So synchronisieren Sie PC und Smartphone

So synchronisieren Sie PC und Smartphone
Wenn Sie die Daten zwischen PC und Smartphone synchron halten wollen, sollten Sie unseren Ratgeber lesen.
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So synchronisieren Sie PC und Smartphone

Wenn Sie die Daten zwischen PC und Smartphone synchron halten wollen, sollten Sie unseren Ratgeber lesen.

© Fotolia.com/anyaberkut

Einen PC und ein Smartphone findet man heute eigentlich in jedem Haushalt. Wenn Sie die Daten zwischen den Systemen synchron halten wollen, sollten Sie unseren Ratgeber lesen.

Mobile Endgeräte und der stationäre PC zu Hause teilen sich immer mehr Aufgaben. Das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Geräten ist nicht selten komplex. Hier stehen Sie vor der Aufgabe, Ihre Daten auf allen Geräten gleichermaßen auf einem aktuellen Stand zu halten. Ein umständlicher Abgleich der Daten über den USB-Stick ist hierfür zum Glück nicht mehr erforderlich. Mit der Cloud oder im Heimnetzwerk lassen sich die Synchronisationsaufgaben viel einfacher erledigen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Daten auf Ihrem Windows-PC und einem Smartphone mit Android-Betriebssystem stets aktuell halten.

Daten über das Google-Konto synchronisieren

Über das Google-Konto ist es recht einfach, Daten wie Termine oder Kontakte auf allen Geräten zu synchronisieren. Damit das funktioniert, müssen Sie allerdings mit demselben Konto auf allen Ihren Geräten angemeldet sein. Dann kann es schon losgehen.

  • Abgleichen der Kontakte

    Wenn Sie Ihre Kontakte auf der SIM-Karte Ihres Smartphones ablegen, funktioniert die Synchronisation über das Google-Konto noch nicht. Sie müssen vielmehr alle Kontakte in Ihrem Konto von Google statt auf der SIM speichern. Dafür ist nichts weiter zu tun, als in die Kontakte zu gehen und die Funktion Importieren auszuwählen. Dann gehen Sie auf den Punkt SIM-Karte. Markieren Sie alle Kontakte, die Sie von nun an in Ihrem Google-Konto speichern möchten. Als Nächstes gehen Sie in die Systemeinstellungen von Android und geben dort an, dass das Adressbuch mit dem Konto synchronisiert werden soll. Gehen Sie dazu auf Konten und wählen Sie Ihr entsprechendes Google-Konto aus. Dann müssen Sie nichts weiter tun, als einen Haken hinter Kontakte synchronisieren zu setzen. Ab jetzt müssen Sie sich um Ihr Adressbuch keine Sorgen mehr machen. Die Synchronisation erfolgt automatisch und Ihre Daten sind stets gesichert.
  • Ihren Kalender abgleichen

    Das Abgleichen funktioniert nicht nur mit Ihren Kontakten, auch den Kalender können Sie auf allen verwendeten Geräten synchron halten. Das ist praktisch, wenn Sie nicht nur von Ihrem Smartphone auf Ihre Termine zugreifen möchten. Das Abgleichen ist nach einer kleinen Änderung in den Systemeinstellungen in Android auch über den PC möglich. Gehen Sie dazu wiederum auf den Punkt Konto und aktivieren Sie hier die Synchronisierung von Kalenderdaten. Von nun an sollte alles wie gewünscht funktionieren.
  • Daten in Outlook über das Google-Konto abgleichen

