Erlkönige des Monats November 2020: Das sind die 9 wichtigsten Prototypen

Die Frontschürze erhält einen dynamischeren Zuschnitt.
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Die Frontschürze erhält einen dynamischeren Zuschnitt.

© Stefan Baldauf

Audi, BMW, Mercedes, Porsche und Co. testen ihre Zukunftsmodelle im Geheimen – wir haben sie dabei gestört. Hier die neun wichtigsten Prototypen.

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Alle Details zu den neuesten Erlkönigen:

  1. Audi Q4 E-Tron und Q4 E-Tron Sportback

    Audi bringt den zwei E-SUV 2021 in den Handel: Audi Q4 E-Tron und das SUV-Coupé namens Sportback. Die beiden Stromer gehen mit identischer Antriebstechnik an den Start.

    Für den Antrieb der E-Tron-Q4-Modelle sorgt ein E-Motor-Duo an Vorder- und Hinterachse, das es auf 225 kW (306 PS) Systemleistung bringt. Unter Strom gesetzt wird der Antrieb mittels einer 82-kWh-Batterie mit 510 Kilo Gewicht, die den Mittelklasse-SUV eine Reichweite von über 450 Kilometern erlauben soll. Später folgende Q4-Varianten mit reinem Heckantrieb und weniger Leistung sollen die 500-Kilometer-Marke knacken. Audi nennt eine stramme Spurtzeit auf Tempo 100 von 6,3 Sekunden und ein bei 180 km/h abgeregeltes Maximaltempo als Fahrleistungs-Eckdaten.

  2. BMW X5 Facelift

    Für 2022 steht beim Bestseller-SUV X5 eine deutliche Modellpflege an. Die Erlkönig-Tarnung zeigt, wohin die Reise beim Styling geht. Der vordere Stoßfänger am Erlkönig erinnert trotz der Tarnung an eine Mischung aus M-Sport-Design-Schürze und iPerformance-Version. Auch das Pendant am Heck erhält einen dynamischeren Zuschnitt.

    Die Änderungen im Innenraum dürften denen des neuen BMW 5ers entsprechen. Damit erhält auch der X5 das neue 10,25-Zoll-Touchscreen-Infotainment-System mit BMW iDrive 7.0-Bediensystem sowie optional das 12,3-Zoll-Display. Die Motorenpalette des BMW X5 sollte aus optimierten Benzin- und Dieseloptionen bestehen, wobei neue 48-Volt-Mild-Hybrid-Systeme die jeweilige Motorleistung um rund elf PS steigern werden. Natürlich bleibt auch die Plugin-Hybrid-Variante xDrive45e erhalten.

  3. BMW M5 CS

    2021 bringt BMW eine Hardcore-Version des M5 zu den Händlern. Wir konnten das Modell, natürlich noch getarnt für eine schnelle runde auf dem Hockenheimring ausleihen. Die Zeit: 1.53,6 Minuten. Zum Vergleich, der M5 Competition kam auf der Strecke auf 1.54,2 Minuten. Für die Zeit ist der 4,4-Liter-Biturbo-V8 verantwortlich, dessen Leistung auf 635 PS erstarkt und mit einer Achtgang-Automatik gekoppelt ist. Der CS steht auf 20 Zoll großen Pirelli-P-Zero-Corsa-Rädern mit Reifen der Diemension 275/35 vorne und 285/35 hinten.

    Hinzu kommen Änderungen am Fahrwerk, welche die leistungsstarke Limousine noch ein Stück dynamisieren. Zusätzlich dürften die Ingenieure die Elektronik des hecklastig ausgelegten und auf Knopfdruck entkoppelbaren Allradantriebs nachschärfen. Auch das aktive M Sperrdifferenzial an der Hinterachse dürfte ambitionierter zu Werke gehen. Zudem erwarten wir unter den Fahrmodi den Track Mode, über den der M8 bereits verfügt.

  4. BMW 3er Electric

    BMW arbeitet derzeit an einem rein elektrischen 3er-Modell, das nach 2022 auf den Markt kommen wird. Stand jetzt steht der Name für das Modell noch nicht fest. BMW i3 dürfte aus Marketing-Sicht Sinn ergeben, der kleine Stromer wird aber noch bis 2024 weiter produziert. Vielleicht behilft sich BMW damit, das Modell "BMW i3 Limousine" zu nennen.

    Fraglich ist, ob der BMW i4 seinen 530 PS starken E-Antrieb mit dem Elektro-3er teilen wird. Vermutlich kommt der unter dem i4 positionierte 3er Electric mit dem weniger kraftvollen Antriebsstrang des BMW iX3 daher. Dieser soll über einen 270 PS starken E-Motor, eine Batteriekapazität von 70 kWh und eine Reichweite von 440 Kilometer nach WLTP verfügen. Als Top-Modell ist dann auch ein Allradler denkbar, der über je einen E-Motor pro Achse verfügt.

