Am kommenden Wochenende (11. bis 13.7.2025) startet Nordrhein-Westfalen in die Sommerferien – und damit machen sich aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland auch Millionen Urlauber auf den Weg.
Gleichzeitig beginnen im Norden der Niederlande die schulfreien Wochen. Auch aus Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland rollt der Verkehr in Richtung Küsten, Alpen oder Süden-Europa. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind viele bereits seit zwei Wochen unterwegs. Hinzu kommen Reisende aus dem Norden Europas sowie zahlreiche Kurzentschlossene.
Schönes Wetter lockt zusätzlich viele Ausflügler auf die Straßen. Besonders auf den Zufahrten zu Bergen, Seen und Stränden drohen lange Rückstaus.
Verkehrsentwicklung im Tagesverlauf
Die größten Staugefahren bestehen am Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer nicht an feste Termine gebunden ist, sollte besser auf einen Reisetag zwischen Montag und Donnerstag ausweichen – am besten außerhalb der Berufsverkehrszeiten.
Zur Entlastung des Ferienreiseverkehrs gilt an allen Samstagen vom 1. Juli bis einschließlich 31. August ein Lkw-Fahrverbot für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen – jeweils zwischen 7 und 20 Uhr.
Besonders staugefährdete Autobahnen In beiden Richtungen ist auf folgenden Autobahnen mit Verzögerungen zu rechnen: Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg Kölner Ring A1/A3/A4 A2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg A3 Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau A5 Frankfurt – Heidelberg – Karlsruhe – Basel A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg A7 Hamburg – Flensburg A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München A24 Hamburg – Berlin A31 Bottrop – Leer A45 Hagen – Gießen – Aschaffenburg A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen A93 Inntaldreieck – Kufstein A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen A99 Umfahrung München Vollsperrungen am Wochenende Mehrere Autobahnabschnitte bleiben am Wochenende voll gesperrt. Auf der A6 kommt es zwischen Mannheim/Schwetzingen und dem Dreieck Hockenheim in beiden Richtungen zu Behinderungen – von Donnerstag, 10. Juli, 22 Uhr bis Dienstag, 15. Juli, 6 Uhr. Die A8 Richtung München ist zwischen Bernau am Chiemsee und Frasdorf von Freitagabend, 11. Juli, 20 Uhr, bis Samstagmorgen, 12. Juli, 5 Uhr nicht befahrbar. Auch die A44 zwischen Heiligenhaus und Hetterscheid (beide Richtungen) bleibt von Freitag, 18 Uhr, bis Montag, 14. Juli, 5 Uhr gesperrt. Auf der A62 besteht zwischen Thaleischweiler-Fröschen und Pirmasens seit dem 7. Juli eine Sperrung, die bis Dienstag, 15. Juli, 24 Uhr andauert. Unverändert bleibt die langjährige Sperrung der A45 zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid ein Nadelöhr im Sauerland. Umleitungen führen weiträumig über das untergeordnete Straßennetz. Staugefahr auf Autobahnen im Ausland Auch im benachbarten Ausland bleibt die Lage angespannt. In Österreich, der Schweiz und Italien geraten viele Fernstraßen an ihre Belastungsgrenzen. Auf der Brennerautobahn führen die Bauarbeiten an der Luegbrücke trotz zweispurigem Verkehr an Wochenenden immer wieder zu Rückstaus. Auf der Inntalautobahn (A12) und der Fernpass-Route gelten an Wochenenden Abfahrtssperren. Der Reschenpass ist südlich von Pfunds wegen Bauarbeiten nur einspurig befahrbar, eine Ausweichroute führt über die Schweiz. Am Pfändertunnel (A14) behindern nächtliche Sperrungen einzelner Röhren zeitweise den Verkehr. Auch in Tschechien kommt es nahe der Grenze auf der D8 zwischen Dresden und Prag wegen Tunnelsanierungen zu Verzögerungen. In Italien, Frankreich, Kroatien und auf den Routen nach Skandinavien bleibt das Verkehrsaufkommen auf den Hauptachsen ebenfalls hoch. Grenzkontrollen: Wartezeiten möglich Seit Mai wurden die Kontrollen an allen deutschen Grenzen verstärkt. Die Maßnahmen erfolgen stichprobenartig, führen aber besonders am Wochenende zu Verzögerungen. An den Übergängen Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) kommt es regelmäßig zu Wartezeiten. Auch bei der Ausreise nach Frankreich, Dänemark, in die Niederlande oder nach Polen müssen Reisende mit Kontrollen rechnen. Wer über die Balkanroute nach Südosteuropa unterwegs ist, sollte ebenfalls mehr Zeit einplanen. Sprit sparen auf der Reise Um ein wenig die Kraftstoffkosten für die Urlaubsreise oder den Ausflug zu minimieren, sollten Autofahrer nach Möglichkeit die Schwankungen der Kraftstoffpreise im Tagesverlauf nutzen. Für eine aktuelle Übersicht bietet sich unsere kostenlose Spritpreis-App "mehr tanken" (Google Play-Store oder Apple App-Store) an, die die aktuellen Kraftstoffpreise, eine Preis-Prognose und günstige Tankstellen in der Nähe anzeigt. Dort finden auch E-Auto-Fahrer Ladepunkte und deren Preise. Die 8 Todsünden auf der Autobahn sehen Sie in der Fotoshow.