    Outlook hat viele Inhalte. Eine Synchronisierung dieser Daten liegt also nahe. Möglich ist das wiederum über das Google-Konto. So fällt Ihnen in Zukunft die Verwaltung von Kontakten und Terminen viel leichter. Mit den Bordmitteln des Betriebssystems geht das aber leider nicht. Deshalb ist vorher die Installation eines Zusatztools erforderlich. Dieses sorgt dafür, dass alle Ihre Daten in Outlook und im Google-Konto stets auf dem gleichen Stand sind. Das hat den Vorteil, dass Ihre Daten aus Outlook nicht nur auf jedem Gerät verfügbar sind, sondern auch eine Änderung von Eintragungen jederzeit möglich ist. Die Daten werden dann auf allen anderen Geräten abgeglichen.
  • Damit die Synchronisation funktioniert, installieren Sie nun erst einmal das Tool cFOS Outlook DAV. Denken Sie allerdings daran, Outlook zu schließen, bevor Sie das Tool installieren. Sobald Sie mit der Einrichtung fertig sind, starten Sie Outlook wieder und sehen hier einen neuen Button mit der Beschriftung Sync All. Sie müssen jetzt nichts weiter tun, als in den Kontaktbereich von Outlook zu wechseln, mit der rechten Maustaste auf die Kontakte zu klicken und über das Kontextmenü Enable sync with Card DAV auszuwählen. Nun sehen Sie ein Konfigurationsmenü, in dem Sie verschiedene Einträge vornehmen können. Dazu gehört, hinter Folder URL: die Zeichenkette https://www.googleapis.com/ carddav/v1/ <Ihre Google-Mail-Adresse>/ lists/default/ einzufügen.
  • Beim Benutzernamen geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse an, die Sie bei Google eingerichtet haben. Geben Sie dann noch Ihr Passwort an und klicken Sie auf Save. Nun schließen Sie auch das Konfigurationsfenster wieder. Sie können jetzt eine Minute abwarten, dann startet die Synchronisation von selbst, oder Sie klicken direkt auf Sync All. Das Programm lädt nun Ihr Adressbuch aus dem Google-Konto. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass zum Beispiel Umlaute eventuell nicht richtig dargestellt werden. In diesem Fall werden Sie leider manuelle Änderungen der Daten vornehmen müssen. Die Synchronisation kann übrigens auch fehlschlagen, wenn Ihre Sicherheitseinstellungen in Google nicht passen. Melden Sie sich im Web bei Google an und aktivieren Sie den Zugriff über weniger sichere Apps.
  • Kalenderdaten werden nicht ganz auf die gleiche Weise synchronisiert wie Kontaktdaten. Gehen Sie zuerst einmal in den Kalenderbereich und klicken Sie dann auf Kalender öffnen. Danach wählen Sie Neuen leeren Kalender erstellen und suchen sich einen Namen aus. Der Typ sollte unbedingt auf Kalender eingestellt sein. Jetzt müssen Sie nur noch auf Ok klicken, um den Kalender zu erstellen. Den neuen Kalender finden Sie von nun an auf der linken Seite unter dem Punkt Meine Kalender. Gehen Sie mittels der rechten Maustaste wiederum in das Kontextmenü und wählen Config Cal DAV Sync aus. Hier tragen Sie gleich in der ersten Zeile folgende Zeichenkette ein: https://www.googleapis.com/ carddav/v1/ principals/<Ihre Google-Mail-Adresse>/ lists/default/
  • Tragen Sie für den Platzhalter Ihre Google-Mail-Adresse ein. Die Zeile darunter tragen Sie so ein wie bereits beschrieben und speichern die Änderungen. Jetzt können Sie das Fenster manuell schließen. Von nun an können Sie Ihre Kontakte und anderen Daten in beide Richtungen synchronisieren. Dazu ist lediglich ein Klick auf Sync All erforderlich. Änderungen in Google sehen Sie sofort in Outlook und umgekehrt. Damit sollte es Ihnen deutlich leichter fallen, Ihre Outlook-Daten synchron zu halten.
  • Synchronisation von Browserdaten

    Im Browser gibt es viele Daten, deren Synchronisation sich lohnt. Dazu gehören der Verlauf, die Lesezeichen (Bookmarks) und natürlich Ihre Passwörter. Damit das funktioniert, sollten Sie auf allen Ihren Geräten den Chrome-Browser verwenden. Damit haben Sie von allen Ihren Geräten aus Zugriff auf dieselben Lesezeichen und sonstigen Browserdaten. Falls Sie bisher noch nicht Chrome verwenden, stellt das kein Problem dar. Die Daten aus Ihrem alten Browser können Sie nach Chrome exportieren. Das passiert auf dem PC. Öffnen Sie Chrome und gehen Sie auf die drei Punkte oben rechts, um in das Menü des Browsers zu gelangen.
  • Hier finden Sie die Lesezeichen sowie die Funktion zum Importieren von Lesezeichen und Einstellungen. Aus einem Drop-Down-Menü können Sie auswählen, aus welchem Browser heraus der Import erfolgen soll. Danach setzen Sie Haken bei jenen Daten, die übertragen werden sollen. Zur Auswahl stehen zum Beispiel der Browserverlauf ebenso wie die Favoriten oder die Passwörter. Bestätigen Sie den Vorgang dann mit einem Klick auf Importieren.

