgrenze von 40.000 Euro. Der günstigste Campingbus ist der Roadcar R 540 ab 33.599 Euro. Mit 5,40 Metern ist er auch der Kürzeste und bietet die übliche Campingbus-Aufteilung aus Sitzgruppe vorn, Küchenzeile und Bad gegenüber und ein Querbett im Heck. Eine Nummer größer wird es im 34.599 Euro teuren R 600, der ebenfalls ein Querbett im Heck bietet allerdings auf einer Fahrzeuglänge von sechs Metern. Der Roadcar 601 ist 1.000 Euro teurer und bietet dank Doppelstockbett sogar Platz für vier Personen.

    Tipp: Das längste Modell mit 6,40 Metern ist der R 640 mit Einzelbetten, den es nicht mehr als 3,3 Tonner gibt sondern nur noch mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Außerdem gibt es ihn auf Citroën-Basis nur mit dem 140 PS Motor (oder mehr) und nicht mehr mit dem kleineren 120 PS Motor. Für 37.599 Euro bekommt man einen R 640 entweder mit 140 PS auf Jumper-Basis oder auf Ducato-Basis mit nur 120 PS.

  14. Roller Team

    Die Marke Roller Team gehört zum Trigano-Konzern – daher die Ähnlichkeiten zu Modellen von Challenger, Chausson und Karmann. Die Livingstone genannten Modelle basieren alle auf dem Fiat Ducato und haben einen Grundpreis zwischen 34.108 und 42.258 Euro.

    Es gibt zwei Livingstone-Modelle mit einer Länge von 5,99 Meter sowie sieben Livingstone-Sport-Modelle und die identischen sieben Grundrisse noch einmal in der luxuriösen Advanced Edition. K2 nennt sich die kürzeste Livingstone-Variante mit 5,41 Meter Länge und kompaktem Querbett im Fond. Für den 6-Meter-Ducato bietet Roller Team vier Grundrisse: 2, 4, 5 und 6. Bis auf den Livingstone 6, der mit Einzelbetten im Heck und Raumbad kommt, sind die anderen drei Campingbusse klassisch mit Querbett ausgestattet, wobei der Roller Team Livingstone 5 sogar zwei Doppelbetten übereinander im Heck mitbringt. Bleibt noch der 6,36 Meter lange Duo mit Längseinzelbetten.

    Neu ist 2021 der 6,36 Meter lange Livingstone Duo XL Sport mit Hubbett im Heck und großer Garage darunter. Zwei Fahrräder passen bei hochgefahrenem Bett gut hinein und können dank Zurrösen am Boden gesichert werden. Allerdings liegt der Duo XL Sport nur mit den aktuellen 16 % Mwst. knapp unter 40.000 Euro.

    Tipp: Am günstigsten sind die Modelle Livingstone 2 und 5 mit Preisen ab 34.108 bzw. 34.595 Euro.

  15. Skycamper

    Zwischen Hamburg und Lübeck ist der Campingbusbauer Skycamper zu Hause. Die Linauer Firma hat sich auf den Ausbau von VW T5 und T6 spezialisiert, bietet zudem Komplett- und Gebrauchtwagen an. Kunden können zwischen verschiedenen Ausbautypen wählen, die immer einen verschiebbaren Tisch enthalten, einen Spülschrank samt zwei 12-Volt-Steckdosen und ein Bett. Aufstelldächer können ab 4.990 Euro nachgerüstet werden. Diese Möglichkeit bietet Skycamper auch für Mercedes Vito und Viano an.

    TippVW T6.1 als Campervan mit Wohnausbau gibt es bei Skycamper bereits ab 36.990 Euro.

  16. Sunlight

    Im Jahr 2004 entstand Sunlight unter dem Dach des Herstellers Dethleffs als Günstigmarke. Der Produktionsstandort ist seit 2006 das Capron-Werk in Neustadt/Sachsen, dort entstehen auch die Fahrzeuge der Schwestermarke Carado, mit weitgehend identischen Modellen. Sunlights Markenzeichen: das junge, sportliche Image und der günstige Preis.

