Marktübersicht Plug-in Hybrid-Autos in Deutschland: Alle aktuelle PHEV im Überblick

Marktübersicht Plug-in Hybrid-Autos in Deutschland: Alle
aktuelle PHEV im Überblick
Bild 1 von 88

Marktübersicht Plug-in Hybrid-Autos in Deutschland: Alle aktuelle PHEV im Überblick

© BMW

2020 wird das Jahr der Elektrifizierung. Das Angebot an Plug-in-Hybrid-Modellen steigt sprunghaft. Alle erhältlichen PHEV mit Daten und Berichten im Detail – Stand März 2020

Neue CO2-Grenzwerte und die Folgen: Seit Anfang 2020 überbieten sich die Automobilhersteller mit neuen Modellen, die als Plug-in-Hybride zum Teil rein elektrisch fahren können und damit den Normverbrauch gehörig senken. Auch wenn gerade im Dienstwagen-Bereich umstritten ist, wie oft die Nutzer ihren PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) tatsächlich an das Ladekabel hängen – spätestens im Privatbesitz, ob als Neuwagen oder junger Gebrauchter, ändert sich das Bild. Denn wer sich bewusst für einen PHEV entscheidet, sucht im Alltag gerne und oft nach verfügbaren Lademöglichkeiten.

Den nach wie vor großen, durch die teuren Antriebsbatterien verursachten Preis-Nachteil der PHEV gegenüber vergleichbaren Verbrennermodellen versucht der Staat mit dem "Umweltbonus"-Förderprogramm entgegenzusteuern. Bislang mit 3.000 Euro Gesamtförderung, seit Februar 2020 für PHEV mit bis zu 4.500 Euro. Zusätzlich sind PHEV-Fahrer, die ihr Fahrzeug steuerlich geltend machen, bereits seit 2019 von einer steuerlichen Förderung betroffen.

Halbierte Dienstwagensteuer für PHEV

Seit Januar 2019 gilt eine neue Regelung zur sogenannten "Dienstwagensteuer". Bislang musste ein Arbeitnehmer oder Freiberufler, der seinen Dienstwagen privat nutzt, monatlich ein Prozent des Bruttolistenpreises als sogenannten geldwerten Vorteil versteuern. Diese Steuerbelastung wurde für Neuwagen mit Steckdosenanschluss deutlich reduziert: Bei Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden, die vom 1. Januar 2019 angeschafft oder geleast wurden, gilt als steuerliche Bemessungsgrundlage nur noch die Hälfte des Bruttolistenpreises.

Von der im November 2019 beschlossenen abermaligen Halbierung dieser "Dienstwagensteuer" profitieren allerdings nur noch die Besitzer reiner Elektroautos, wo der zu versteuernde geldwerte Vorteil nun bei 0,25% des LIstenpreises liegt. Für PHEV-Fahrer bleibt es bei 0,5%. Mancher PHEV rangiert bei der Dienstwagensteuer dennoch auf dem Kosten-Niveau eines Kleinwagens.

Umweltbonus – Prämie erhöht

Und was ist mit der Kaufprämie aus dem Umweltbonus? Die im November 2019 beschlossene Erhöhung für PHEV auf bis zu 4.500 Euro trat Ende Februar 2020 endlich in Kraft. Diesen beschlossenen neuen Bonus teilen sich weiterhin Staat und Hersteller je zur Hälfte. Da auf den Hersteller-Anteil noch die Umsatzsteuer aufgeschlagen wird, können Privatkunden vom Angebotspreis 4.927,50 Euro Euro inklusive Mehrwertsteuer abziehen.

Inzwischen werden PHEV, die inklusive Mehrwerststeuer bis zu 47.600 Euro kosten, mit 4.500 Euro bezuschusst – macht inklusive Mehrwertsteuer einen kalkulierbaren Nachlass von 4.927,50 Euro. Bei einem Netto-Listenpreis von 40.000 bis 65.000 Euro (inklusive Steuer also maximal 77.350,- Euro) reduziert sich die Förderprämie künftig auf 4.106,25 Euro brutto/3.750,- Euro netto.

PHEV – Die Reichweite

Um in den Genuss der Förderung zu kommen, ist die Reichweite des jeweiligen Fahrzeugs wichtig. Sie muss mindestens 50 Kilometer rein elektrischer Fahrstrecke entsprechen. Seit der Umstellung auf den strengeren WLTP-Verbrauchszyklus als Grundlage für diesen Wert im Jahr 2018 waren zunächst etliche PHEV aus der Förderfähigkeit gefallen, worauf die Hersteller zum Teil mit der Installation von Antriebsbatterien mit höherer Kapazität reagierten.

Hieraus resultiert, dass praktisch nur noch im Hochpreis-Segment, wo ohnehin die Kaufpreis-Latte zur Förderfähigkeit gerissen wird, elektrische Reichweiten unter 50 Kilometer angeboten werden.

Plug-in-Hybrid-Katalog: Marktübersicht

In der folgenden Tabelle haben wir alle in Deutschland verfügbaren Plug-in-Hybrid-Modelle aufgeführt (Stand März 2020). Zu den einzelnen Fahrzeugen finden Sie mit einem Klick auf den Modellnamen jeweils aktuelle Beiträge (Neuvorstellung, Fahr- und Testberichte) verlinkt. Weitere Daten finden Sie in der Bildergalerie, in der alle Modelle aufgeführt sind. Bei Fahrzeugen, die sowohl als Kombi als auch in einer Limousinenvariante verfügbar sind – zum Beispiel Volvo V60 oder Mercedes C-Klasse – haben wir jeweils die günstigsten Preise als Startpreis eingesetzt, in aller Regel sind dies die Preise für die Limousinen.

In unserer Übersicht sind einige PHEV-Modelle aufgeführt, die gerade erst auf den Markt kommen und noch nicht vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) in die Liste der förderfähigen Modelle aufgenommen wurden. Vor dem Antrag auf Förderung muss daher geprüft werden, ob das Wunschfahrzeug bereits in dieser Liste aufgeführt ist, diese wird auf der Homepage des BAFA monatlich aktualisiert.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
Kommentare
Top-Themen
Was hat drei Räder, ein Bett und summt während der Fahrt? Aus China stammt dieses knuffige, elektrische ...mehr
Bei der nächsten, im Mai stattfindenden Mecum-Auktion wartet ein echtes Schmuckstück auf einen neuen Käufer: Ein ...mehr
Die russische Luxusmarke Aurus bringt nach der Limousine Senat, dem davon abgeleiteten Cabrio sowie dem Van Arsenal ...mehr
Anzeige