Horror-Hotel: In diesem Gästehaus soll es spuken

Die Schönheit des ehemaligen Hotels ist unbestreitbar. Grund für dessen Verwandlung in ein Museum ist nicht nur bestialischer Gestank, auch forderte der Standort bereits viele Tote.
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Die Schönheit des ehemaligen Hotels ist unbestreitbar. Grund für dessen Verwandlung in ein Museum ist nicht nur bestialischer Gestank, auch forderte der Standort bereits viele Tote.

© imago/ZUMA Press

Riesige Fensterfronten, luxuriöse Zimmer mit Balkon, fast jeder davon mit Blick auf rauschende Kaskaden - und angebliche Todesfälle durch Geister. Das einst berühmteste Hotel Kolumbiens spinnt heute so manche Legende. Was steckt hinter dem Spuk?

Wer die spektakulären Tequendama-Wasserfälle nahe der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá bestaunen möchte, passiert unweigerlich das "Spuk-Hotel" del Salto, das trotz seines offensichtlichen Verfalls noch immer majestätisch über dem Abgrund thront. In den 1990er Jahren musste die Unterkunft ihre Pforten für immer schließen, angeblich weil Geister ihr Unwesen trieben...

Pompöse Partys, Champagner und Glamour - das alles nahm in Form des Hotels del Salto Gestalt an. Der Architekt Carlos Arturo Tapias entwarf 1923 ein einzigartiges Gebäude, das sich fest an den Berghang schmiegt und bei seiner Eröffnung als eines der besten Hotels der Welt galt. Viele Legenden und Geschichten ranken sich um den Komplex, der bei all seiner vergangenen Pracht auch dunkle Geheimnisse hat. So kam es zu einigen tragischen Todesfällen, die Verschwörungstheoretiker auf Spukgestalten zurückführen. Aber nicht nur aus Angst sollen Hotelgäste zu Tode gekommen sein.

Doch mehr als nur Gruselgeschichten?

Inspiriert durch eine indianische Legende stürzten sich viele Hotelgäste und unglücklich Verliebte an den Wasserfällen in den Tod. Um der Sklaverei durch die spanischen Konquistadoren zu entkommen, seien die Chibcha-Indios demnach in die Fluten gesprungen und hätten sich im Fallen in Adler verwandelt, sodass sie sicher in die Freiheit fliegen konnten. Ein fataler Irrtum.

Ein weiterer Grund, aus dem das Hotel unweigerlich schließen musste, war der widerwärtige Gestank. Alle Abwässer und Fäkalien im Großraum Bogotá wurden und werden immer noch hauptsächlich ungeklärt in den Fluss geleitet. Nicht umsonst gilt der Río Bogotá, der die Tequendama-Fälle speist, als einer der am schlimmsten verseuchten Flüsse der Welt.

Nervenkitzel wird hier großgeschrieben

Tote, bestialischer Gestank und Geister - keine guten Voraussetzungen für ein florierendes Gasthaus. Und so wurde das Horror-Hotel langsam aber sicher dem Verfall preisgegeben. Nachdem sich Moose und Farne in dem einst prunkvollen Bau ausgebreitet hatten und die ehemals rosafarbenen Wände bröckelten, nahm sich das kolumbianische Institut für Naturwissenschaften des Gebäudes an und verwandelte es in ein Museum.

Heute wollen zahlreiche Touristen das Grusel-Hotel sehen und nehmen dafür auch einen nicht ganz ungefährlichen Anfahrtsweg in Kauf. Erdrutsche und Schlammlawinen überrollen regelmäßig die Straße, die zum Museum hinaufführt. Nicht umsonst gibt es die Warnung: "Be sure you are back in town before night falls."

Quelle: spot on news AG
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