Synchronisation über die Cloud

Die Cloud gewinnt immer mehr an Bedeutung, wenn es um den Austausch von Daten geht. Zu nennen sind dabei die Angebote von Microsoft und Google sowie die beliebte Dropbox. Je nach gewähltem Dienst steht Ihnen kostenfrei Speicherplatz von bis zu 15 Gigabyte zur Verfügung. Das ist nützlich, wenn Sie zum Beispiel Ihre Fotos und Videos auf verschiedenen Geräten aktuell halten möchten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Cloud-Speicher der drei genannten Anbieter nutzen und was es bei der Konfiguration zu beachten gilt. Damit können Sie Ihre Daten auf dem PC und dem Smartphone über die Cloud synchronisieren.

  • Google Drive

    Wenn Sie auf einen möglichst großen kostenlosen Speicher Wert legen, ist das Angebot von Google besonders attraktiv. Hier stehen Ihnen für Ihre Daten stolze 15 Gigabyte in der Cloud zur Verfügung. Alle drei Google-Dienste GmailGoogle Foto und Google Drive selbst teilen sich diesen Speicherplatz allerdings. Für das Uploading in die Cloud verwenden Sie einen Client, der für Windows ab der Version XP erhältlich ist. Installieren Sie diesen Client und geben Sie dann Ihre Google-Adresse an, mit der Sie sich auch in Ihr Konto einwählen. Google Drive wird dann ein Verzeichnis für Sie anlegen und die Synchronisation mit der Cloud vornehmen.
  • Sie müssen nicht unbedingt alle Ihre Verzeichnisse mit der Cloud synchronisieren. Der Client erlaubt Ihnen, die gewünschten Verzeichnisse auszuwählen. Die entsprechenden Konfigurationen nehmen Sie in den Einstellungen des Clients vor. Klicken Sie auf Synchronisierungsoptionen und wählen Sie Nur diese Ordner synchronisieren aus. Hier können Sie festlegen, welche Ordner berücksichtigt werden sollen.
  • Für Ihr Mobilgerät steht mit Google Drive eine passende App zur Verfügung, mit der der Zugriff auf die Cloud erfolgt. Bei Fotos handelt es sich um die App, mit der Sie Fotos und auch Videos automatisch in die Cloud übertragen. Andere Dokumente werden allerdings nicht automatisch auf Google Drive geladen. Das soll dazu dienen, den Speicherplatz zu schonen. Wenn Sie andere Dateien als Fotos und Videos auf dem aktuellen Stand halten möchten, müssen Sie manuell vorgehen. Rufen Sie hierzu einfach die App von Google Drive auf und markieren Sie die gewünschten Dateien. Danach tippen Sie auf das Symbol für die Synchronisation.
  • Dropbox

