Tesla-Modelle von Behörde untersucht

Tesla-Modelle von Behörde untersucht
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Tesla-Modelle von Behörde untersucht

 © Tesla

Die US-Verkehrsbehörde NHTSA untersucht zahlreiche Fälle, in denen Modelle von Tesla unbeabsichtigt beschleunigt haben. Dahinter könnten auch Börsen-Interessen stecken.

Beschwerden über das unbeabsichtigte Beschleunigen von Fahrzeugen gehen bei der US-Verkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) regelmäßig ein. Bei den dann durchgeführten Untersuchungen kommt als Ursache häufig eine Fehlbedienung durch den Fahrer heraus – beispielsweise durch das Verwechseln von Pedalen. Jetzt untersucht die NHTSA Beschwerden von 127 Tesla-Fahrern. Diese hat ein Investor namens Brian Sparks im Rahmen einer Petition eingereicht.

Laut dem US-Verbrauchernachrichten- und Wirtschaftskanal CNBC war Sparks lange Tesla-Aktionär, aktuell beschäftigt er sich mit sogenannten Leerverkäufen von Tesla-Aktien. Bei Aktien-Leerverkäufen befinden sich die Aktien zum Zeitpunkt der Verkaufsvereinbarung nicht im Eigentum des Verkäufers. Um seine zukünftige Lieferverpflichtung zu erfüllen, muss sich der Verkäufer bis zum Lieferzeitpunkt mit den entsprechenden Aktien eindecken.

127 unbeabsichtigte Beschleunigungen angezeigt

Gemäß den bei der NHTSA eingereichten Unterlagen, soll es 127 unbeabsichtigte Beschleunigungen (SUA: sudden unintended acceleration) bei Modellen von Tesla gegeben haben. Diese hätten 52 Verletzungen verursacht. Sparks begründet seine Petition mit einem speziellen Vorfall, der ihn besonders aufgeregt hätte: Im Sommer 2019 fuhr Jennifer Terry mit ihrem Model 3, während ihr Auto angeblich spontan beschleunigte. Sie erlangte die Kontrolle über ihr Fahrzeug zurück und bat bei Tesla um einen Service-Termin. Auf diesen musste sie einige Wochen warten. Eine Woche später erfolgte angeblich wieder zu einer unbeabsichtigten Beschleunigung. Diesmal kam es zu einem Unfall mit vier Fahrzeugen, bei denen zwei Personen Verletzungen davon trugen.

Alle Tesla-Modelle betroffen

Die NHTSA erwähnt in einem ersten Statement, dass die Anschuldigungen auf über 500.000 Tesla-Fahrzeuge der Baujahre 2013 bis 2019 zutreffen könnten. Man sei dabei, den Inhalt der Petition zu bewerten. Danach fälle man weitere Entscheidungen – die Behörde ist berechtigt, förmliche Prüfungen einzuleiten und Rückrufe anzuordnen. Mit Ajit Alkondon hat die NHTSA einen ihrer Mitarbeiter mit der Bearbeitung des Falls beauftragt.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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