Mercedes-Benz Weekender (2020)

„Vom hippen Rentner bis zum Millennial“ soll der Mercedes
Weekender in den USA alle begeistern, die Vanlife und
Unabhängigkeit mit einem handlichen Mobil suchen.
Bild 1 von 34

„Vom hippen Rentner bis zum Millennial“ soll der Mercedes Weekender in den USA alle begeistern, die Vanlife und Unabhängigkeit mit einem handlichen Mobil suchen.

© Mercedes-Benz

Große, wuchtige Reisemobile gibt es in den USA zuhauf. Der Mercedes-Benz Weekender, das amerikanische Schwesternmodell des Marco Polo, soll eine Marktlücke schließen: Der Kompaktbus mit Aufstelldach kommt im Frühjahr 2020 heraus.

Die Straßen, die Burger, die Wohnmobile – in den USA ist alles ein bisschen größer, auch die Campingfahrzeuge. Doch die Tiny Homes wie auch US-Vanlifer weckten mittlerweile auch jenseits des großen Teichs Interesse an kleinen, effizenten Freizeitfahrzeugen. Das scheint Mercedes-Benz nun ausnutzen zu wollen. Und so soll der Campervan Weekender laut Mercedes-Benz USA „vom hippen Rentner bis zum Millennial“ alle begeistern, die Vanlife und Unabhängigkeit mit einem handlichen Mobil suchen.

Der Metris als Campervan-Basis

Das Basisfahrzeug für den Weekender ist der sogenannte Mercedes-Benz Metris. Der Van das nordamerikanische Pendant zum Mercedes Vito. Seit 2015 ist er dort erhältlich. Der Metris kann als Transporter oder als Passagierfahrzeug bestellt werden, so weit alles gleich zum Vito.

Er unterscheidet sich von seinem europäischen Cousin durch ein Hartplastik-Cockpit, zentral angeordneten Getränkehaltern und dadurch, dass er nur als Benziner, nur mit 7-Gang-Automatik und nur in der 208-PS-Version zu haben ist. Die Assistenzsysteme sind vergleichbar mit der europäischen Verwandtschaft, beispielsweise hat er ESP und den Seitenwindassistent an Bord. Doch wie ist das mit dem Campingausbau?

Weekender: Kopie des europäischen Marco Polo?

Auch beim Wohnangebot erinnert der Mercedes-Benz Weekender zwar stark an den Marco Polo, geht in den Details aber seinen eigenen Weg. Fünf Sitzplätze und vier Schlafplätze bietet der Weekender: Zwei oben im Aufstelldach, zwei weitere unten auf der umklappbaren Dreier-Sitzbank, die dank eines Schienensystems verstellbar ist. Zusammen mit den beiden drehbaren Vordersitzen entsteht eine Sitzgruppe. Eine Bordbatterie sorgt unterwegs für Strom, der in mehreren USB-Steckdosen im gesamten Fahrzeug verteilt wird.

Damit entspricht der Weekender in etwa dem einfach ausgestatteten Marco Polo Activity, den es seit 2016 gibt. Der Möbelbau und die Ausstattung des Innenraums vom Weekender übernimmt nicht wie in Europa der Ausbauer Westfalia. Mercedes setzt hierfür auf Driverge Vehicle Innovation aus Ohio und Peace Vans. Standort für den Umbau ist South Carolina. Die im Europa-Modell sehr hochwertigen Oberflächen im Cockpit und Spitzentechnologie haben im US-Modell Weekender einen etwas robusteren und pragmatischeren Look.

Ausstattung fürs perfekte Campingerlebnis

Wer noch mehr Campingkomfort benötigt, findet sie bei den Ausstattungsoptionen im Weekender. Eine knapp 2,50 Meter große Markise gehört dazu, Fliegengitter für Tür und Heck und ein Heckzelt. Um Surfboards, Ski oder andere Sportgeräte zu transportieren, können auf dem Weekender Dachschienen montiert werden. Eine Küchenlösung steht auch parat: Fürs Heck kann eine aus herausziehbare Küche bestellt werden.

Autarkie ist ebenfalls ein Thema, das von dazubestellbarer Ausstattung abgedeckt wird: Solarpanels sind für den Weekender ebenfalls verfügbar. Audio- und Navigationsfunktionen lassen sich upgraden. Und wem die Standard-Farben des Mercedes-Benz Metris zu langweilig scheinen, kann zwischen 200 Sonderfarben wählen.

Der Mercedes Weekender kommt im Frühjahr 2020 auf den US-Markt, ein Preis wurde bislang noch nicht bekanntgegeben. Der Mercedes-Benz Metris als Transporter ohne Campingausstattung kostet ab 27.180 US-Dollar, das etwa 24.900 Euro entspricht. Nur so viel ist bereits klar: Die ersten 100 Bestellungen bekommen einen Jahrespass für die Nationalparks, damit die ersten Weekender-Kunden gleich ins erste Wochenend-Abenteuer starten können.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
Top-Themen
Rolls-Royce, Lotus und Jaguar: So manches britische Modell steht in den deutschen Neuzulassungs-Charts kurz vorm Brexit.mehr
Obwohl noch letzte Genehmigungen fehlen, begann Tesla in Grünheide bereits, die ersten Bäume zu fällen. Und nutzt dazu ...mehr
Ex-Formel-1-Fahrer und TV-Experte Nico Rosberg analysiert die Lage bei Ferrari - Sebastian Vettel kann er sich in ...mehr
Anzeige