    Dropbox gehört bereits zum Urgestein der Cloud-Anbieter und zählt immer noch zu den wichtigsten Angeboten auf dem Markt. Für die private Nutzung Ihrer Dropbox steht Ihnen ein kostenloser Speicherplatz von 2 Gigabyte zur Verfügung. Durch verschiedene Maßnahmen lässt sich dieser aber durchaus auf bis zu 23 Gigabyte ausbauen. Das sollte für die meisten Verwendungsszenarien in der alltäglichen Praxis ausreichend sein.
  • Unter Windows ist für den Zugriff auf die Dropbox ein spezieller Client verfügbar, der ab der Version XP lauffähig ist. Sie müssen den Client nur herunterladen und sich anmelden, um auf Ihren Cloud-Speicher zugreifen zu können. Die Synchronisation Ihrer Daten stellen Sie dann über das Menü und den Punkt Konto ein. Ebenso wie bei Google Drive können Sie auch hier festlegen, welche Ordner berücksichtigt werden sollen. Das gelingt über die selektive Synchronisierung und gilt für den Abgleich zwischen Cloud und Computern. Aber auch die andere Richtung ist möglich. Hierzu gehen Sie in die Übersicht des Clients. Das garantiert, dass Sie auf jedem Ihrer Rechner stets die aktuellen Daten zur Verfügung haben.
  • Soll der Zugriff auf die Dropbox über ein Mobilgerät wie etwa ein Tablet oder Ihr Smartphone erfolgen, laden Sie die Dropbox-App aus dem Play Store herunter. Diese App funktioniert ganz ähnlich wie die App von Google. Eine automatische Synchronisation auf das Mobilgerät erfolgt hier nicht, manuell können Sie jedoch entsprechende Einstellungen vornehmen. Eine Besonderheit bei Dropbox besteht jedoch darin, dass Sie für jedes Endgerät einen eigenen Ordner für die Offline-Dateien zur Verfügung haben. Markieren Sie Dateien als Offline verfügbar, tauchen diese im festgelegten Ordner auf. Der Clou dabei: Wenn Sie eine der Dateien in diesen Ordnern bearbeiten, stehen sie in einer aktuellen Version auch auf allen anderen Endgeräten zur Verfügung.
  • Microsoft OneDrive

    Das Cloud-Angebot von Microsoft hat mit der Zeit mehrfach Änderungen erfahren. Zurzeit erhalten Sie hier Speicherplatz mit einer Größe von 5 Gigabyte kostenfrei. Interessant ist nur, dass Microsoft selbst keinen Client für Windows XP anbietet. Sie müssen zwingend eine der Nachfolgerversionen von Microsoft ab Windows Vista verwenden. Dafür ergibt sich jedoch ein Vorteil, wenn Sie bereits Windows 8.1 oder eine neuere Version verwenden: Hier ist der Client nämlich bereits integraler Bestandteil des Betriebssystems.
  • Nach der Installation ist der Client für OneDrive im Windows-Explorer zu finden. Microsoft legt für Sie in Ihrem Benutzerverzeichnis einen OneDrive-Ordner an, den Sie für die Synchronisation von Daten verwenden können. Ändern können Sie das leider nicht, Sie müssen zwingend auf diesen Austauschordner zurückgreifen, wenn Sie die Cloud von Microsoft nutzen möchten. Bei OneDrive können Sie ebenso wie bei Google und der Dropbox festlegen, welche Verzeichnisse Sie berücksichtigen möchten. Die entsprechende Funktion Ordner wählen finden Sie unter Einstellungen (Rechtsklick auf OneDrive) auf der Registerkarte Konto.
  • Möglich ist auch die automatische Speicherung von Daten in der Cloud. Hierfür können Sie Ereignisse definieren. Der Abgleich erfolgt entweder automatisch, wenn ein Laufwerk mit Fotos oder Videos mit dem Gerät verbunden wird, oder dann, wenn Sie einen Screenshot erstellen. Unter Automatisch speichern finden Sie die entsprechenden Optionen hierfür.
  • Wenn Sie den Client für OneDrive starten, sehen Sie sofort die Ordner, die Ihnen in Ihrem Cloud-Speicher zur Verfügung stehen. Ist keine Offline-Verfügbarkeit für die Dateien angegeben worden, werden diese auch nicht automatisch auf Ihr mobiles Endgerät heruntergeladen. Haben Sie eine entsprechende Markierung bereits vorgenommen, werden die Dateien mit einem kleinen Fallschirmsymbol gekennzeichnet.
  • Wenn Sie auf diese Weise markierte Dateien ändern, lädt OneDrive die stets aktuelle Version der Dateien auf jedes Ihrer Geräte für Sie automatisch herunter, sobald eine Internetverbindung besteht.

