15 Tipps, um das Netzwerk schneller zu machen

Geschwindigkeitsbremsen im Netzwerk erkennen und lösen
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Geschwindigkeitsbremsen im Netzwerk erkennen und lösen

© deepblue4you / Getty Images

Troubleshooting im Netzwerk dreht sich oft um das Transfertempo. Wie Sie Ihren Daten Tempo machen können, erklären wir in diesem Artikel.

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Sie möchten endlich mehr Speed in Ihr Heimnetzwerk bringen? Das ist nicht so schwer, wie manche User meinen. Und mit unseren Tipps schaffen es auch Laien, ihr Heimnetzwerk zu beschleunigen und bei Bedarf sinnvoll mit neuer Hardware aufzurüsten.

Die richtige Berechnung von Übertragungsgeschwindigkeiten

Hersteller verwenden in der Regel die Maßeinheiten MBit/s oder GBit/s. Um Transparenz in die Sache zu bringen, kommt hier ein wenig Bits-und-Bytes-Mathematik:

Die Transferrate, auch Übertragungsrate gibt an, wie viele Daten innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit zwischen 2 Geräten im Netzwerk übertragen werden. In der Regel lauten die Maßeinheiten dafür: bit = Bit, Kbit = Kilobit, Mbit = Megabit und Gbit = Megabit. Die übliche Zeiteinheit ist die Sekunde.

1 GBit/s = 1.000 MBit/s = 1.000.000 KBit/s = 1.000.000.000 Bit/s

Die kleinste Dateneinheit in der datenfokussierten Computerwelt ist das Bit. Bit bedeutet auf Deutsch Binärziffer und ist die Abkürzung für den englischen Begriff: Binary Digit.

Die Größeneinheit Bit wird genutzt, um die Menge an Daten zu definieren, die in einem Zeitfenster von einer Sekunde zwischen zwei Anschlüssen übertragen werden können. Wenn der Port des Computers die Größe Gigabit unterstützt und mit dem Router an dessen ebenfalls Gigabit-fähigen Anschluss verbunden wird, dann kann pro Sekunde 1 Gigabit an Daten zwischen den beiden Geräten übertragen werden.

Aber damit das Ganze nicht zu einfach wird, werden andere Daten in der Einheit Byte berechnet. Das gilt zum Beispiel für Daten, die auf dem Computer oder dem Netzwerkspeicher abgelegt sind. Das Byte besteht aus 8 Bits, also 1 Byte = 8 Bit.

Um ein Datentransfertempo, das auf Bit bezogen ist, in Bytes umzurechnen, muss es dementsprechend dann durch den Wert 8 geteilt werden.

Upstreamübertragung und Downstreamübertragung

Up- und Down werden die Transfers im Netzwerk betitelt, da die Informationseinheiten in zwei Richtungen fließen können. Je nachdem, aus welcher Geräteperspektive man die Sache betrachtet, (zum Beispiel der Datenfluss von Gerät A zum Gerät B - oder eben umgekehrt: Der Datenfluss von Gerät B zu Gerät A) lautet der Oberbegriff Upstreamtransfer oder Downstreamtransfer.

Die Geschwindigkeit dieser beiden Übertragungsraten kann, muss aber nicht zwingend gleich sein.

Linkrate ist der Bruttowert der Übertragungsrate, also die Bruttoübertragungsrate. Sie unterscheidet sich von der Nettodatenrate, da bei ihrem Wert nicht nur die Nutzdaten gezählt werden, sondern auch die Protokolldaten in die Summe mit einbezogen werden.

Die Nutzdaten sind in dieser Rechnung nur die Dokumente, Videos oder weitere Informationseinheiten, die übertragen werden. Die Protokoll- und Verbindungsinformation, der so genannte "Overhead", zählt auch mit, von und zu welchem Gerät, also die Ursprungsadresse und das Zielgerät Bits unterwegs sind. Auch werden Brutto die Prüfsummen berücksichtigt. Diese Prüfsummen stellen die fehlerfreie Übertragung der Daten fest oder korrigieren Fehler beim Transfer. Wenn die Datenübertragung via Kabel geleistet wird, dann ist der Anteil des Overheads ungefähr 5 Prozent. Viel höher ist sein Anteil, wenn die Daten über Powerline oder WLAN übertragen werden, dann liegt er bei erstaunlichen 30 bis 50 Prozent. Sie sehen, WLAN-Übertragungen sind technisch wesentlich anspruchsvoller und verbrauchen deshalb einen recht hohen Overhead.

