Aiways U6 Ion Concept: Elektro-SUV-Coupé aus China

Aiways U6 Ion Concept: Elektro-SUV-Coupé aus China
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Aiways U6 Ion Concept: Elektro-SUV-Coupé aus China

© Aiways

Mit dem U6 Ion Concept bringt das chinesische Startup Aiways ein weiteres E-SUV. Die für den Autosalon in Genf geplante Premiere fand jetzt virtuell statt

Der wegen des Corona-Virus abgesagte Autosalon in Genf hätte für das chinesische Startup-Unternehmen Aiways eigentlich der Auftakt für den Marktstart in Europa sein sollen. Aiways nimmt für sich in Anspruch, der erste chinesische Hersteller zu sein, der in Deutschland mit einem Elektro-Auto auf den Markt kommt – mit dem U5. Doch die Markteinführung des Elektro-SUV mit 400 Kilometer Reichweite wird wohl noch etwas auf sich warten lassen, derzeit wird der Spätsommer des Jahres als Debüt-Termin ins Visier genommen.

Marktstart wegen Corona-Virus verschoben

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf die ursprünglich ebenfalls für Genf geplanten Premiere der Aiways-Studie U6 Ion Concept, dem zweiten geplanten Modell der Marke. Statt auf der Bühne in Genf enthüllte Aiways den U6 in einer Live-Schalte aus einem Studio in Stuttgart, und zwar doppelt virtuell: Die über das Internet verbreitete Pressekonferenz musste ohne das Konzeptauto auskommen, denn das bekam der Hersteller aufgrund der aktuellen Lage nicht aus China heraus.

So bestand die Präsentation der Studie U6 Ion Concept aus dem Einspielen eines einminütigen Video-Clips. Technische Daten, geplanter Verkaufsstart, angepeilter Preis oder ähnliche Informationen – Fehlanzeige. So bleibt als einziger Hinweis, dass der U6 Ion Concept auf dem E-SUV Aiways U5 basiert. Das erlaubt zumindest eine Prognose für den Antrieb: Im U5 ist ein 140 kW starker Elektroantrieb verbaut, die Energie liefert ein 63-kWh-Akkupaket. Angekündigt ist auch ein 83-kWh-Akku, der die Reichweite von 400 auf 560 Kilometer pushen soll.

Aiways U6 Ion Concept kommt als SUV-Coupé

Das U6 Concept setzt auf das Thema SUV-Coupé und wird von Aiways als „Crossover“ angekündigt. Der Viertürer mit Stummelheck und stark nach hinten abfallender Dachlinie wird rund 4,7 Meter lang sein, aber etwas niedriger als der U5 SUV. Die Karosserieform wird vermutlich sehr ähnlich in Serie gehen. Auffälliges Merkmal sind die bündigen Türgriffe, die nur zum entriegeln nach aussen klappen, der auf der Heckscheibe thronende Spoiler und der stark nach oben gezogene Schwellerschutz.

Ob der charakteristische Heckkdiffusor so in Serie geht, bleibt abzuwarten, dafür stehen die Chancen für das Rückleuchtendesign nicht schlecht: Es unterscheidet sich vom U5 durch die seitlich nach unten gezogenen LED-Standlichter. Das Frontdesign mit den schmalen Scheinwerfern und den darunterliegenden großen Lufteinlässen unterscheidet sich ebenfalls deutlich vom Plattform-Spender U5.

Das Lenkrad der Studie im Flugzeug-Stil wird eher nicht die Serienreife erlangen, doch beim U5 zeigte Aiways bereits, dass man zumindest das Thema des abgeflachten Lenkrades durchaus ernst meint. Abzuwarten bleibt auch, ob das große Mitteldisplay so kommt, im U5 fällt es deutlich kleiner aus. Dafür macht der U5 eine Idee vor, die auch das Aiways U6 Ion Concept nachvollzieht: Statt eines Handschuhfachs befindet sich vor dem Beifahrer ein „Steckplatz“, in den sich verschieden geformte Staufächer und Anbauteile einklipsen lassen.

Für den Deutschland-Vertrieb der Aiways-Elektroautos plant das Unternehmen die Kooperation mit der Elektronik-Handelskette Euronics. Bei ausgewählten Euronics-Filialen sollen entsprechend geschulte Verkäufer die Aiways-Modelle präsentieren. Als Service-Partner soll die Werkstattkette ATU fungieren. Dort wird es allerdings vermutlich wenig zu tun geben, Aiways gibt an, die erste Inspektion sei nach 100.000 Kilometern fällig.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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