  5. Genesis G70 Shooting Brake

    Hyundais Nobelmarke Genesis bringt das G70 Mittelklasse-Modell erstmals auch als Kombi bzw. als Shooting Brake auf den Markt. Mit dem G70 Shooting Brake hat Genesis in erster Linie den europäischen und den deutschen Markt im Auge, da hierzulande die Kombimodelle von Audi A4, BMW3er und Mercedes C-Klasse einen hohen Verkaufsanteil haben.

    Auf den Erlkönigbildern erscheint das Modell mit den typischen Design-Elementen der Marke. Die Scheinwerfer tragen die bekannten Doppel-LED-Streifen, der Grill ist breit und nach unten spitz zulaufend. Bis zu B-Säule entspricht die Kombi-Version der Limousine. Dahinter neigt sich das Dach nicht ganz so rasch gen Heck, sondern bildet eine stärkere D-Säule. Noch suggeriert die Tarnung ein klassisches Kombiheck, darunter ist jedoch der Shooting Brake-Abschluss mit einer flacher stehenden Heckklappe verborgen.

  6. Kia EV

    Kia bringt 2021 ein weiteres Elektroauto auf den Markt. Der intern "CV" genannte Kia ist das erste von zehn weiteren E-Modellen bis 2025. Im Gegensatz zum Kia E-Niro und dem Kia E-Soul, die Elektrovarianten von Verbrenner-Fahrzeugkonzepten sind, basiert der Kia CV auf einer neuen, für den Elektroantrieb optimierten Plattform. Die E-GMP (Electric-Global Modular Platform) ist flexibel skalierbar und für Plug-in-Hybrid-, Wasserstoff- sowie reinen Batterie-Antrieb ausgelegt.

    Nähere technische Details zum Kia CV gibt es noch nicht. Gerüchten zufolge soll die Akkukapazität bei 64 kWh starten und eine Reichweite von 500 Kilometern ermöglichen. In der Basisversion wirkt ein E-Motor auf die Vorderachse, als Topmodell könnte auch je ein Elektroaggregat pro Achse verbaut sein.

  7. Kia Sportage

    Kia bringt die neue Generation des Kia Sportage im kommenden Jahr auf den Markt. Seit 2015 ist der intern "QL" genannte SUV auf dem Markt und läuft Mitte 2021 aus. Die fünfte Generation des Sportage basiert auf der gleichen Plattform wie der neue Konzernbruder Hyundai Tucson. Optisch gestaltet Kia den Sportage deutlich um. Das Design orientiert sich am neuen Optima oder Sorento.

    Der von uns erwischte Erlkönig war teilweise elektrisch unterwegs. Entsprechend kommt das Modell als Plugin-Hybrid mit einem 1,6-Liter-Turbovierzylinder und einem 13,8 kWh Lithium-Ionen-Akku daher.

  8. Mercedes C-Klasse

    Keine Baureihe verkauft sich bei Mercedes besser als die C-Klasse (W205), also muss der Modellwechsel zur neuen Generation (W206) ab dem Jahr 2021 wirklich sitzen. In Sachen Abmessungen bleibt es bei den 1,81 Meter Breite und 4,7 Meter Länge. Der Radstand wächst vermutlich um zwei Zentimeter auf 2,86 Meter. Dafür fällt der Kofferraum größer aus: 500 Liter statt bisher 315 bis 490 Liter. Auch bei umgelegten Rücksitzen sind fast 1.600 Liter drin – bisher sind es 1.335 bis 1.510 Liter.

    Ähnliches gilt für das Antriebskapitel – auf vielschichtige Art und Weise: Die neuen Vierzylinder-Benziner M254 mit Partikelfilter und die Dieselgeneration OM 654 sollen noch lange in die Zukunft reichen und fit für Euro 7 gemacht werden können. Daneben stehen aber ein Plugin-Hybrid mit 70 Kilometern rein elektrischer Reichweite nach WLTP bereit. Hingucker im Interieur: Die neue C-Klasse erhält wie schon in der S-Klasse zu sehen war, ein großes Touchscreen-Display in der Mittelkonsole.

  9. Porsche Macan Facelift

    Porsche bringt 2021 die nächste Generation des Macan als rein elektrisches Modell an den Start. Nach dem großen Facelift 2018 überarbeitet Porsche den aktuellen Macan erneut, um ihn fit für ein Leben neben der Elektroversion zu machen. Zusammen dürften sie dann ab 2021 für drei Jahre den gemeinsamen Weg beschreiten.

    Der noch stark getarnte Erlkönig verbirgt noch an der Front und am Heck sein Styling, auf den ersten Blick erscheint die Optik kaum verändert. Allerdings dürfte sich das Modell an den Look des EV-Macan anlehnen. Wer zudem noch auf einen Plugin-Hybrid im Macan hofft, den müssen wir enttäuschen. Die Akkus für einen Macan PHEV wären zu schwer und der Bauraum zu klein. Stattdessen kommen alle Benziner als Mild-Hybrid mit 48-Volt-System an den Start.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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