Mit diesen Tipps wird ihr Netzwerk schneller:

  1. Vorhandene Hardware überprüfen und optimieren

    Es müssen nicht immer neue Geräte sein. Im Sinne der Nachhaltigkeit und auch im Sinne Ihrer Finanzen sollten Sie zuerst die verfügbaren technischen Komponenten prüfen. Denn es kann gut sein, dass Sie nur mit einer Geräteoptimierung eine schnellere Transferrate erzielen. Dazu müssen Sie noch nicht mal ein IT-Fachmann sein.

  2. Der Router: Alles eine Frage der richtigen Position!

    Die Leistungsfähigkeit Ihres Heimnetzes steht und fällt mit dem richtigen Standort und der perfekten Positionierung des Routers. Der beste Platz für ihn ist an einer zentralen Stelle seiner Wirkungsstätte. Vor der Installation definieren Sie am besten die Bereiche in Ihrem Haus oder der Wohnung, in denen der Empfang sehr gut sein soll. Die Positionierung erfolgt dann auf Basis dieser Definition, also dorthin wo die Signale freie Bahn für diese Areale haben.

    Auch ein erhöhter und rundum möglichst freier Standort ist wichtig, um den Empfang für die anderen Geräte im Netzwerk optimal zu gestalten. Beeinflusst wird die Signalstärke auch von Decken und Wänden. In der dichten Bausubstanz gehen viele Signale verloren. Achten Sie deshalb darauf, dass zwischen Ihrem WLAN-Router und den Empfangsgeräten möglichst keine dicken Wände oder Decken sind. Verbesserungen in der Stärke der Funksignale kann manchmal schon eine kleine Änderung der Position zur Seite oder in die Höhe bringen. Da ist noch Luft nach oben: Manche Router haben an der Unterseite Halterungen, damit lassen sie sich ganz praktisch an Schränken, Regalen oder Wänden befestigen. Je höher der Router angebracht ist, umso weniger Hindernisse müssen die Signale überwinden.

    Besitzen Sie einen Router mit Antennen? Dann richten Sie die Antennen in verschiedene Richtungen, denn auch diese kleine Aktion bringt schon etwas Tempo in den Datenfluss.

  3. Tempomacher 1: Konfigurieren Sie die LAN-Einstellungen im Router

    Eventuell ist in Ihrem Router der LAN-Anschluss gedrosselt? Aus einem solchen Zustand lassen sich nämlich allzu langsame Transferraten zwischen einem WLAN und einem Gerät, welches LAN unterstützt oder zwei LAN-Komponenten ableiten.

    Ist Ihr NAS oder Computer via Kabel mit dem Router verbunden und kommt nur auf eine magere Bruttoübertragungsrate von etwa 100 Mbit pro Sekunde? Gerade mal den zehnten Teil ihres realen Potentials an Transferraten können Geräte erzielen, die mit Fast-Ethernet-Tempo via Gigabit-LAN-Ports verbunden sind.

    Im Menü der beliebten Fritzbox schauen Sie unter den Netzwerkeinstellungen nach, diese Einstellungen befinden sich im Punkt Netzwerk und dieses wiederum im Punkt Heimnetz. Sind in Ihrem Router die LAN-Anschlüsse mit 1 Gbit pro Sekunde auf "Power Mode" eingestellt? Oder arbeiten die Komponenten unter dem behäbigen "Green Mode". Sollte bei Ihnen der "Green Mode" aktiviert sein, dann stellen Sie um auf den "Power Mode" und schon haben Sie Ihren Datenfluss ein wichtigen Schritt in Richtung Tempo gebracht.

  4. Tempomacher 2: Retro-Standard deaktivieren

    Ist in Ihren Router-Einstellungen noch der "historische" 802.11b-Standard im Frequenzband bei 2,4-Ghz aktiviert? Diese Datenbremse ist recht verbreitet in Heimnetzwerken, da viele Router per Werkseinstellung auch heute noch damit an die Käufer geliefert werden. Die Transferrate wird unter dem 802.11b-Standard deutlich reduziert, das gilt besonders für Clients im n-, g-, ac- oder ax Bereich.