    Die Campingbusse namens Cliff baut Sunlight seit 2017. Sie sind baugleich zu den Carado-Camper-Van-Modellen. Für 2021 gibt es vier Grundrisse von 5,41 bis 6,36 Metern Länge, alle basieren auf dem Fiat Ducato, haben mindestens zwei Schlafplätze, ein Kompaktbad und eine Stehhöhe von 1,90 Metern. Der Cliff 601 eignet sich dank Doppelstockbetten im Heck sogar für bis zu vier Personen – plus Notschlafplatz in der Sitzgruppe. Den kleinsten Cliff 540 gibt es ab 34.499 Euro und auch das größte Modell mit Einzelbetten bleibt mit einem Grundpreis von 37.499 Euro noch unter 40.000 Euro.

    Tipp: Neu ist die Cliff Adventure Edition. Dabei handelt es sich um die vorgestellten vier Grundrisse, die ab Werk schon besonders gut ausgestattet sind. Zwar steigt der Preis dann knapp über 40.000 Euro, doch bringt die Edition dem Käufer, laut Sunlight, eine Ersparnis von knapp 6.000 Euro.

  17. Sun Living

    Die Tochtermarke von Adria aus Slowenien bringt günstige Freizeitfahrzeuge auf den Markt, darunter als V-Serie Campingbusse auf Citroën-Jumper-Basis (auch auf Fiat Ducato erhältlich) ab 31.091 Euro. Für die Saison 2021 kommt ein dritter Grundriss hinzu. Der V 60 SP Family ist mit einem Doppelstockbett im Heck ausgestattet und bietet somit bis zu vier Personen einen Schlafplatz. Darüber hinaus kann man ein Bett auch ausbauen und das untere hochklappen, so entsteht eine große Fahrradgarage.

    Weitere Grundrisse sind der V 60 SP, ein klassischer 6-Meter-Kastenwagenausbau mit Bad und Querbett im Heck. Der V 65SL ist 6,36 Meter lang und hat neben der Sitzgruppe vorne noch ein zusätzliches Wohnzimmer an Bord. Wie das geht? Die Einzelbetten hinten können tagsüber zu zwei Längssofas umgebaut werden. Optional gibt’s zudem eine Hängematten-Lösung für weitere Schlafplätze.

    Tipp: Die Zweitmarke von Adria will gezielt ein jüngeres und preissensibleres Publikum ansprechen. Das größte Modell V 65SL hat einen Grundpreis von gerade einmal 33.948 Euro auf Jumper-Basis.

  18. Weinsberg

    Bereits seit fünfzig Jahren bietet die Tochtermarke der Knaus-Tabbert-Gruppe ausgebaute Kastenwagen auf Fiat-Basis an. Diese heißen bei Knaus und Weinsberg Caravaning Utility Vehicle, kurz CUV.

    Für 2021 hat Weinsberg jeweils acht Grundrisse seiner Baureihen Carabus und Caratour im Angebot. Die beiden Kastenwagen-Baureihen unterscheiden sich vor allem in der Ausstattung: Der Caratour hat nur das an Bord, was man tatsächlich benötigt, der Carabus bietet mehr Komfort. Die Ducato-Busse liegen zwischen 5,41 und 6,36 Metern Länge. Neu ist das eigens entwickelte Pop-up-Roof inklusive Dachfenster, das es für alle Campingbusse von Knaus und Weinsberg gibt.

    Tipp: Die drei Grundrisse 540 MQ, 600 K und 600 MQ liegen unter 40.000 Euro. Beim kleinsten 540 MQ startet der Preis bei 38.007 Euro.

  19. Westfalia

    Von der Pferdekutschen-Schmiede aus dem Jahr 1844 wandelte sich das Unternehmen zur Mutter des modernen Campingbus-Ausbaus. Auf Kundenwunsch entwickelte Westfalia im Jahr 1951 eine Campingbox für den VW T1. Bis einschließlich der vierten Transporter-Generation war der Hersteller maßgeblich an der Entwicklung des California beteiligt – dann nahm VW den Ausbau in die eigenen Hände. Seit 2011 gehört Westfalia zur französischen Rapido-Gruppe. Mittlerweile bietet die Marke ein eigenes, umfangreiches Portfolio, kooperiert aber parallel weiter eng mit den Automobilherstellern.

    Tipp: Nur der kleinste Amundsen-Grundriss 540 D schafft es unter die Grenze von 40.000 Euro. Er ist ab 39.890 Euro zu haben. Die anderen Baureihen liegen deutlich darüber.