Die Vor- und Nachteile eines Cloud-Speichers

Mit allen drei oben vorgestellten Methoden ist ein Abgleich von Daten über die Cloud relativ komfortabel möglich. Die Apps bieten aber nicht die Möglichkeit, auf Ordnerebene zu selektieren. Die Dienste sind daher gerade dann nützlich, wenn Bilder oder Videos gesichert werden sollen. Bei allen anderen Dateien können Sie in jedem Fall noch selbst Hand anlegen und den Abgleich einleiten. Die Cloud ist daher in jedem Fall lohnenswert, wenn Sie Ihre Daten auf allen Geräten und damit auf dem Smartphone und dem Tablet ebenso wie auf dem PC synchron halten wollen. Voraussetzung hierfür ist lediglich in Abhängigkeit von der Größe der abzugleichenden Dokumente, dass Sie über eine ausreichende Bandbreite verfügen.

Synchronisation über das Heimnetzwerk

Alternativen zur Cloud sind interessant, wenn Sie Ihre wichtigen Daten auf keinen Fall ins Internet übertragen möchten oder dann, wenn Sie nicht über einen ausreichend schnellen Internetanschluss verfügen. Hier kommt das Heimnetzwerk ins Spiel. Viele Hersteller bieten passende Softwarelösungen an, die Sie auf dem PC und den Mobilgeräten gleichermaßen installieren müssen. Die Geräte können dann über diese Software automatisch gekoppelt werden. Ebenso wie bei den Cloud-Lösungen ist eine Synchronisierung dann sowohl automatisch als auch manuell möglich. Wir stellen einige dieser Lösungen vor, die sich auf den Datenabgleich zwischen einem PC und einem Mobilgerät mit Android-Betriebssystem konzentrieren. Bei Letzterem kann es sich um ein Smartphone oder ein Tablet handeln.

Cheetah Sync

Mit Cheetah Sync ist die Synchronisation ganzer Ordner möglich. Der Austausch erfolgt zwischen Ihrem Rechner mit Windows-Betriebssystem und einem mobilen Endgerät mit Android. Damit das funktioniert, muss eine Verbindung zwischen jeweils zwei Geräten festgelegt werden. Weiterhin können Sie Regeln definieren, die Einfluss auf den Abgleich der Daten haben. So lässt sich das Verhalten der Software sehr genau steuern.

Zuerst müssen Sie auf beiden Systemen die Software Cheetah Sync installieren und dann dafür sorgen, dass beide sich im selben lokalen Netzwerk eingewählt haben. Über Ihr Mobilgerät können Sie nun die Konfiguration vornehmen. Hierfür benötigen Sie die Cheetah-Sync-App, die Sie aus dem Play Store von Google beziehen können. Gleich beim Starten der App sehen Sie auf dem Bildschirm etliche Funktionen, über die Sie tiefer in das Programm einsteigen können.

Wählen Sie erst einmal die Funktion Sync Job. Damit gelangen Sie zu einem neuen Bildschirm, der die Festlegung von Regeln erlaubt. Es startet ein Suchlauf, der im lokalen Netzwerk Windows-Rechner ausfindig macht. Sie sehen dann eine Liste mit den entsprechenden Computern, auf denen Cheetah Sync bereits eingerichtet ist. Haben Sie die Software auf einem Rechner noch nicht installiert, zeigt der Suchlauf diesen auch nicht an.

Wählen Sie einfach einen Computer aus der Liste aus, mit dem ein Abgleich von Daten vorgenommen werden soll. Über Create Job definieren Sie einen neuen Job. Für diesen legen Sie auch gleich einen Namen fest. Danach müssen Sie auswählen, in welchem Ordner auf Ihrem Computer sich die zu synchronisierenden Daten befinden. Weiterhin müssen Sie ein Zielverzeichnis auf dem Mobilgerät festlegen. Wenn Sie wünschen, können Sie hierfür auch ganz neue Ordner erstellen und dann sogleich auswählen.