    Fritzbox und weitere aktuelle Router, die mit Wi-Fi 6 arbeiten, unterstützen den Retro-Standard 802.11b nicht mehr. Besitzen Sie eine nicht ganz so moderne Fritzbox, wie das Modell Fritzbox 7590 oder andere Modelle, die Wi-Fi 4/5 unterstützen? Dann gehen Sie bitte im Menü Ihres Routers auf "WLAN" und dort auf "Funkkanal". Dort finden Sie den Unterpunkt "Funkkanal Einstellungen anpassen" und nach einem Klick darauf sehen Sie die Option "Weitere Einstellungen", dort sehen Sie den WLAN-Standard mit 2,4-Ghz, nun klicken Sie im dazugehörigen Drop-down Menü auf "802.11g+n" oder eine andere Option, die kein "b" aufweist.

  5. Tempomacher 3: Sortieren Sie veraltete Geräte aus

    Parallel zum oben beschrieben Schritt, also dem Abschalten des veralteten 11b-WLAN müssen Sie nun die Geräte aussortieren, die nur unter diesem Standard arbeiten. Trennen Sie sich von den 11b-WLAN-Geräten, die sich nach der Deaktivierung dieses Standards sowieso nicht mehr mit dem Router verbinden können.

  6. Tempomacher 4: Konfigurieren Sie den LAN-Anschluss am Laptop auf eine schnellere Gangart

    Damit eine falsche Einstellung am Port ihres Computers nicht den Datenfluss drosselt, tippen Sie mit "Win-R" den Befehl für das Öffnen des Ausführen-Dialogs und schreiben in das neue Feld "ncpa.cpl" und klicken dann auf "OK". Durch diese Schritte sind Sie im Bereich "Netzwerkverbindungen" und klicken dort mit der rechten Maustaste auf "Ethernet", dort gehen Sie auf "Eigenschaften" und dann auf "Erweiterte Konfiguration". Ist in Ihrem PC das "Green Ethernet" oder das "Energieeffiziente Ethernet" aktiviert? Wenn ja, dann deaktivieren Sie diese Einstellungen. Nun haben Sie dafür gesorgt, dass der LAN-Port am PC ab sofort maximale Datentransferraten bereit ist.

  7. Tempomacher 5: Ältere Hardware kontrollieren und eventuell aussortieren

    Unabhängig davon, wie neu und schnell ein daran angeschlossenes Gerät arbeiten könnte, wenn Router und WLAN Access Points oder Switch veraltet sind, werden die leistungsfähigeren Geräte ausgebremst. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren "Maschinenpark" im Heimnetzwerk genauer unter die Lupe nehmen. Sind dort noch Geräte vorhanden, die die neueren Standards nicht unterstützen oder die aus anderen technischen Gründen veraltet sind? Damit meinen wir zum Beispiel Access Points oder Router, die noch mit Wi-Fi 4 oder gar Wi-Fi 3 arbeiten. Und auch Switches und Router deren Fast Ethernet Anschlüsse nur für eine Leistung bis 100 MBit pro Sekunde ausgelegt sind, gehören ins Museum.

    Funken sollten alle Router und weiteren Verteiler idealerweise mit Wi-Fi 6, mindestens sollten Sie jedoch den Standard Wi-Fi 4 bei 2,4 GHz oder Wi-Fi 5 bei 5 GHz beherrschen.

  8. Sparen durch hierarchische Lösungen

    Nicht immer müssen sämtliche Geräte im Heimnetz optimal mit Funksignalen versorgt sein. In solchen Fällen reicht es schon, wenn bestimmte Empfangsgeräte bevorzugt behandelt werden. Wenn Sie dem zustimmen können, dann können Sie kostenintensive neue Hardware von der Einkaufsliste streichen und stattdessen das WLAN-System nur unter bestimmten Bedingungen nutzen

    Auch wenn Ihr Heimnetz über einen WLAN-Router verfügt, müssen noch lange nicht alle Bits über WLAN laufen. Bei Computern, die einen festen Standort haben, macht es mehr Sinn, auf LAN zurückzugreifen. Denn mit dem Einsatz von LAN ist die Verbindung zwischen den Ports auf jeden Fall stabiler, als eine reine Funkverbindung. Gleichzeitig werden damit die Wege für die WLAN-Signale nicht unnötig behindert.

