VW ID.5 und ID.5 GTX (2021): Elektro-SUV-Coupé kostet ab 46.515 Euro

VW ID.5 und ID.5 GTX (2021): Elektro-SUV-Coupé kostet ab 46.515
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VW ID.5 und ID.5 GTX (2021): Elektro-SUV-Coupé kostet ab 46.515 Euro

© VW/Ingo Barenschee

Mit dem ID.5 zeigt VW die Coupé-Version des Elektro-SUV ID.4. Dank Stummelheck und flachem Dachverlauf sinkt der cW-Wert und steigt die Reichweite. Jetzt ist der Einstiegspreis des Elektroautos bekannt.

Der ID.4 entspricht vom Segment her dem Verbrenner-Modell Tiguan. Von dem hat VW nur in China ein Coupé im Angebot, beim Elektro-Pendant hingegen gab das Coupé als Concept Car ID. Crozz sogar den ersten Ausblick auf den E-SUV überhaupt.

Bis zur B-Säule ist der ID.5 quasi identisch mit der Steilheck-Variante ID.4. Während das auch für Länge (4,58 Meter) und Breite (1,85 Meter) gilt, stellt der iD.5 mit 1,61 Meter Höhe allerdings insgesamt drei Zentimeter weniger in den Wind. Zusammen mit dem flacheren Dachverlauf und dem Spoiler am Stummelheck bringt das eine bessere Aerodynamik: Der cW-Wert verbessert sich von 0,28 beim ID.4 auf 0,26 und beim GTX von 0,29 auf 0,27. Daher verspricht VW für den zweimotorigen GTX mit 299 PS eine von 480 auf bis zu 490 Kilometer gestiegene Reichweite. Die einmotorigen Varianten kommen allerdings auch nicht weiter als der ID.4. Bis zu 520 Kilometer verspricht VW.

Überschaubare Einbußen

An anderer Stelle hat die Form einen Nachteil: Wer auf der Rückbank sitzt, muss mit 12 Millimetern weniger Kopffreiheit auskommen. Der erste Check zeigt aber: Auch größere Personen jenseits der 1,85 Meter Körpergröße wird das nicht stören; sie können sich vielmehr an der gleich üppigen Beinfreiheit wie im ID.4 freuen. Beide Autos haben den gleichen Radstand (2,77 Meter).

Im Kofferraum bringt das hohe Heck in der Grundstellung sogar 9 Liter mehr Volumen (549 Liter) als beim ID.4. Legt man die Rückbanklehnen um, ergeben sich im nicht ganz ebenen Laderaum mit 1561 Litern allerdings 14 weniger als im Steilheck-SUV. Trotzdem kaum der Rede wert.

Neue Motorvariante für den ID.5

Was unterscheidet den ID.5 sonst vom ID.4, wo doch beide auf derselben Plattform des Modularen Elektrobaukastens (MEB) aufbauen? Zunächst mal die Antriebsvarianten. Das Coupé gibt es nicht mit der 52 kWh-Batterie, sondern nur mit dem größeren Pro-Akku (77 kWh). Auch mit lediglich 150 PS ist er nicht zu haben; eine Version mit permanent erregtem Synchronmotor auf der Hinterachse hat 174 PS. Sie wird es ab Herbst 2021 auch im ID.4 geben. Als ID.5 Pro beschleunigt sie in 10,4 Sekunden von null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Der ID.5 Pro Performance mit 204 PS beschleunigt in 8,4 Sekunden auf 100 km/h und ist damit 0,1 Sekunden schneller als der entsprechende ID.4. Die Höchstgeschwindigkeit ist aber für alle bei 160 km/h abgeregelt.

180 km/h schnell fahren darf nur der GTX (ID.5 und ID.4) mit 299 PS dank zusätzlichem Asynchronmotor (109 PS, 162 Nm) auf der Vorderachse. Er beschleunigt den ID.5 laut VW in 6,3 Sekunden auf 100 km/h, während der ID.4 hierfür nur 6,2 Sekunden brauchen soll.

Der VW ID.5 kann schneller und bidirektional laden

Dafür soll der ID.5 schneller laden können. Weniger entscheidend dabei ist die höhere Maximalleistung (135 statt 125 kW), sondern die flacher abfallende Kurve im Ladeverlauf. Das soll bei Schnellladung von 5 auf 80 Prozent 9 Minuten sparen. Beim GTX wären das dementsprechend 29 statt 38 Minuten. Das entspricht in rund 30 Minuten Energie für die nächsten 390 km beim ID.5 bzw. 320 km beim ID.5 GTX (nach WLTP).

An einer Wechselstrom-Säule oder einer Wallbox können die ID.5 Modelle mit bis zu 11 kW Leistung laden. Außerdem beherrscht der ID.5 an der Wallbox von VW im Zusammenspiel mit einem Heimenergie-Managementsystem (HEMS) neue Funktionen – zum Beispiel das Laden zu kostengünstigen Zeiten oder mit Solarstrom, falls eine Photovoltaikanlage installiert ist. Passt die Infrastruktur ist der ID.5 zudem auch dafür vorbereitet, zu Hause bidirektional zu laden – so kann der ID.5 Strom in das Hausnetz einspeisen.

Software upgedatet

Schneller wird zudem die neue Software ID.3.0, die 2022 per Over-the-Air-Update auch ID.-Bestandsfahrzeuge bekommen. Ihre Sprachsteuerung ("Hallo ID.") soll dann natürliche Äußerungen so gut verstehen und dazulernen können wie bei der Konkurrenz. Vom Sprachbefehl zu einem bestimmten Ziel bis zum Beginn der Navigationsführung sollen so nur mehr 7 Sekunden vergehen.

Die Software hilft auch den Assistenzsystemen: Travel Assist arbeitet jetzt mit Schwarmdaten und beherrscht den assistierten Spurwechsel, den der Fahrer quasi mit dem Blinker anfragt und der ID.5 mit grauen und weißen Pfeilen im Instrumenten-Display freigibt. Der Park Assistent Plus mit Memory-Funktion kann nun personalisiert Einparken, sprich das System merkt sich beispielsweise die letzten Meter in die heimische Garage und fährt sie nach einmaligem Anlernen selbständig bis in die Abstellposition.

Bessere Ausstattung, höherer Preis

Gegenüber dem ID.4 ist der ID.5 besser ausgestattet: Während beim ID.4 selbst Leichtmetallfelgen mindestens 710 Euro Aufpreis kosten, sind die beim mindestens 46.515 Euro kostenden ID.5 mit 128 kW (174 PS) genauso Serie, wie das schwarze Dach, das größere 12-Zoll-Display, die Ziernähte im Interieur und LED-Licht rundum. Für die Variante mit 150 kW (204 PS) möchte VW mindestens 47.550 Euro haben und der ID.5 GTX geht bei 53.615 Euro los. Marktstart ist im Frühjahr 2022.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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