Mobilitätsprojekt in drei Kommunen

Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung
untersuchen, wie die Verkehrswende gelingen kann.
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Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung untersuchen, wie die Verkehrswende gelingen kann.

 © Wilhelm Irsch/piclease

In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und NRW entwickeln Forscher ökologischere Mobilität.

Weniger Autos, mehr öffentlicher Personennahverkehr und eine gute Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger – das bräuchte es für die Verkehrswende. Die Umsetzung ist für Kommunen jedoch oft schwierig. Hier setzt ein Forschungsprojekt des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) an, das an drei Beispielkommunen modellhafte Maßnahmen für eine umweltfreundlichere Mobilität entwickeln und erproben will.

Die Gemeinde Gingst mit 1.200 Einwohnern auf Rügen in Mecklenburg-Vorpommern wurde dafür als Beispiel für den ländlichen Raum ausgewählt, Drolshagen/Lennestadt mit 25.000 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen bildet ein größeres Siedlungsgebiet ab und die Stadt Leipzig in Sachsen mit rund 600.000 Einwohnern ist ein Beispiel für eine wachsende Großstadt.

Entwicklung von Modell-Maßnahmen für Kommunen

Das Projekt möchte Kommunen unterstützen und Veränderungen des Rechtsrahmens in der Politik anstoßen. Dafür wurden in den jeweiligen Orten sogenannte Verkehrswendebüros eingerichtet, in denen Bauämter, Investoren und Mobilitätsanbieter in den Prozess eingebunden und kommunale Akteure geschult werden. Diese Büros werden von der „Allianz Verkehrswende“ unterstützt, in der sich Personen und Organisationen engagieren, die an Modellvorhaben zur Elektromobilität mitgewirkt haben.

Man möchte Entscheidern aus der Kommunal- und Regionalpolitik damit praxisnahe und auf andere Orte übertragbare Hilfestellungen an die Hand geben. „Mit diesen Ansätzen wollen wir in diesen Städten 50 Prozent weniger Autos und 50 Prozent weniger gefahrene Kilometer in fünf Jahren erreichen“, sagt Prof. Dr. Andreas Knie vom WZB. Das Projekt wird von einem Beirat unterstützt und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt fachlich und finanziell gefördert.

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