Die schrecklichsten Auto-Innenräume

Von innen ebenso schlimm wie von außen: Der Fiat Multipla. Die mittleren Luftauslässe für die Klimaanlage sehen aus wie plattgedrückte Warzen. Unfassbar, dass Michael Schumacher dafür geworben hat.
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Von innen ebenso schlimm wie von außen: Der Fiat Multipla. Die mittleren Luftauslässe für die Klimaanlage sehen aus wie plattgedrückte Warzen. Unfassbar, dass Michael Schumacher dafür geworben hat.

© Fiat
30.06.2017 - 08:00 Uhr von Roman Domes

Eigentlich ist der Innenraum ja das Wichtigste am Auto. Zum Fahren sitzt du drin, du musst dich wohlfühlen und auskennen. Viele Designer haben das offenbar vergessen.

Wir zeigen in unserer Bildershow 16 Beispiele für misslungenes Innenraum-Design!>>

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sind ein Autoliebhaber, besonders gerne mögen Sie französische Fahrzeuge der 1970er- und 1980er-Jahre und haben sich einen Citroën CX Serie I von 1978 gekauft. An einem Abend haben Sie zu viel getrunken und bitten einen Bekannten, Sie mit Ihrem Auto nach Hause zu fahren. Dieser Bekannte saß noch nie in einem Citroën CX. Au Backe!

Citroën CX brachte alles durcheinander

In Citroëns Mittelklasse(eigentlich eine Beleidigung für dieses Auto!)-Limousine ist alles anders. Wer blinken möchte, greift mit der linken Hand erstmals in Leere. Wer die Scheibe reinigen möchte, dem passiert mit Rechts das gleiche. Der Blinker sitzt als Wippen-Schalter gleich links neben dem Drehzahlmesser auf einem Plastik-Geschwulst und hat keine Selbst-Abschalt-Funktion, wenn das Lenkrad weit genug eingeschlagen wird.

Am unteren Ende des Plastik-Klumpens wird der Scheibenwischer per Hebel bedient. Mit langen Fingern kommt man immerhin dran, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Wer friert, darf sich auch mal auf die Suche nach der Heizungssteuerung begeben - und sie partout nicht finden. Wie das Radio sitzt die Heizungsregelung zwischen den beiden Vordersitzen.

Eine genaue Justierung ohne hinzugucken scheint unmöglich. Herrlich irrsinnig war dieser, am Ende zum Glück gescheiterte Versuch von Citroën, die über lange Jahre gereifte Bedienlogik zu kippen.

Das streitbare Thema Chris Bangle und BMW

BMW hat das mit dem im November 2001 eingeführten iDrive-System geschafft. Zumindest dann, wenn es um die Steuerung des Infotainments geht. Zunächst kam das im BMW 7er zum Einsatz, in jenem 7er der Baureihe E65, den Chris Bangle designt hatte. Und wie das iDrive-System, so war auch die Limousine höchst umstritten; viele Kunden bestellten angeblich ihren BMW wieder ab, nachdem sie ihn live gesehen hatten.

Vielleicht lag es weniger an seinem Äußeren, denn auch das Interieur sah schrecklich aus. Die Regler für Heizung und Lüftung saßen auf einer billig wirkenden silbernen Zierblende. Das Lenkrad wirkte unförmig. Und wo war nochmal der Gangwahlhebel? Das Unding mit den "Doppelhöckern" für Kombiinstrument und Navi hat sich BMW mittlerweile auch wieder abgewöhnt. Danke dafür.

Der König der Elektronik-Defekte: Aston Martin Lagonda

Aston Martin hat sich auch ein einziges Mal an der Innenraum-Revolution versucht und zwar mit dem Lagonda. Alles sollte digital sein und digital aussehen, auch Dinge wie Tacho oder Drehzahlmesser. Aber das wäre ja fast noch in Ordnung. Zusätzlich zu diesen Informationen, die man ja zum Fahren wirklich benötigt, wurden aber auch Dinge wie Batteriespannung und Wassertemperatur digital angezeigt.

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie furchtbar das ganze Zeug geblinkt haben muss, speziell im Winter, wenn die Temperaturen von Öl und Wasser einen weiteren Weg zurücklegen als im Sommer. Und außerdem: Wen interessiert die Batteriespannung so sehr, dass man sie direkt vor den Fahrer projizieren muss?

Quelle: 2016 Motor-Presse Stuttgart
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