    Falls Ihr Router nicht genug LAN-Anschlüsse hat oder diese bereits vergeben sind, dann erwerben Sie einen günstigen Gigabit-Switch. Schon ab 12 Euro erhalten Sie das praktische und leistungsstarke Verbindungselement, welches das Angebot an Ports in Ihrem Netzwerk vervielfacht.

  9. Funklöcher mit Powerline-Adaptern ausfüllen

    Wenn zu viele Hindernisse im Weg sind, zum Beispiel massive Möbel oder Wände, lassen sich die dadurch entstehenden Funklöcher mit Powerline-Adaptern überbrücken. Für diesen Zweck wird Adapter A möglichst nah beim Router in eine stationäre Steckdose gesteckt und der Adapter B in eine Steckdose nahe beim Endgerät gebracht. Der Adapter B baut via Stromleitung eine Verbindung zu Adapter A auf. Dabei ist die Transferrate umso höher, je kürzer und technisch hochwertiger die Adapter und die Stromleitung sind. Unter besten Bedingungen können Netto 50 bis 350 Mbit pro Sekunde übertragen werden. Damit Sie solch hervorragende Übertragungsraten bekommen, wählen Sie Powerline-Adapter-Kits mit G.hn Standard oder dem HomePlug-AV2 und wenigstens 1.000, im besten Falle 2.400 MBit Übertragungsrate pro Sekunde.

  10. Der Einsatz von Mesh-WLAN Systemen

    WLAN-Mesh Stationen machen ordentlich Tempo. Das System besteht aus mindestens jeweils zwei Nodes, auch Basisstationen genannt. Die Nodes sind via WLAN miteinander in Kontakt und sollten deshalb so im Haus verteilt werden, dass die kabellose Verbindung zwischen den Stationen noch einigermaßen ordentlich ist. Dualband-Mesh Systeme, die WiFi-5 unterstützen sind relativ günstig zu erwerben. Trotzdem raten wir zu den etwas teureren Mesh-Systemen mit Wi-Fi-6-Dualband, da diese wesentlich effektiver arbeiten. Zwei Nodes von diesem Standard gibt es aktuell für ca. 190 Euro, zum Beispiel von den Herstellern Tenda, Asus, TP-Link oder Netgear. Diese etwas höhere Investition wird sich auf Garantie in der Zukunft bezahlt machen, wenn Lösungen unter Wi-Fi-5 ins Altenheim ziehen müssen.

    Wenn es ganz schnell zugehen soll im Heimnetz, dann sollten Mesh-Systeme mit dem Standard Wi-Fi-6-Triband ins private Netz integriert werden. Diese Geräte setzen für die Verbindung der Stationen untereinander ein drittes WLAN-Element ein und kommen so auf unfassbare Transferraten von 900 Mbit pro Sekunde. Allerdings kostet die Basisstation auch um die 250 Euro.

    Eine preiswertere Option besteht darin, eine bereits in Ihrem Besitz befindliche Fritzbox, die Wi-Fi 5 oder 6 unterstützt mit einem AVM Fritz Repeater als Mesh-Modul zu konfigurieren. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Fritz-Repeater 3000 und 2400 in der Kombination mit einer Wi-Fi-5-Fritzbox die höchsten Leistungen bringen.

  11. Mit kabelgebundener Verbindung die Gigabit-Border überwinden!

    WLAN ist superpraktisch, kann aber bei den Transferraten nicht mit NAS-Geräten konkurrieren, die einen 2,5-Gbe-Multigigabit-Anschluss besitzen und damit auf einen Up- beziehungsweise auch Downstream von 2,5 Gigabit pro Sekunde kommen. Ab dem Einsatz von etwa 250 Euro sind Sie dabei, wenn es gilt Geschwindigkeitsrekorde zu brechen. Für den Computer, der auf so ein hochwertiges NAS wie zum Beispiel das Asustor AS3302T zugreifen soll, brauchen Sie dann noch wenigstens einen Adapter für Multigigabit-LAN. Varianten für einen solchen Adapter sind PCIe oder USB. Ebenfalls benötigen Sie für so ein Hochleistungssystem einen Multigigabit-Switch, damit das NAS und der Computer nicht unmittelbar via Kabel miteinander verbunden sind.