  20. Vanster

    Der Campster schlug ein wie eine Bombe auf dem Reisemobilmarkt. Damals noch unter 40.000 Euro zu haben, war er vergleichsweise günstig. Jetzt hat er knapp die 40.000er Marke überschritten und fliegt somit aus dieser Liste.

    Mit dabei ist aber noch der Vanster, den Pössl im eigenen Werk in Vielbrunn baut. Ihn gibt es sehr günstig bereits ab 32.999 Euro auf Basis des Citroën Jumpy Kombi. Die erwartet hohen Stückzahlen des Campingbusses machen solch einen Preis möglich. Dafür ist die Ausstattung relativ überschaubar: Für das Geld bekommt man einen Jumpy mit Drehkonsolen, also drehbaren Vordersitzen, samt einem Aufstelldach mit Bett.

    Tipp: Reisefertig ist der Vanster noch nicht. Wer das Fahrzeug zu einem Urlaubsfahrzeug aufwerten möchte, kann ein Campingbett dazuordern sowie Campingboxen für die Ladefläche. Letztere verfügen über ein kleines Waschbecken und einen Kocher.

  21. Zooom

    Individuelle Reisemobile baut die Manufaktur aus Bayern bereits seit 1998. Neben Individualausbauten hat Zooom derzeit drei Serienmodelle im Portfolio, eines davon auch auf Basis des Nissan NV 200. Zoom nennt ihn den "kleinen Stadtindianer". Er ist mit einem Aufstelldach und einer Küchenzeile ausgestattet. Den Dacia Dokker verwandelt der Hersteller mit einem Dachzelt zum Camping-Pkw mit vier Schlafplätzen. Außerdem vertreibt Zooom Drehkonsolen für diverse Kastenwagen und Hochdach-Kombis – zum Selbstausbau oder zum Einbau in Merching/Bayern oder in Erkrath bei Düsseldorf.

    Tipp: Den kleinen Stadtindianer auf Nissan-Basis gibt es schon ab 17.900 Euro.

Woher kommen die günstigen Campingbusse?

Wenn es um preiswerte Busse geht, darf der Name Peter Pössl nicht fehlen. Länger als ein Vierteljahrundert ist es her, dass er seinen ersten Kastenwagen ausbaute, um 1996 den ganz großen Coup zu landen. "Schon fast geschenkt" betitelte promobil damals die Premiere des Pössl Duo Van. Mit Komplettausbau kostete er genau 45.885 Mark – und damit keinen Pfennig mehr als der nackte Transporter. Dabei gelang die Sensation in der Arena der Campingbusse ohne große Akrobatik. Pössl organisierte in Slowenien günstige Peugeot-Kastenwagen und eine Serienfertigung bei Adria.

Peter Pössl selbst hat sich inzwischen aus der Branche zurückgezogen, seine Marke stellte aber nicht nur das Preisgefüge auf den Kopf. Sie hat gleichzeitig eine neue Fahrzeugklasse geschaffen: Kastenwagen mit Serienhochdach von Fiat, Citroën oder Peugeot, die mit Sanitärraum und zumeist festem Bett echten Reisemobilkomfort im unauffälligen Transporter mitbringen.

Der Erfolg ließ Wettbewerber nicht lange zögern. Aus einem süditalienischen Werk des französischen Trigano-Konzerns kommen heute Campingbusse nach gleichem Muster für die Marken Chausson, Challenger, und Roller Team. Dort entstehen auch die kostspieligeren Modelle für Karmann Mobil.

Obwohl der Name Dethleffs im Segment der Campingbusse gar nicht auftaucht, gehört das Werk im Allgäu zu den wichtigen Geburtsstätten für ausgebaute Kastenwagen. Hier rollen seit 2004 die Modelle von Pössl und der Schwestermarke Globecar vom Band. Der ursprüngliche Pössl-Produzent Adria vertreibt seine Campingbusse längst unter eigener Flagge und für die Zweitmarke Sun Living. Die Weinsberg-Modelle entstehen im ungarischen Werk der Knaus-Tabbert-Gruppe. Das Markengewimmel mag zunächst verwirren, doch fällt die tatsächliche Auswahl aufgrund der vielen baugleichen Modelle viel übersichtlicher aus.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Außenlänge: Die meisten Reisemobile verwenden den längsten Radstand – für optimale Platzverhältnisse eine gute Wahl. All jene, die auch einmal in der Stadt parken wollen, suchen aber besser gezielt nach Modellen mit mittlerem Radstand. Nur so kommt der Ducato mit der Fläche üblicher Pkw-Parkplätze zurecht – und gelangt wegen des nicht gar so aus­ufernden Wendekreises auch tatsächlich hinein. Ein wenig Gewicht spart man überdies. Zwar genügt die Gesamtzuladung in fast allen Fällen, doch kann es bei der Belastbarkeit der Vorderachse eng werden. Im Vergleich zur gängigen 3,3-Tonnen-Variante hat die optionale 3,5-Tonnen-Ausführung auch bei den Achslasten mehr Reserven.

