Skeleton: Dämpfer für Hermann und Lölling vor Heim-WM

Skeleton: Dämpfer für Hermann und Lölling vor Heim-WM
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Skeleton: Dämpfer für Hermann und Lölling vor Heim-WM

 © SID

Die deutschen Skeleton-Frauen haben bei der Generalprobe für die WM in Altenberg (27. Februar bis 1. März) enttäuscht.

Köln (SID) - Sophia Griebel (Suhl) fuhr im EM-Rennen im lettischen Sigulda beim Sieg der Russin Jelena Nikitina als beste deutsche Pilotin auf den siebten Rang. Am Tag zuvor hatte immerhin Junioren-Weltmeister Felix Keisinger (Königssee) für eine Überraschung gesorgt und die Bronzemedaille gewonnen.

Die Olympia-Zweite Jacqueline Lölling (Winterberg) blieb als Achte hinter den Erwartungen zurück. Weltmeisterin Tina Hermann (Königssee), die nach dem ersten Lauf als Dritte noch auf Podestkurs gelegen hatte, fiel nach einem Fahrfehler sogar auf den 15. Rang zurück. Die Frauen verpassten damit erstmals seit Dezember 2017 das Podest in einem Weltcup-Rennen.

Das Rennen auf der Bahn nahe der Hauptstadt Riga waren zugleich das Weltcup-Finale, in welchem Lölling ihre Führung in der Gesamtwertung erfolgreich verteidigte und zum dritten Mal die Kristallkugel gewann. Hermann schloss das Gesamtklassement auf dem vierten Platz ab, Griebel wurde Zehnte.

"Ich hätte mir ein besseres Ergebnis gewünscht. Das Rennen war eines meiner schlechtesten. Umso erleichterter bin ich, dass es auf den letzten Metern doch noch gereicht hat. Ich habe den Gesamtweltcup, das überstrahlt das schlechte Rennen", sagte Lölling.

Der 22-jährige Keisinger war am Samstag hinter den Brüdern Martins und Tomass Dukurs, die auf ihrer Heimbahn deutlich dominierten, auf dem dritten Platz gelandet. Für Martins Dukurs war es der elfte EM-Titel in Serie, er ist mit großem Abstand Rekord-Europameister. Alexander Gassner (Winterberg) wurde EM-Fünfter hinter Alexander Tretjakow aus Russland.

In der Weltcupwertung schob sich der südkoreanische Olympiasieger Yun Sung-bin auf den dritten Rang noch vor Keisinger. Martins Dukurs sicherte sich auch den Sieg im Gesamtweltcup vor Titelverteidiger Tretjakow, für den 35-Jährigen ist es die neunte Kristallkugel.

Axel Jungk, im vergangenen Jahr Vize-Europameister, hatte auf EM und Weltcup-Finale verzichtet, um sich intensiv auf die Heim-WM vorzubereiten. Keisinger feierte indes eine vielversprechende Generalprobe, auch die Weltcup-Gesamtwertung schließt er als Vierter als bester Deutscher ab.

Quelle: 2020 Sport-Informations-Dienst, Köln
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