    Ganz abgesehen von diesem speziellen Einsatz für den Multigigabit-Switch lohnt sich seine Anschaffung, denn zur Zeit werden noch keine Router für Heimnetze angeboten, die über 2 Ports für Multigigabit verfügen und damit als LAN-Ports eingesetzt werden könnten.

    Die Kosten für Switch plus Adapter liegen etwas unter 150 Euro. Für etwa 115 Euro können Sie den QSW-1105-5T mit den Ports 5 X 2,5-GbE erwerben. 30 bis 35 Euro kosten die passenden USB-Adapter von Club3D oder Delock. Ebenfalls empfehlenswert ist der Trendnet TUC-ET2G, der wie die anderen Adapter auch als PCIe-Karte im Handel verfügbar ist.

  12. Noch mehr Argumente für die Verbindung via Kabel!

    Wer alle Voraussetzungen für ein ultraschnelles Heimnetzwerk mitbringt, der möchte sich nicht mehr von nervigen Details ausbremsen lassen. Computer mit Wi-Fi-6-WLAN und ein NAS mit Multigigabit sollen nicht dafür da sein, um die Daten tröpfchenweise zu senden und zu empfangen. Doch um die Potentiale der modernsten technischen Anlagen wirklich ganz ausschöpfen zu können, muss auch die Gesamtgröße des Haushalts der mit Daten versorgt werden will berücksichtigt werden. Und auch die zu überbrückenden Zahl der Decken und Wände darf nicht außer Acht gelassen werden. So kommt heute kein privater Haushalt, der hohe Ansprüche an seine Netzwerk-Technik hat, um eine professionelle Verkabelung herum. Dazu gehören spezielle LAN-Steckdosen und eine fachkundige Verlegung der LAN-Kabel für das heimische Netzwerk im gesamten Wohn- und Home-Office-Bereich.

    Das zentrale Element ist der Multimediaverteiler, in seinen Patchpanelen kommen sämtliche der angeschlossenen LAN-Kabel zusammen. Eine professionelle Kabelverlegung schützt vor dem üblichen Chaos der Kabelführung. Sie bietet auch die beste Basis für einen weiteren Ausbau in Richtung Smart Home.

  13. Tempo machen ohne Wi-Fi-6

    Auch mit einem Router, der "nur" mit Wi-Fi-5 arbeitet, ist eine deutliche Verbesserung der Transferrate möglich. Schließen Sie dazu einfach einen Multigigabit-Switch in Ihren Mediakasten an. Durch diese kleine Maßnahme erweitern Sie Ihren Vorrat an Ports um bis maximal 4 Multigigabit-Anschlüsse. Verbinden lassen sich die Ports über ein Kabel des Standards Cat5e.

    Ein NAS mit Multigigabit-Standard wird nun unabhängig vom Standort des Switches und kann in jedem Zimmer aufgestellt werden, in dem eine Multigigabit-Netzwerkdose integriert ist. An die übrigen Gigabit-LAN-Anschlüssen des Routers können die Räume verbunden werden, die keine Multigigabit-Version benötigen.

  14. WLAN ohne Abstriche durch einen Router mit Wi-Fi-6

    Eine Voraussetzung für das beste WLAN mit Bruttolinkraten bis zu 2.400 Mbit pro Sekunde auf der Bandbreite von 160 MHz ist ein Router mit Wi-Fi-6, der bei 5 GHz auch mit 160 MHz Bandbreite seine Signale sendet. Denn nur so klappt die Verbindung zwischen Client und Router.

    Außerdem muss der Router wenigstens einen Port für 2,5-GbE-Lan haben. Dieser Port darf aber nicht die Verbindung zum Glasfaser-Modem sein, sondern sich im Heimnetzwerk als LAN-Anschluss verwenden lassen.

