Heimwerken für Super-Fortgeschrittene: Welches Werkzeug darfs denn sein?

Irgendwann hat man als Heimwerker fast automatisch alles „Normalo-Werkzeug“ angesammelt. Dann braucht es richtig krasse Helfer.
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Irgendwann hat man als Heimwerker fast automatisch alles „Normalo-Werkzeug“ angesammelt. Dann braucht es richtig krasse Helfer.

© blickpixel Pixabay
17.01.2019 - 08:00 Uhr

Irgendwann kommt für jeden Heimwerker der Punkt, an dem er sämtliche Basiswerkzeuge besitzt, die sein Baumarkt hergibt. Wenn das Werkstattregal eine Ansammlung feinster Bohrmaschinen ist, von Exzenterschleifern, die Profis neidisch machen und die Schraubenschlüsselsammlung die halbe Werkzeugwand einnimmt, kommt für viele ein Tief. Denn so vieles, wie man mit diesen Tools auch anfangen kann, lebt Heimwerken doch auch davon, die Kollektion zu erweitern. Und was nun? Ganz einfach: Spezialisieren. Wir zeigen Werkzeuge, die sicherlich nichts für Anfänger oder auch normal-Fortgeschrittene sind. Aber wer schon ewig heimwerkelt, wird mit diesen Tools viel Freude haben

1. Die Abkantbank

Früher gehörte sie zu jeder Autowerkstatt wie die Werkstattgrube, heute findet sie sich eher noch bei den Unfall-Instandsetzern und vielen metallverarbeitenden Betrieben, die Abkantbank. Letzten Endes handelt es sich dabei um die Umsetzung des Hebelprinzips: Eine Maschine, in deren breites Maul Bleche eingespannt werden. Und mit einer kraftvollen Bewegung wird dieses Blech in einen beliebigen Winkel gebogen.

Das mag einfach wirken. Aber für den Heimwerker haben diese Geräte, deren Preise bei rund 200 Euro losgehen, unglaublich vielfältige Verwendung. Denn sie ermöglichen es, beliebige Dinge aus Blech zu formen – je nach Abkantbank auch in Millimeterstärke. Damit lassen sich Kisten bauen, Abdeckhauben, ja sogar ganze Gehäuse. Eine maßgefertigte Wetterschutz-/Transportbox für die eigene Motorsäge? Kein Problem mit der Abkantbank, etwas Alublech und einigen Nieten.

2. Der Schlagschraubendreher

Beim weit fortgeschrittenen Heimwerker gehören Kompressor und Schlagschrauber meist schon deshalb seit Ewigkeiten zum Inventar, weil sich damit die Reifen am Auto so komfortabel wechseln lassen. Allerdings hat der Schlagschraubendreher nur den Namen mit dem Schlagschrauber gemein, technisch ist es ein völlig anderes Tool.

Der Schlagschraubendreher ist die Antwort darauf, dass es nach vielen Jahren nicht immer die dicken Schrauben sind, die einem die meisten Probleme beim Herausdrehen machen, sondern oftmals normale Kreuz- und Schlitzschrauben. Ruckzuck hat man, wenn sie nicht hinauswollen, deren Köpfe verhunzt und kann dann nur noch ausbohren. Dagegen arbeitet der Schlagschraubendreher. Er nimmt einen passenden Bit auf. Dann wird hinten kräftig mit dem Hammer draufgeschlagen. Der Impuls wirkt einerseits nach unten, um das festsitzende Gewinde zu lösen. Andererseits erwirkt er auch eine Drehbewegung des Bits gegen den Uhrzeigersinn. Man schlägt regelrecht die festsitzende Schraube heraus, ohne dass das Gewinde demoliert wird.

3. Das Bolzenschweißgerät

Normale Heimwerker haben ein Baumarkt-Elektrodenschweißgerät, Fortgeschrittene ein Schutzgasgerät mit Drahtvorschub. Deckt man damit nicht eigentlich alles ab, was es zu schweißen gibt? Jein. Zumindest dann nicht, wenn man an Blechen viele Befestigungsstifte in schöner Gleichmäßigkeit anschweißen möchte.

Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn man sich aus Vierkantrohr eine höhenverstellbare Arbeitsunterlage bauen möchte. In dem Fall braucht es ein Bolzenschweißgerät. Das wird mit den entsprechenden Gewindebolzen bestückt, muss nur noch an der richtigen Stelle aufs Blech gedrückt werden und macht dann nach Betätigung des Abzugs alles von selbst.

4. Die CNC-Fräse

Die heutige Welt ist digital. Das macht natürlich auch vor dem Heimwerker nicht Halt. Wo man früher mit Lineal, Papier und Zirkel seine Konstruktionszeichnungen machte, läuft das Ganze heute über eine einfache Google-Zusatzfunktion ab. Und natürlich ersetzt das Internetshopping auch so manchen Gang zum Fachmarkt.

Eine CNC-Fräse ist in diesem Sinne nur die logische Erweiterung des Prinzips „Computer verbindet sich mit Heimwerken“. Zugegeben, ganz billig ist solch ein Tool nicht. Aber es erweitert die eigenen Möglichkeiten ins Grenzenlose. Denn: Eine solche Fräse arbeitet dreidimensional und kann mit jeder beliebigen CAD-Datei gefüttert werden. Das zu erlernen ist zwar eine Fleißarbeit, aber dann wird es möglich, wirklich alles in seiner Werkstatt zu erschaffen – oder bessergesagt von der Fräse erschaffen zu lassen. Das beginnt bei Buchstaben für Namensschriftzüge, erstreckt sich über Lackierschablonen und endet bei der eigenen Produktion von Ersatzteilen längst noch nicht.

5. Die Gas-Esse

So mancher Heimwerker hat an irgendeinem Punkt schon mal zu einem gasbetriebenen Lötbrenner gegriffen, um etwas aus Metall verformen zu können. Und sicherlich wird er dabei festgestellt haben, dass das zwar gut funktionieren kann, aber strenge Limitierungen hat.

An diesem Punkt kommt die Gas-Esse ins Spiel. Sie ist, getreu des Namens, eine Schmiede-Esse, die mit einer handelsüblichen Gasflasche und einem daran angeschlossenen Brenner betrieben wird. Im Gegensatz zu einer Kohle-Esse ist sie rundherum geschlossen und sehr gut gedämmt, damit sie sich schnell aufheizt. Und was man da an Metall hineinsteckt, ist nach wenigen Minuten bereits weißglühend und kann mit Hammer und Amboss frei bearbeitet werden. So wird der Heimwerker nicht nur sein eigener Schmied, der sich von Ofenbestecken über Klingenwerkzeuge bis hin zu kunstvollen Deko-Stücken alles selber fertigt, sondern auch die Möglichkeit hat, darin Dinge wieder aufzuarbeiten – etwa eine stumpf gewordene Feile.  

Übrigens: Gas-Essen werden zwar fix und fertig verkauft. Ebenso kann man sich die mehreren hundert Euro aber auch sparen und seine Heimwerkerfähigkeiten dafür nutzen, sich eine solche Esse aus einer leeren 11-Kilo-Gasflasche selbst zu bauen.

6. Die Hebebühne

Auch wenn die Zwischenüberschrift vermuten lässt, dass hier vor allem der Auto-schraubende Heimwerker angesprochen wird, so ist dem nicht so. Natürlich, primär ist eine Hebebühne die mit Abstand größte Erleichterung, die man sich in seine Garage holen kann, um damit vom Räder- über den Ölwechsel bis hin zu ganzen Oldtimer-Restaurierungen alles einfacher machen zu können als mit einem Rollbrett, Wagenheber und Auffahrrampen.

Doch allein die Tatsache, dass eine Hebebühne aus vier Armen besteht, die mehrere Tonnen in komfortable Arbeitshöhe hieven können, sollte schon die Richtung vorgeben: Damit lässt sich auch noch viel mehr machen. Nie wieder Rückenschmerzen an der Werkbank beispielsweise, weil man eine große „Tischplatte“ auf die Hebebühne legt. Vielleicht ein nach oben gehobenes Reifenlager, unter dem man immer noch sein Auto parken kann. Auch hier ist die einzige Limitierung die eigene Kreativität – und natürlich die Deckenhöhe der Garage.

Quelle: freenet.de
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