Subaru XV 2.0i im Fahrbericht

Subaru möchte im Segment der kompakten SUV mitmischen und hat
sich deshalb den XV ausgedacht.
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Subaru möchte im Segment der kompakten SUV mitmischen und hat sich deshalb den XV ausgedacht.

© Beate Jeske

Mit dem Subaru XV möchte Subaru im Segment der kompakten SUV mitmischen. Zu den Spezialitäten des Subaru XV 2.0i zählen der Boxermotor und eine stufenlose Automatik. Wir sind den Benziner gefahren.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Nein, ein Ständchen trällert der Subaru XV 2.0i zwar nicht, erinnert aber bei Bedarf an wichtige Jahrestage – wenn zuvor der Bordcomputer entsprechend programmiert wurde. Weitere Spielereien leistet sich der 4,45 Meter lange Crossover nicht, sonst wäre er ja kein echter Subaru.

Wie die meisten Modelle der Japaner erweist sich der Subaru XV 2.0i als angenehm schnickschnackfrei: klar gezeichnete Rundinstrumente, eindeutig beschriftete Tasten sowie ein hoch positioniertes Zentraldisplay, in dem unter anderem die in der Exclusive-Ausstattung serienmäßige Klimaautomatik ihren Status verkündet, die wiederum mittels dreier großer Drehschalter Änderungswünsche entgegen nimmt. Einzig das Navigationssystem mit berührungsempfindlichem Monitor gibt nicht auf Anhieb die Logik seiner Menüstruktur Preis.

Subaru XV 2.0i mit müdem Boxermotor

Macht nichts, denn dank 22 Zentimeter Bodenfreiheit und permanentem Allradantrieb verzichtet der Subaru XV 2.0i zur Not auch völlig auf Straßen. Dabei begrenzt eher der etwas müde Boxermotor den Vortrieb. Trotz seiner Leistung von 150 PS fühlt sich der Benziner ziemlich matt an und zeigt erst jenseits von 4.000 Umdrehungen eine Idee von Temperament. Aufgrund seines Bauprinzips läuft er in diesen Drehzahlregionen wenigstens vibrationsarm. Mitschuld am Antriebsphlegma: das stufenlose Automatikgetriebe. Es vereint die Nachteile von schlechten Wandler- und CVT-Konstruktionen, denn das Getriebe lässt den Motor stets laut aufheulen und ruckt spürbar beim Anfahren und Gasgeben nach Schubphasen – obwohl Letzteres konstruktionsbedingt eigentlich gar nicht möglich sein dürfte.

Lichtblick: Die serienmäßige Start-Stopp-Automatik arbeitet zuverlässig und problemlos, bemüht sich allerdings vergeblich, den Verbrauch auf die vom Hersteller versprochenen 6,6 L/100 km zu drücken. Der Verbrauch des Subaru XV 2.0i pendelte sich bei zu hohen 9,4 Litern ein. Übrigens: In dieser Antriebskonfiguration regelt das Allradsystem den Kraftfluss elektronisch über eine Lamellenkupplung, während beim manuellen Getriebe ein Zentraldifferenzial mit Viscokupplung zum Einsatz kommt.

147 PS starker Boxer-Diesel ist empfehlenswert

Bei allen Subaru XV dagegen Standard: das – trotz Schiebedach – ordentliche Platzangebot vorne wie hinten, die angenehm straff gepolsterten, aber weitgehend seitenhaltfreien Sitze sowie das von zu harten Federraten gegängelte Fahrwerk. Damit ist der Subaru XV nicht besonders dynamisch, aber meist leicht untersteuernd und sicher unterwegs. Allerdings ist ein Bremsweg von 40,5 Metern nicht mehr zeitgemäß. Bitte nachbessern! Und wenn der Kaufinteressent dann noch den 147 PS starken Boxer-Diesel mitbestellt: herzlichen Glückwunsch!

Technische Daten:

XV 2.0i

Motor:B
Zylinder:4
Hubraum:1995 cm³
Leistung: 110 KW (150 PS)
Drehmoment (bei U/min): 196
Leergewicht:1400 kg
Höchstgeschwindigkeit:187 km/h
Kraftstoff:Super Benzin
Grundpreis:31.500 €

Quelle: 2012 Motor-Presse Stuttgart
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