    Die 5530 Fiber und die 6660 Cable Fritzboxen bringen die oben genannten Voraussetzungen beide mit, zumindest dann, wenn sie mit dem Netzanschluss über das Glasfasermodul oder über das integrierte Kabelmodem verbunden sind. Sollte diese Connection nämlich nicht zustande kommen, dann müssen die Fritzboxen als LAN-Port den 2,5-GbE-Anschluss nutzen.

    Die Fritzrouter übertragen mit bis zu 160 MHz Bandbreite über den Access-Point 2 X 2 Wi-Fi-6. Mit dieser Art von Datentransfer kann ein Client, der den gleichen Standard wie der Access Point unterstützt auf Nettoübertragungsraten von mehr als einem Gbit in der Sekunde kommen. Übertragen wird diese Datenrate von der Box über den 2,5-GbEp-Anschluss direkt an das NAS oder an einen Switch.

    Relativ kostspielig und auch anspruchsvoll in Sachen Stromverbrauch sind Router mit dem Standard Wi-Fi-6 und der Unterstützung von 160-MHz. Dafür sind solche Geräte auch absolut effektiv! Beispielrouter für diese Leistungs- und Preisklasse sind zum Beispiel der Zyxels Armor G5 oder der Triband Router AX12 von Netgear. Einige dieser Wi-Fi-6-Router punkten sogar mit gleich zwei Multigigabit-Anschlüssen. Doch einer der beiden Ports muss als WLAN-Anschluss herhalten, da die Geräte kein eigenes Modem besitzen. In Sachen Ausstattung können diese durchaus hochwertigen Geräte also nicht auf allen Ebenen mit der Fritzbox mithalten.

  15. Den Datendurchlauf dank mehreren WLAN-Clients erhöhen

    Die Mehrzahl der Wi-Fi-6-Router kommen nur auf eine Nettodatenrate von höchstens 700 bis 800 Mbit pro Sekunde, zumindest dann, wenn sie mit nur einem Client funken. Doch mit dem Einsatz von mehreren Client-Kandidaten sieht die Sache schon ganz anders aus.

    Auf sagenhafte 2.400 Mbit pro Sekunde steigt die Leistung zum Beispiel bei der Fritzbox 7590 AX, wenn sie mit 2 WLAN-Clients arbeiten darf, die mit dem WLAN-Router verbunden sind. Dieser tolle Wert wird erreicht, wenn die Fritzbox bei 5 GHz über ihren 4 X 4-Wi-Fi-6-AP verbunden ist. Leider gibt es bei diesem Router nicht die Option, ein NAS mit Multigigabit-Standard so mit ihm zu verbinden, dass mehr als ein LAN-Client oder Wi-Fi-6-Client-Anwendung schnell mit ihm funken können. Das liegt daran, dass die NAS die LAN-Anschlüsse, die mit 1-Gbit pro Sekunde arbeiten, bremsen.

    Dieses Problem hat man nicht, wenn man den Fritz-Repeater 6000 ins Spiel bringt. Denn seine Ausstattung sprengt die herkömmliche Grenze. Er besitzt einen 1-GbEPort, einen 2,5-GbE-LAN-Anschluss und natürlich ein Wi-Fi-6-WLAN mit Triband. (Triband bedeutet drei Bänder, wovon ein Band bei 2,4 GHz funkt und zwei weitere bei 5 GHz). Der Fritz-Repeater 6000 kommt mit seinem Triband auf 1 X 600 Mbit pro Sekunde und 2 X auf 2.400 Mbit pro Sekunde.

    Wer sein privates Netzwerk mit einem Multigigabit-Switch komplettieren will und dann den eben beschriebenen Fritz-Repeater mit dessen 2,5-GbE-Anschluss an den neuen Switch oder an einen mit dem Switch verknüpften LAN-Anschluss verbindet, kann seinen vorhandenen Router weiter verwenden und trotzdem auf Multigigabit-LAN und Wi-Fi-6 Leistungsstärke kommen.

    Der Wi-Fi-6-Repeater und der 2,5-GbE-Switch sind zukunftstauglich und deshalb ideale Elemente, um in die technische Architektur der kommenden NAS-Generation integriert zu werden. Jede neue Anschaffung im Hardwarebereich ist im Grunde eine Investition in die eigene Zukunft, denn damit baut jeder Nutzer bereits mit an seinem Smart Home.


Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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