Grafikkarten – die saubere Treiberinstallation ist wichtig!

Grafikkarten – die saubere Treiberinstallation ist wichtig!
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Grafikkarten – die saubere Treiberinstallation ist wichtig!

© Nvidia

Es kommt bei Grafikkarten immer wieder zu Problemen, die sich bei sauberer Treiberinstallation vermeiden lassen würden. Falls Sie also merken, dass auf Ihrem System Software- oder Bildfehler auftreten und die Karte im Ganzen nicht so arbeitet, wie sie sollte, kann die Lösung darin liegen, dass Sie die aktuellsten Treiber installieren.

Renommierte Grafikkartenhersteller raten sogar explizit dazu, dass Sie die "alten" Treiber vollständig entfernen, bevor Sie die neuen installieren. So können Probleme von Anfang an vermieden werden.

Auch unsere Erfahrung zeigt, dass dies grundsätzlich zu empfehlen ist. Sie denken, es wäre übertrieben, auf die korrekte Installation zu achten? Mag sein, aber in zahlreichen Fällen können auf diese Art und Weise Probleme vermieden werden. Denken Sie daran, dass moderne Treiber sehr komplexe Computerprogramme sind, die in den Tiefen des Systems ihren Dienst versehen. Das erkennen Sie schon am Umfang der Installationsdatei: Die aktuellen Treiber von Nvidia oder AMD sind etwa ein halbes Gigabyte groß.

Erst deinstallieren, dann neu installieren

Grundsätzlich programmieren die Hersteller die Grafikkartentreiber ja so, dass die neue auf der alten Version aufbaut. Somit sollten auch die Einstellungen, die der Anwender vorgenommen hat, nach dem Update erhalten bleiben. Und genau darin liegt mitunter das Problem. Wenn Sie aber den alten Treiber vollständig deinstallieren und erst dann auf die neue Version wechseln, vermeiden Sie Konflikte zwischen den unterschiedlichen Softwarepaketen.

Sogar namhafte Vertreter von Nvidia oder AMD geben offen zu, dass sich zahlreiche Probleme mit der Grafikkarte nur durch eine saubere und vollständige Neuinstallation lösen lassen. Wenn Sie mit einer AMD-Grafikkarte arbeiten, sollten Sie während des Updates stets die Option "Werkseinstellung" wählen. Dadurch wird nämlich zuerst der alte Treiber entfernt, das System neu gestartet und erst im Anschluss daran die neue Software installiert.

Falls Sie mit einer Geforce-Karte aus dem Haue Nvidia arbeiten, dann müssen Sie zum Zurücksetzen des Treibers so vorgehen: Sie starten den Installationsvorgang, wählen dabei "Benutzerdefinierte Installation" und achten darauf, auch das Häkchen bei "Saubere Installation" zu aktivieren. Danach können Sie den Installationsvorgang wie gewohnt fortsetzen.

Achtung: Einstellungen gehen verloren

Bei beiden Varianten gehen alle Einstellungen verloren, die Sie für die Grafikkarte vorgenommen haben. Falls Sie also die Farbwerte oder 3D-Optionen manuell konfiguriert haben, dann müssen alles nach der Neuinstallation wiederholen. Sollten Sie viele Änderungen vorgenommen haben, dann ist es ratsam, sich die entsprechenden Werte zu notieren, um dann nicht lange herumexperimentieren zu müssen.

Leider ist die saubere Installation nicht immer ausreichend, um Grafikprobleme zu lösen, manchmal sitzt das Problem tiefer. Wenn dies zutrifft, bleibt es Ihnen nicht erspart, den Treiber wirklich vollständig von Ihrem System zu löschen. Zum Glück gibt es Drittanbietersoftware, die Sie bei diesem Schritt unterstützt. Das bekannteste Tool ist wohl " Display Driver Uninstaller", abgekürzt "DDU". Die Software ist übrigens gratis. Neben den Ordnern werden auch alle Registry-Einträge entfernt. Wir empfehlen Ihnen, vor diesem tiefen Eingriff ins System einen Wiederherstellungspunkt zu erstellen, und auch das können Sie direkt über DDU erledigen. Das Programm ist intuitiv bedienbar. Es empfiehlt beispielsweise, zur Installation in den sicheren Windows-Modus zu wechseln, und auch das können Sie direkt in dem praktischen Tool machen.

Sobald nun der alte Treiber entfernt ist, können Sie die aktuelle Version installieren. Ihre Grafikkartenprobleme sollten nun der Vergangenheit angehören, falls die Karte nicht einen physischen Defekt aufweist.

Es kann vorkommen, dass der neue Treiber nicht korrekt arbeitet. Falls Sie mit der Vorgängerversion keine Probleme hatten, dann laden Sie diese über die entsprechende Website herunter. Danach entfernen Sie den vorhandenen Treiber restlos wie oben beschrieben, um im Anschluss daran die heruntergeladene Version zu installieren.

Noch ein wichtiger Hinweis: Sie sollten vor jeder Installation einen Blick in die "Release Notes" der jeweiligen Software werfen. Darin werden Sie auf bekannte Probleme hingewiesen, die bei bestimmten Grafikkartenmodellen auftreten können.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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