Wieder Rückruf für Ford Kuga Plugin-Hybrid: Geschäftsführer entschuldigt sich per Video

Wieder Rückruf für Ford Kuga Plugin-Hybrid: Geschäftsführer
entschuldigt sich per Video
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Wieder Rückruf für Ford Kuga Plugin-Hybrid: Geschäftsführer entschuldigt sich per Video

© Ford

Die Besitzer eines Ford Kuga Plugin-Hybrids dürfen wegen möglicher Brandgefahr ihr Fahrzeug aktuell nicht mehr aufladen. Per Youtube kommt jetzt ein "Sorry" des Marketing-Geschäftsführers.

Wie Ford auf Nachfrage von auto-motor-und-sport.de erklärte (zuletzt am 08.10.2020), dürfen die Besitzer eines Ford Kuga Plugin-Hybrid wegen möglicher Brandgefahr ihr Fahrzeug aktuell nicht mehr aufladen. Bereits Mitte August 2020 hatten wir berichtet, dass es in Deutschland bei 4.672 Kuga PHEV-Modellen aus dem Produktionszeitraum 1. Juli 2019 bis 25. Juli 2020 ein Problem mit der Hochspannungsbatterie gibt, das unter bestimmten Umständen zu einem Fahrzeugbrand führen kann.

Während dies ursprünglich ein Problem bei Fahrzeugen war, die vor dem 25. Juni 2020 gebaut wurden, hat Ford nun aus Sicherheitsgründen den Rückruf auf alle Ford Kuga PHEV-Fahrzeuge ausgedehnt. Das betrifft in Europa 33.404 Fahrzeuge, die aus dem spanischen Werk in Valencia stammen, sowie alle Fahrzeuge, die bereits von einem Ford-Händler überprüft wurden.

350 Euro Gutschein für die Kunden

Das Problem: Die Hochvolt-Batterie oder Bauteile für die Laderegelung des Kuga PHEV müssen bei einem technischen Problem heiße Gase abführen, um Druck und Wärme abzubauen. Dieses nach Ford-Angaben "sehr seltenes" Ereignis kann andere Bauteile in Mitleidenschaft ziehen und einen Fahrzeugbrand auslösen. "Dieses Ereignis kann auch auftreten, während das Fahrzeug an ein Ladegerät angeschlossen ist und unbeaufsichtigt geladen wird", so Ford.

Bei den Modellen wird in der Werkstatt ein Abschirmpaket installiert. Geplanter Start der Umbaumaßnahmen war der 24. August 2020. Allerdings steht das Bauteil immer noch nicht bereit. "Die Fahrzeughalter werden individuell kontaktiert, sobald das Serviceverfahren verfügbar ist, um einen Termin zu vereinbaren", heißt es bei Ford. Als Entschädigungen für die Unannehmlichkeiten sollten die Kunden einen Gutschein in Höhe von 350 Euro für Serviceleistungen und Zubehör erhalten, den sie beim Vertragshändler einlösen können. Inzwischen will Ford geschädigten Kunden einen Tankgutschein in Höhe von 500 Euro zur Verfügung stellen, der noch im Oktober verschickt werden soll.

Ford Kuga PHEV nicht mehr laden

Bis dahin bittet Ford alle Fahrzeughalter das Fahrzeug nicht mehr an öffentlichen Station oder einer Haushaltsladestation anzuschließen. Auch das Aufladen über den Benzinmotor soll über die "Auto EV Modus"-Einstellung deaktiviert werden.

Inzwischen hat sich Ford Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH-Region) bei seinen Kunden für die Unannehmlichkeiten entschuldigt – und zwar per Youtube. In Person von Hans Jörg Klein, Geschäftsführer für Marketing, Verkauf und Service, bekräftigt Ford in einem Video vom 08.10.2020 noch einmal, dass der Kuga PHEV nicht extern aufgeladen und ausschließlich im EV-Auto-Modus gefahren werden soll. Einen Termin, wann Ford das Problem konkret beheben kann, nannte Klein dagegen nicht. Der Hersteller arbeite bisher noch daran, dessen Ursache einzugrenzen. "Die Lösung könnte länger dauern als zunächst angenommen", gibt der Geschäftsführer zu. Ford gehe davon aus, dass es sich um Monate handeln wird und nicht um Wochen.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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