Bloch erklärt

Bloch erklärt Sprit-Irrtümer
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Bloch erklärt Sprit-Irrtümer

 © auto motor und sport

Bedeutet mehr Oktan mehr Leistung? Muss im Winter Benzin in den Diesel? Und wer braucht eigentlich eine Erhöhung der Sprit-Preise? Alexander Bloch klärt diese und weitere Fragen rund um das Thema Kraftstoff.

Nicht wenige Auto-Narren und Petrolheads behaupten, es fließe Benzin durch ihre Adern. Euch sei gesagt: Vorsicht! Eine Transfusion könnte künftig ganz schön teuer werden. Die aktuelle Debatte um eine geplante Erhöhung der Kraftstoffpreise (Diesel plus 70 Cent pro Liter, Benzin plus 47 Cent pro Liter) befeuert einmal mehr ein ohnehin häufig diskutiertes Thema im automobilen Kosmos – den Sprit.

Benzin macht Diesel winterhart

Für unseren Reporter Alexander Bloch Anlass genug, um acht große Irrtümer rund um den Kraftstoff zu enthüllen – und da gibt es einige Binsenweisheiten. Zum Beispiel hält sich hartnäckig der Mythos, etwas zugesetztes Benzin mache den Diesel im Tank winterhart. Das mag für einen alten Vorkammer-Diesel gelten, doch bei modernen Selbstzündern wäre das eine Todsünde. Warum das so ist, erfahren Sie unten im kompletten Video „Bloch erklärt“.

Auch die Angabe der Oktanzahl ist immer wieder Anstoß für Spekulationen. Kann eine zu geringe Oktanzahl meinen Motor ruinieren? Bedeutet mehr Oktan auch mehr Motorleistung? Lohnt es sich daher V-Power, Ultimate und Co. zu tanken? Die Antworten sind einfach: Nein, nein und nein. Der Klopf-Sensor verhindert einen Motorschaden bei geringen Oktan-Werten, indem er den Zündzeitpunkt entsprechend anpasst. Den Volllast-Betrieb sollten Sie zwar dennoch vermeiden, aber abpumpen müssen Sie den Sprit nicht. Zumal die Qualität des Benzins in Deutschland ohnehin sehr gut ist. Dass aus höheren Oktanzahlen im Umkehrschluss eine höhere Leistung resultiert, lässt sich pauschal aber auch nicht feststellen. In welchen Fällen das zutrifft, erfahren Sie ebenfalls im Video.

65 Prozent CO2 einsparen

Dass unseren Kraftstoffen ein gewisser Anteil von Bio-Ethanol beigemischt wird, ist durch das Bundesemissionschutzgesetz geregelt. Daraus abzuleiten, dass es der Regierung um den Umweltschutz ginge, ist allerdings nicht ganz richtig. Ein Beispiel dafür ist der Care-Diesel. Dabei handelt es sich um einen Kraftstoff, der zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen synthetisch erzeugt wird. Er ist geruchslos und könnte für eine CO2-Einsparung von bis zu 65 Prozent sorgen. Zum Vergleich: Ein flächendeckendes Tempolimit von 130 km/h auf der Autobahn spart lediglich 0,3 Prozent CO2.

Doch das Umweltbundesamt und das Umweltministerium lassen den Care-Diesel nicht als Kraftstoff zu. Die Begründung ist so einfach wie kurzsichtig: Man brauche nicht noch einen Kraftstoff, schließlich habe man sich dazu entschieden, die Elektromobilität zu fördern. Dass auf den Straßen aber nach wie vor Millionen von Verbrennern unterwegs sind, die mit dem synthetischen Diesel einen Soforteffekt auf die Emissions-Werte hätten, bleibt offenbar unbeachtet. Was es mit diesen und weiteren Irrtümern rund um das Thema Benzin und Diesel auf sich hat, erfahren Sie hier im kompletten Video „Bloch erklärt“.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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