Basisfahrzeug: Fiat Ducato und Citroën Jumper beherrschen die Klasse, selten ist auch einmal ein Peugeot Boxer zu haben. Wichtigster Unterschied: der Motor, der in dieser Klasse 130 PS haben sollte. Fiat setzt auf seinen bewährten 2,3-Liter-Multijet, Citroën und Peugeot auf einen 2,0-Liter-HDi-Motor aus den eigenen Pkw. Vorteil der Franzosen: der günstigere Preis. Bislang hatten sie dem Ducato die eine effizientere Abgasreinigung mit Adblue voraus, das ändert sich jedoch mit dem neuen Ducato-Modell. Der Fiat-Motor wirkt allerdings etwas spritziger, außerdem hat die Marke ein dichtes Servicenetz für Wohnmobile.

Grundriss: Drei Raumaufteilungen haben sich in dieser Klasse durchgesetzt: ein wendiges 5,40-Meter-Modell mit schmalem Querbett, der 6,00-Meter-Klassiker, ebenfalls meist mit quer eingebautem Bett, und ein 6,40 Meter langes Modell mit zwei Längsbetten im Heck. Andere Einrichtungen sind seltener – meist auch weil mit ihren Vorzügen andere deutliche Nachteile einhergehen. Einige Hersteller bieten Aufstelldächer mit Zusatzbett an, die alle Grundrisse familienfreundlicher machen.

Sitzgruppe: Weil der Platz knapp ist, kommt die Sitzbank im Wohnraum meist etwas kurz. Sie ist zudem oft schmal und hat eine steile Lehne. Wenn hier häufiger Mitreisende Platz nehmen wollen, sollte man unbedingt vorher Probe sitzen. Vor der Fahrt wird der Tisch sicherheitshalber entfernt und sollte einen festen Platz finden.

Küche: Sie befindet sich meist im Einstieg und sollte eine erweiterbare Arbeitsfläche haben. Sehr praktisch ist außerdem ein hochgesetzter Kühlschrank. Häufig trifft man hier auf die gängigen Absorbergeräte, die sehr leise laufen. Bei großer Hitze und unebenen Standflächen spielen Kompressorgeräte ihre Vorteile aus. Hier muss man mit erhöhtem Stromverbrauch und hörbaren Arbeitsgeräuschen rechnen.

Bad: WC, Waschbecken und Dusche sind in dieser Klasse üblich – logischerweise auf engstem Raum. Ein verschiebbares oder klappbares Waschbecken hilft bei der optimalen Raumausnutzung, muss aber stabil sein. Wenn die Dusche an Bord mehr als ein Notbehelf sein soll, dann wählt man besser ein Modell, in dem sich der Waschraum mit variablen Wänden vergrößern lässt.

Bett: Die üblichen Grundrisse sehen im Heck feste Schlafgelegenheiten für zwei Personen vor. In den kurzen Modellen wird es kuschelig, die Sechs-Meter-Klasse bietet eine breitere Liegefläche. Am komfortabelsten sind Grundrisse mit Längsbetten. Hier hat man Platz und einen guten Zugang. Ein dritter Schlafplatz entsteht (oft gegen Aufpreis) durch Umbau der Sitzgruppe und ist manchmal nur als Kinder- oder Notbett geeignet. Für vier Personen gibt es Grundrisse mit zweiter Liegefläche über dem Heckquerbett.

Stauraum: Praktisch alle Modelle dieser Klasse gefallen durch ihr Transporttalent. Unter dem Heckbett lässt sich einiges unterbringen. Räumt man Lattenroste und Matratzen zur Seite, passen auch einmal Fahrräder hinein. Wenn Großtransporte die Regel sein sollen, achtet man darauf, dass im Heck möglichst wenig Technik steckt. Klassisch hohe Kleiderschränke sind dagegen selten an Bord zu finden.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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