Abgleichregeln festlegen

Nachdem Sie auf die bereits beschriebene Weise eine Verbindung zwischen zwei Ordnern auf dem PC und dem Mobilgerät festgelegt haben, gilt es nun, die Abgleichregeln zu definieren. Sie wählen dabei aus einer Reihe von Optionen aus:

  • Sync Direction

    Die Sync Direction bezieht sich auf die Richtung des Abgleiches. Sie können vom Mobilgerät zum PC oder umgekehrt einen Abgleich der Daten vornehmen. In der Praxis ist es entscheidend, dass Sie sich für eine Ihrer Arbeitsweise entsprechende Richtung entscheiden. Die Software unterstützt dabei sowohl den einseitigen als auch den beidseitigen Abgleich.
  • Sync Subdirectories

    Wenn Sie diese Option wählen, erstreckt sich der Abgleich der Daten auch auf etwaige Unterverzeichnisse.
  • Sync Deletes

    Sie haben sich für die einseitige Synchronisation entschieden? Wenn Sie dann zusätzlich die Option Sync Deletes wählen, werden Löschungen der Daten ebenfalls synchronisiert.
  • Sync Empty Subfolders

    Beim Abgleich der Daten werden auch solche Verzeichnisse erstellt, die eigentlich leer sind.
  • Create Conflict Files

    Bei der Synchronisation kann es zu einem Konflikt kommen, wenn nicht klar ist, welche Dateiversion die aktuellere ist. Sollte das passieren und Sie haben diese Option gewählt, versieht die Software die betroffenen Dateien nach dem Abgleich mit einem entsprechenden Hinweis.
  • Collision Policy

    Ist Create Conflict Files nicht aktiviert, löst Cheetah den entstandenen Konflikt für Sie auf und priorisiert zuerst Dateien auf dem Computer, dann auf dem Android-System und behält dann entweder die größere Datei oder schließlich die kleinere Datei.

Gehen Sie mit den Einstellungen erst einmal vorsichtig vor, damit sich kein unbeabsichtigter Datenverlust ergibt. Das gilt gerade für Sync Deletes und Create Conflict Files. Löschaktionen sollten Sie nicht zulassen, bis Sie sich besser mit dem Programm und dessen Funktionen auskennen. Conflict Files hingegen sollten Sie aktivieren. So dürfte in der Praxis nichts schiefgehen.

Ansonsten können Sie das Regelwerk ganz nach Ihren Vorstellungen definieren. Dabei sind viele Szenarien denkbar. So können Sie die Software zum Beispiel so einstellen, dass neue MP3-Musik sofort auf Ihr Smartphone übertragen wird und unterwegs zur Verfügung steht. Umgekehrt können Fotos, die Sie im Laufe eines Tages mit Ihrem Smartphone geschossen haben, am Abend zur Sicherung auf Ihren Computer übertragen werden.

MyPhoneExplorer

Wenn Sie wirklich alle Ihre Daten zwischen verschiedenen Geräten synchronisieren möchten, sollten Sie die Software MyPhoneExplorer ausprobieren. Mit einem einfachen Klick übernimmt das Tool den Abgleich Ihrer Kontakte, Ihrer SMS-Daten, Ihrer Anruflisten und all Ihrer Dateien. Die Daten werden von Ihrem Mobilgerät auf den PC übertragen und sind dann gesichert. Eine umständliche manuelle Auswahl einzelner Verzeichnisse ist nicht erforderlich. Nützlich ist ein solcher Sicherungsvorgang zum Beispiel dann, wenn Sie Ihre Kontaktdaten zu Hause am PC bearbeiten möchten.

Ein Abgleich der Daten ist dabei auch in beide Richtungen möglich. Sie können Adressdaten in MyPhoneExplorer an Ihrem PC ändern und haben dann unterwegs über Ihr Smartphone Zugriff darauf. Das ist natürlich sehr praktisch.

Damit das funktioniert, installieren Sie die Software auf dem stationären PC und auf Ihrem Smartphone. Denken Sie weiterhin daran, beide Programme zu starten, sonst kann keine Verbindung zwischen den Geräten hergestellt werden. Danach startet MyPhoneExplorer einen Suchlauf auf Ihrem Windows-Rechner und findet verschiedene Datenquellen. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, kann es mit der Synchronisation losgehen. Zuerst werden die Daten auf den PC übertragen und dann im MyPhoneExplorer angezeigt.

