Shelby GT500 EFI Fastback versteigert: Mustang-Prototyp mit 7,0-Liter-Einspritzer-V8

Shelby GT500 EFI Fastback versteigert: Mustang-Prototyp mit
7,0-Liter-Einspritzer-V8
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Shelby GT500 EFI Fastback versteigert: Mustang-Prototyp mit 7,0-Liter-Einspritzer-V8

© Barrett-Jackson Auctions

Spezialisten mussten diesen Mustang Shelby GT500 wieder aufbauen – jetzt ist der einzige Fastback-Prototyp mit Einspritzanlage versteigert worden.

Seit den 1980er-Jahren ist die elektronische Kraftstoffeinspritzung bei Pkw und Lkw weit verbreitet. Erste Fahrzeuge mit diesem System gab es allerdings schon Jahrzehnte vorher: So setzte Daimler bereits ab 1958 eine mechanische Saugrohreinspritzung beim 220 SE ein. In den 1960er-Jahren kamen dann die ersten elektronisch geregelten Kraftstoffeinspritzungen auf – Bosch stellte beispielsweise 1967 sein D-Jetronic genanntes System vor. Und auch Ford experimentierte mit elektronischen Kraftstoffeinspritzungen und rüstete damit zwei Mustang-Prototypen aus – schließlich gerieten Muscle und Pony Cars wegen ihres hohen Verbrauchs zunehmend in die Kritik.

Shelby-Chefingenieur wollte Einspritzung

Einer der Prototypen war der 1968er Shelby EXP 500 'The Green Hornet' Stufenheck, der andere ist der jetzt bei Barrett Jackson zum Verkauf stehende 1968 Shelby GT500 EFI Prototype Fastback (EFI: Electronic Fuel Injection) mit der Losnummer 1397. Shelby probierte Einspritzsysteme von Bosch und Conelec aus. Letzteres sitzt im zu versteigernden Prototyp. Der Ingenieur David Long hatte Conelec (Consolidated Electric) in New York gegründet und der damalige Shelby-Chefingenieur Fred Goodell war ein Fan von Longs Arbeit. Auf Bitten Goodells passte Long sein Conelec-Kraftstoffeinspritzsystem an den Ford-Ansaugkrümmer an und montierte das Drosselklappengehäuse dort, wo bei dem Shelby normalerweise der Vergaser sitzt.

Interieur ebenfalls mit Prototyp-Ausstattung

Die Farbe des Prototyps heißt Sunlit Gold, das Interieur des Autos ist schwarz. Die Mittelkonsole und die Rücklichter sind Vorproduktions-Teile und die Klimaanlage war schon ab Werk mit drin. Bei der Fronthaube mit der doppelten Luftöffnung könnte es sein, dass sie hier erstmalig zum Einsatz kam – kurze Zeit später deckte sie beim serienmäßigen 1968er Shelby Cobra GT 500 KR den Motorraum ab. Für den Antrieb ist ein 7,0-Liter-V8-Cobra-Jet-Motor zuständig, der in seiner Vergaser-Variante 340 PS leistet. Die Krafteinteilung übernimmt eine Ford-C6-Dreigang-Automatik. Warum die Einspritz-Version nie in Serie ging, ist nicht bekannt – entweder war die Spritersparnis gemessen am Aufwand nicht groß genug oder die Leistung litt.

Fünfjährige Restauration

Shelby-Experte Pete Disher restaurierte den Prototyp über einen Zeitraum von fünf Jahren, wobei er eng mit Chris, dem Sohn des verstorbenen David Long, zusammenarbeitete. Chris fertigte viele Teile für die Restauration der Einspritzanlage selber an. Longs Tochter Meredith hatte zum Glück das Archiv ihres Vaters aufbewahrt, so dass Disher bei der Restauration auf wertvolle Original-Unterlagen zurückgreifen konnte.

Keine Serienproduktion

An der Karosserie angebrachte kleine Conelec-Embleme weisen auf die besondere Technik dieses Shelby 500GT Fastback hin, die den Wagen zum Einzelstück macht. In der Auktion erzielte er jetzt einen Preis in Höhe von 396.000 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 337.695 Euro).

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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