Der blaue Mazda RX-7 Spirit R Type A ist einer der jüngsten Neuzugänge in der Sammlung der Familie Frey. Wir durften exklusiv hinter die Kulissen des Museums blicken.
Der blaue Mazda RX-7 Spirit R Type A ist einer der jüngsten Neuzugänge in der Sammlung der Familie Frey. Wir durften exklusiv hinter die Kulissen des Museums blicken.
In einem Außenlager stehen zum Beispiel dieser praktisch neuwertige Mazda 626. Die grüne Limousine daneben ist ein 616. Diese Generation der Mittelklasse-Limousine war noch nicht so erfolgreich wie ihre Nachfolger mit der "2" in der Mitte der Modellbezeichnung es in den 80er-Jahren wurden.
Eine echte Rarität steht in einem Nebengebäude des ehemaligen Straßenbahndepots, in dem sich seit 2016 das Museum befindet: Den Mazda Luce Royal Classic mit Wankelmotor und allem, was die Ausstattungsliste damals hergab, holten die Freys von einem Sammler aus den Benelux-Staaten. Die Limousine hat den Turbo-Wankel aus dem RX-7 unter der Haube und ist oberhalb des 929 positioniert.
Ganz bodenständig: Der 323 war das erste Erfolgsmodell von Mazda in Deutschland. Auf dem grünen Exemplar sammeln die Freys Unterschriften bedeutender Besucher. Das metallicblaue Nachfolgemodell wurde als Neuwagen in der DDR verkauft. Weitere Mazda aus dem Museum in Augsburg finden Sie in der Galerie.
Mazda Cosmo Sport 110 S: In diesem zweisitzigen Coupé von 1968 verbaute Mazda erstmals serienmäßig einen Zweischeiben-Wankelmotor. Von dem 128 PS starken Flitzer wurden 1.519 Stück produziert, drei davon besitzen die Freys. Der Cosmo, den sie in New Jersey gekauft hatten, bildete als erster Mazda-Oldtimer das Fundament ihrer Sammlung.
Mazda K360: 1959 gebaut, war das überdachte Dreirad der Nachfolger des 1950 gebauten GB-Dreirads. In einem Gespräch mit Wankel-Ingenieur Kenichi Yamamoto erfuhr Frey, dass es sich beim K360 um eine Art "Geheimprojekt" handelte. Yamamoto entwickelte das Dreirad hinter verschlossenen Türen, weil der Vorstand keine Mittel dafür bewilligen wollte. So stellte er sie anschließend vor vollendete Tatsachen und der K360 ging in die Produktion.
Mazda Luce 1800: Mit dem Design von Bertone ist der Mazda Luce sicherlich eines der schönsten Modelle in der Familiensammlung. Es ist einer der Favoriten von Markus Frey.
Mazda RX4: Den RX4 baute Mazda 1972 bis 1977 als Coupé, Limousine und als fünftürigen Kombi. Markus Frey nennt ihn nur sein „Herzinfarkt-Auto": Als er ihn auf einer Internetauktionsplattform ersteigern wollte, ist ein paar Sekunden vor Gebotsschluss der Rechner abgeschmiert. Nach dem Neustart konnte er aber aufatmen: Er hatte den RX4 ergattert.
Mazda R360 Coupé: Dieses Kei-Car (japanischer Kleinstwagen) war das erste Serienfahrzeug, das Mazda ab 1960 insgesamt 2.988 Mal baute. Die Freys kauften das Auto vor etwa 25 Jahren in Jahren in Sydney und mussten es erst mal wieder herrichten – der Motorblock lag beispielsweise unverbaut unter der Haube.
Mazda Autozam AZ1 Flügeltürer: Das Micro-Car mit aufgeladenem Dreizylinder-Ottomotor wurde nie in Deutschland verkauft. Papiere zu dem Wagen mit 1992er Baujahr gibt es nicht mehr. Die Freys ließen den AZ1 in Einzelteilen verschiffen, was den Import erleichterte. Insgesamt baute Mazda das Modell 4.392-mal.
Mazda GB Dreirad (rechts): Der Einzylinder von 1950 ist der älteste Mazda, den die Freys in ihrer Sammlung haben. Links neben dem Fahrersitz befindet sich ein optionaler zweiter Sitz zum Umklappen. Ob die Farbe auch originalgetreu ist, wissen die Freys nicht genau - das GB-Dreirad im japanischen Mazda-Museum hat aber zumindest die gleiche Farbe.
Mazda RX7: Die erste Generation der bis 2002 gebauten Modellreihe teilte sich das Segment Ende der Siebziger mit Konkurrenten wie dem Porsche 924 ("Volksporsche"). "Ein echter Geheimtipp für Oldtimer-Sammler", findet Markus Frey. Momentan seien sie noch recht günstig zu kaufen, der Preis könne aber bald in die Höhe gehen. Besonders auf die seltenen Linkslenker hat es der Sammler abgesehen: Davon stehen schon vier Stück bei ihm im Keller.
Mazda RX3: Nachdem der R100 in Deutschland nur mit Otto-Motor verkauft wurde, war der RX3 1972 das erste Modell, der mit Zweischeiben Kreiskolben-Wankel zu haben war. Hierzulande konkurrierte das zweitürige Coupé beispielsweise mit einem Opel Kadett C.
Mazda RX-2: In Japan bekannt unter dem Namen 616 Capella RE (Rotary Engine), wurde das Coupé wie auch die viertürige Limousine 1971 bis 1974 gebaut. Das Modell der Freys ist ein echtes Modell: Sie kauften ihn vor ein paar Jahren sozusagen als "Neuwagen", der weder angemeldet noch gefahren wurde.
Mazda MX-5: Was wäre eine Mazda-Sammlung ohne einen MX-5? 945.000-mal verkaufte sich der Kassenschlager bis 2014, sodass er sich einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als beliebtester Roadster weltweit verschaffte. Der rote MX5 im Hintergrund (2.v.l.) ist übrigens ein geschlossenes Coupé - eine seltene Version, die nur in Japan angeboten wurde.
Mazda Rotary Pickup: Dieses Modell wurde nur auf dem US-Markt angeboten, die Aufbauten im hinteren Bereich des Pick-Ups variierten. Die Version als Abschleppwagen gab es insgesamt 600-mal. Die Freys haben ihn damals im Doppelpack mit einem Wankel-Bootsmotor ersteigert.
Eine Familie, eine Leidenschaft: Gemeinsam sammeln die Freys (v.l.: Markus Frey, Walter Frey, Joachim Frey) alte Mazdas und restaurieren sie größtenteils in Eigenregie.
Das Mazda Classic Automobilmuseum Frey hat im Oktober 2016 eröffnet. Einige der rund 60 Autos in der Ausstellung werden jährlich getauscht, so bekommen Besucher immer wieder etwas Neues zu sehen.
Die Museumshallen befinden sich in einem ehemaligen Straßenbahndepot im Zentrum Augsburgs. In der Region betreiben die Freys drei Mazda-Filialen und verkaufen dort Neuwagen.