Möglich ist eine Steuerung des Datenabgleiches auch über verschiedene Benutzer. Das ist dann erforderlich, wenn der Abgleich über mehrere Geräte hinweg erfolgen soll. Hierfür finden Sie in der Software MyPhoneExplorer einen eigenen Bereich, wo Sie neue Benutzer erstellen können. Für diese Benutzer legen Sie dann weitere Mobilgeräte fest, die in die Synchronisation miteinbezogen werden sollen. Praktisch ist auch, dass Ihnen das Programm zum Beispiel den Ladezustand der Akkus der verbundenen Smartphones ebenso anzeigt wie die Version des verwendeten Android-Betriebssystems.

Synchronisation kompletter Ordner

Wenn Sie möchten, können Sie innerhalb von MyPhoneExplorer Regeln festlegen, nach denen die Synchronisation der Ordner erfolgen soll. Gehen Sie dazu auf Dateien und klicken Sie dann auf Dateien abgleichen.

Damit der neue Job funktioniert, müssen ein Quell- und ein Zielverzeichnis angegeben werden. Ein Abgleich in eine oder beide Richtungen ist möglich. Sie können hier auch festlegen, Dateien welchen Typs für den Abgleich berücksichtigt werden sollen. Natürlich lassen sich auf diese Weise auch Dateien ausschließen. Speichern Sie die Änderungen und beginnen Sie dann mit der Synchronisation. Beim Datenabgleich berücksichtigt MyPhoneExplorer nun die von Ihnen vorgenommenen Einstellungen.

iTunes

Das Programm iTunes eignet sich ebenfalls für den Datenabgleich. Installieren Sie die Software von iTunes auf Ihrem PC und starten Sie die Anwendung. Schließen Sie dann Ihr iPhone an den PC an. Das erfolgt über ein passendes USB-Kabel. Sie müssen iTunes noch den Zugriff auf das Smartphone erlauben. Bestätigen Sie diesen Vorgang auch auf dem iPhone. Sie wählen dann aus, welche Datenart für den Abgleich infrage kommt. Das können zum Beispiel Ihre Musikdateien sein. Einen Haken sollten Sie auch bei Fotos synchronisieren setzen. Danach können Sie den Ordner festlegen, in den die Fotos auf den PC übertragen werden sollen. Danach bestätigen Sie den Vorgang mit einem Klick auf Anwenden. Eine Übertragung der Daten ist auch in die andere Richtung möglich. Sie können entweder Ihre ganze Mediathek übertragen oder festlegen, dass nur bestimmte Wiedergabelisten Berücksichtigung finden sollen. Eine Selektion ist auch nach Interpreten oder Genres möglich.

Als Alternative zu iTunes steht der weitverbreitete CopyTrans Manager zur Verfügung. Die Software arbeitet ebenso zuverlässig wie iTunes selbst. Allerdings kann der Funktionsumfang nicht mit dem Original von Apple mithalten. Treiber für das iPhone oder das iPad suchen Sie bei diesem Tool zum Beispiel vergeblich. Aus diesem Grund müssen Sie auch bei einer späteren Verwendung des CopyTrans Managers erst einmal iTunes herunterladen, um an diese notwendigen Treiber heranzukommen. Eine Installation des Programmes ist nicht erforderlich, Sie müssen die Dateien aus der Installationsdatei lediglich mit einem Tool wie etwa WinRAR entpacken. Dann führen Sie die Datei AppleMobileDeviceSupport.msi aus, womit Sie die Treiber auf Ihrem System installieren. Danach ist der CopyTrans Manager lauffähig und kann auf Ihre Mobilgeräte von Apple zugreifen. Mithilfe des Tools fällt der Datenaustausch zwischen Windows-Systemen und Geräten von Apple besonders leicht.

Fazit

Die Nutzer haben die Wahl zwischen einer Vielzahl von Methoden für den Abgleich ihrer Daten. Jeder muss dabei für sich selbst festlegen, welche Anforderungen er an die Synchronisation stellt. Wenn Sie viele Geräte an verschiedenen Orten besitzen, führt an der Cloud eigentlich kein Weg vorbei. Cheetah Sync und der MyPhoneExplorer sind nützliche Alternativen, wenn der Datenabgleich zwischen zwei Geräten im heimischen Netzwerk erfolgen soll. Der Vorteil besteht hier in der hohen Datenrate der meisten WLAN-Netzwerke, mit der sich auch große Datenmengen leicht verschieben lassen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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