Ehemaliger Besitzer wegen Betrugs angeklagt: Das dunkle Geheimnis der Elkhart Collection

Ehemaliger Besitzer wegen Betrugs angeklagt: Das dunkle
Geheimnis der Elkhart Collection
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Ehemaliger Besitzer wegen Betrugs angeklagt: Das dunkle Geheimnis der Elkhart Collection

© RM Sotheby's

Im Oktober versteigert RM Sotheby's eine einmalige Autosammlung. Deren unerfreuliche Besonderheit: Die Autos gehörten einst einem mutmaßlichen Betrüger.

Da hat RM Sotheby's mal wieder eine einmalige Autosammlung zur Versteigerung aufgetan. 240 Autos und unzählige weitere Erinnerungsstücke sollen am 23. und 24. Oktober veräußert werden. Eigentlich sollte es schon Anfang Mai soweit sein, aber der Ausbruch der Corona-Pandemie zwang das Auktionshaus zur Verschiebung. Klar: Eine Sammlung dieser Güte soll, wenn irgendwie möglich, mit Live-Publikum versteigert werden. Und RM Sotheby's hofft, dass dies Ende Oktober wieder machbar ist.

Betrugsverdacht und riesige Verbindlichkeiten

Der Name der Sammlung: The Elkhart Collection. Benannt ist sie nach dem Ort Elkhart im US-Bundesstaat Indiana. Dort wurde sie einst zusammengetragen und dort findet auch die Auktion statt. Man hätte die Sammlung auch "Khan Collection" nennen können, schließlich gehörten all diese Autos einst einem Herrn namens Najeeb Khan. Aber das hätte wohl negative Assoziationen geweckt. Denn Herr Khan wird des Betrugs in Höhe mehrerer Millionen Dollar beschuldigt – ein Fall, über den nicht nur die regionalen Medien mit großem Genuss berichten.

Najeeb Khan betrieb in Elkhart eine inzwischen insolvente Firma, die für andere Unternehmen lästige Dinge wie Lohnbuchhaltung, Steuerberatung, Personaldienstleistungen, Arbeitszeiterfassung und Ähnliches abwickelte. Doch offenbar ging es dabei nicht immer mit rechten Dingen zu. Wie lokale Medien berichten, wird Khan von einigen seiner Kunden des Betrugs beschuldigt. Da er offenbar parallel Verbindlichkeiten in Höhe von 126 Millionen Dollar (gut 116 Millionen Euro) angehäuft hat, beschlagnahmte ein Gericht den Großteil seines Vermögens.

Schmuckstücke ohne Mindestpreise

Dessen Herzstück ist die hier vorgestellte Autosammlung, die im Oktober von RM Sotheby's unter die Leute gebracht werden soll. In seinen Pressemeldungen nennt das Auktionshaus den vormaligen Besitzer übrigens nicht – es geht eben eher diskret zu in der Szene der exklusiven Autosammler. Dafür kündigt es darin an, dass die allermeisten Autos ohne Mindestpreise versteigert werden sollen. Für Autojäger und -sammler ein klarer Hinweis auf: Hier könnten einige Schnäppchen auf neue Besitzer warten.

Aber was interessiert schon das mutmaßlich nicht ganz legale Geschäftsgebaren des Vorbesitzers, wenn derartige Autoschätze auf den Markt kommen. Beispiele gefällig? Wie wäre es mit einem 1964er Aston Martin DB5 Vantage? Richtig, das ist der 007-Aston! Oder einem Toyota 2000 GT von 1967? Ein 1966er Shelby GT350 H ist ebenso dabei wie eine Rennwagen-Bande, die unter anderem einen Ferrari 225 S Berlinetta Vignale von 1952, einen Cooper-Jaguar T38 Mk II von 1955 und ein Toyota-Nascar von 2014 umfasst. Moderne Supercars à la Jaguar XJ220 oder ein 2006er Ford GT in der Heritage Edition, der früher dem ehemaligen Eishockey-Superstar Wayne Gretzky gehörte, sind ebenfalls dabei. Hinzu kommen automobile Süßigkeiten wie dieses Subaru 360 Polizeiauto und dieser Mini Pickup – und viele Autoschätze mehr.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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