VW-Chef Diess

11/2018, Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des
VW-Konzerns
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11/2018, Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des VW-Konzerns

 © Volkswagen AG

VW-Boss Herbert Diess geißelt die Energiewende und lässt auf dem Weg zu einem klimaschonenden Unternehmen Geschäfte sausen.

Am Freitag (14.2.2020) schrieb der CEO auf dem Karrierenetzwerk Linkedin: „Im Wolfsburger Werk der Volkswagen AG ersetzen wir unsere zwei Kohlekraftwerke durch Gas-Dampfturbinen. Ab 2022 sparen wir damit 60% CO2 ein – das entspricht dem Ausstoß von 870.000 Autos.“ Er habe übrigens schon mehreren Interessenten abgesagt, die die alten Wolfsburger Kohlblöcke kaufen wollten, um sie anderwo in der Welt wieder aufzubauen.

Kohleausstieg hier, Kohleeinstieg da

Diess nannte die Enegriewende „paradox“. Im nordrhein-westfälischen Datteln gehe ein neues Kohlekraftwerk an Netz. Auf der einen Seite investiere man 400 Millionen Euro in den Kohleausstieg, dort würden 1,5 Milliarden Euro in den Kohleinstieg investiert. „Wenn Deutschland beim Kohleausstieg nicht vorangeht, können wir es auch von anderen nicht erwarten“, schreibt Diess.

Sieben der zehn größten CO2-Emittenten in Europa seien deutsche Kohlekraftwerke. Das Ausstiegsdatum 2038 bezeichnete er als mutlos. Ohne saubere Energie sei auch keine saubere Mobilität möglich. „ Denn Elektroautos sind nur so sauber wie der Strom, den sie laden.” Weltweit seien derzeit weit über 1.000 neue Kohlekraftwerke in Bau oder Planung. “Wenn sie alle ans Netz gehen, verpassen wir nicht nur das Pariser Klimaziel von 1,5 Grad. Wir überschreiten sogar die 2-Grad-Marke bei weitem. Die Erderwärmung würde sich unumkehrbar immer weiter fortsetzen”, mahnte der Konzernchef. „Ich kann jeden Jugendlichen verstehen, der freitags auf die Straße geht.“

Bis 2050 will Volkswagen klimaneutral sein und bis dahin den Ausstoß von Kohlendioxuid stufenweise senken.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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